Starship Troopers meets Serious Sam: Lost Planet ist perfekt inszeniertes Popcorn-Kino zum Selberspielen und Hirnabschalten.
Wayne interessiert’s?
Brutstätten am Boden oder der Decke spucken ununterbrochen neue Aliens aus – bis wir sie ausräuchern.
Glücklicherweise spielt die alberne Story eine ähnlich tragende Rolle wie Jungfrauen auf einer Entbindungsstation. Lost Planet inszeniert eine so intensive und atemberaubende Ballerorgie, dass uns die scheunentorgroßen Logik-Fehler erst gar nicht auffallen – oder uns völlig egal sind. Per WASD steuern wir Wayne (ein aussichtsreicher Kandidat für den Titel »doofster Heldenname aller Zeiten«) durch elf zumeist schneeverwehte Missionen. Das geht leicht und flott von der Hand, leidet allerdings bisweilen darunter, dass Wayne ziemlich tranfunzlig unterwegs ist; so schnell, wie wir in Lost Planet rennen, bewegen wir uns in anderen Spielen kriechend vorwärts.
Was man von den Gegnern nicht behaupten kann: Die bersten plötzlich aus dem Boden, fallen von der Decke, rasen auf uns zu oder springen uns buchstäblich ins Gesicht. Leerlauf? Pustekuchen. Ununterbrochen mähen wir uns durch Feindhorden, werfen Granaten, hechten in Sicherheit und jagen herumstehende Autos in die Luft. Selten hatte ein Actionspiel seinen Namen so sehr verdient wie Lost Planet.
