Mario + Rabbids Sparks of Hope im Test: Spitzenstrategie mit persönlichen Schwächen
Test
Wir haben Mario + Rabbids: Sparks of Hope ausführlich gespielt und verraten euch im Test, ob die bunte Mischung noch einmal überzeugt.
Firmenmaskottchen, vereinigt euch: Zum zweiten Mal ziehen Nintendo-Urgestein Super Mario und seine Freunde aus dem Pilzkönigreich Seite an Seite mit Ubisofts (ehemals ravenden) Rabbids in die Schlacht gegen eine dunkle Bedrohung. Diesmal gilt es, das Tentakel-Wesen Misera davon abzuhalten, die Welt in Finsternis zu stürzen. Dazu bereisen unsere Helden verschiedene Planeten, auf denen Miseras Einfluss gebrochen und sogenannte Sparks befreit werden müssen. Bei denen handelt es sich um die aus Super Mario Galaxy bekannten Lumas, die mit Rabbids gekreuzt wurden und mit mächtiger Energie aufgeladen sind. Wofür Misera diese Energie benötigt, wird später im Spiel enthüllt, klar ist aber, dass die Entität sicher nichts Gutes damit im Schilde führt.
Die Story dient eigentlich nur als Aufhänger, um unsere Truppe von Planet zu Planet zu schicken und gegen verschiedene Monster kämpfen zu lassen. Und dafür wäre sie auch vollkommen ausreichend. Die Erklärungen von Lore und Figuren sowie ausschweifende Cutscenes, in denen schlussendlich nicht viel passiert, nehmen aber dennoch deutlich mehr Raum ein als nötig. Zwar finden wir es bewundernswert, dass zumindest versucht wird, im Rahmen der Kollaboration auch eine fesselnde Geschichte zu erzählen, die Art und Weise lässt aber dann doch einiges zu wünschen übrig.
In diesem Artikel
Nintendos Starpower strahlt nicht
So gibt es etwa die seltsam unvollständige Sprachausgabe zu bemängeln. Es ist klar, dass eine volle Vertonung mehr Ressourcen in Anspruch genommen hätte, aber immer nur den ersten Satz eines Dialogs einsprechen zu lassen, hätte sich Ubisoft auch sparen können.
Zumal auch nur die Figuren aus dem Rabbid-Universum sowie (die ständig den Plot erklärenden) Roboter Beep-0 und Jeanie überhaupt die Fähigkeit zur Sprache besitzen. Mario, Luigi und Co. geben nur gelegentlich mal einen Seufzer oder Jubel von sich.
Quelle: PC Games
Prinzessin Peach und Co, haben nicht sonderlich viel Einfluss auf die Handlung.
Überhaupt zeigen die Nintendo-Figuren hier weniger Persönlichkeit als in einer Partie Mario Tennis. Das ist besonders schade, weil Spiele wie die von Alphadream entwickelte Mario&Luigi-Reihe ja bereits gezeigt haben, dass sich um die Titelhelden durchaus charmante Abenteuer spinnen lassen, wenn die Dialoge mit Witz und Einfallsreichtum geschrieben werden.
Quelle: PC Games
Rabbid Rebella
Und auch auf Ubisoft-Seite findet man kaum originelle Charaktere, da es sich bei den meisten Rabbids wieder um Imitationen der Pilzkönigreich-Bewohner handelt. Neben Rabbid-Mario, Rabbid-Luigi, Rabbid-Peach und Rabbid-Rosalina ist nur die neu zum Cast gestoßene Schwertkämpferin Rebella ein echtes Original - aber leider auch kein besonders einprägsames. Ihr Design soll wohl Coolness ausstrahlen, wirkt mit ihrer dümmlichen Rabbid-Visage aber zwischen ihren schlicht gehaltenen Artgenossen einfach fehl am Platz.
