Mainboards: Sockel und Chipsatz
Special
Moderne Mainboards liefern schon ab etwa 50 Euro alles, was man braucht - wir erklären Euch einige Dinge rund um Mainboards, damit ihr bestens für einen Kauf gewappnet seid. Auch den Einbau der Hauptplatine erläutern wir. Zudem bieten wir über 60 Mainboards für die Sockel AMD AM4 und Intel 1151 v2 in einer Marktübersicht.
Sockel
Bevor ihr ein Mainboard kauft, müsst ihr wissen, welchen Sockel der Prozessor hat, für den das Mainboard gedacht ist. Der Sockel steht zum einen für die Plattform-Generation einer CPU, zum anderen handelt es sich auch wortwörtlich um einen Sockel.
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Denn der Sockel ist eine Vorrichtung, in die der Prozessor eingelegt und dann fixiert wird. Der Sockel sorgt dabei für den Kontakt zwischen der CPU und dem Mainboard, so dass Strom und Daten fließen können.
Quelle: Gigabyte
Ryzen-Prozessor in einem Sockel
Dies geschieht über etliche kleine Kontaktpins. Die Zahl, die ein Sockel bei Intel im Namen trägt, entspricht der Anzahl der Kontakte. Rein mechanisch kann man einen modernen Prozessor nicht in einen falschen Sockel einlegen, ohne Gewalt anzuwenden. Es kann aber trotz mechanisch passendem Sockel Probleme geben - die neueren Sockel 1151-CPUs der Core 8000- und 9000-Reihe von Intel sind beispielsweise nicht kompatibel zu älteren Sockel 1151-Mainboards, und ältere Sockel 1151-Prozessoren der 6000- und 7000-Serie laufen nicht mit den neuen Sockel 1151-Modellen, die für die neuen CPUs gedacht sind. Viele Shops kennzeichnen die neueren CPUs und dazu passende Mainboards daher als Sockel 1151 v2 - diese Bezeichnung verwenden wir auch in unserem Special.
Chipsatz
Der Chipsatz ist vereinfacht gesagt eine Art Basisausstattung des Mainboards, zumindest aus Sicht des Nutzers. Chipsätze sind jeweils für bestimme Sockel gedacht. Bei Intels Sockel 1151 v2 sind es beispielsweise unter anderem die Chipsätze Intel B360, H310 oder Z370, bei AMDs Sockel AM4 sind beispielhaft AMD A320, B450 und X470 zu nennen. Ihr seht anhand der Namen, dass durchaus Verwechslungsgefahr bestehen kann - sucht daher ein Mainboard stets, indem ihr in Shops oder bei Herstellern nach Modellen für den Sockel sucht, den Eure (geplante) CPU hat.
Hat man sich für einen Sockel entschieden, dann spielt für den Käufer spielt die Frage, welchen der Chipsätze er am Ende genau nimmt, bei modernen Mainboards im Grunde genommen so gut wie keine Rolle mehr. Denn auch die Einsteiger-Chipsätze bieten alle nötigen und gewünschten Features wie Audio, LAN, genügend USB- und SATA-Anschlüsse und so weiter. Wer übertakten will, greift vorsichtshalber zu etwas hochpreisigeren Mainboards, bei Intels Sockel 1151 v2 ist ein Z-Chipsatz Pflicht. In manchen Fällen, zum Beispiel wenn man für professionelle Anwendungen Zusatzkarten verwendet und möglichst alle Ressourcen weiterhin nutzen will, kann es passieren, dass man zu einem besonderen Chipsatz greifen muss, der in der Regel dann aber ohnehin auch einen Sockel- beziehungsweise Plattform-Wechsel bedeutet. Als Info haben wir nun noch eine Übersichtstabelle mit denn vier aktuellen CPU-Sockeln AMD AM4 und TR4 sowie Intel 1151, 1151 v2 und 2066 und den passenden Chipsätzen vorbereitet.
| Sockel | A-Chipsätze | B-Chipsätze | H-Chipsätze | Q-Chipsätze | X-Chipsätze | Z-Chipsätze |
|---|---|---|---|---|---|---|
| AMD AM4 | A320 | B350, B450 | - | - | X370, X470 | - |
| AMD TR4 (Server) | - | - | - | - | X399 | - |
| Intel 1151 | - | B150, B250 | H110, H170, H270 | Q150, Q170, Q270 | - | Z170, Z270 |
| Intel 1151 v2 | - | B360 | H310, H370 | Q370 | - | Z370, Z390 |
| Intel 2066 (Server) | - | - | - | - | X299 | - |
