Kunitsu-Gami: Path of the Goddess in der Vorschau - Tower Defense, Tanz und Tastenhämmern mit der Extraportion Japan-Charme

Special Stefan Wilhelm
Kunitsu-Gami: Path of the Goddess in der Vorschau - Tower Defense, Tanz und Tastenhämmern mit der Extraportion Japan-Charme
Quelle: Capcom

Ein Knaller aus der zweiten Reihe? Capcom schickt einen frischen Genre-Mix ins Rennen: Hier trifft Tower Defense auf Hack & Slay und japanische Mythologie!

In der sehr frühen Mission, die wir anspielen durften, sind wir dabei selbst noch die mit Abstand mächtigste Einheit auf dem Feld. Mit einer Handvoll simpler Kombos (die später im Spiel hoffentlich noch ausgebaut werden) zersäbeln wir die meisten Dämonen, bevor sie überhaupt an einem unserer KI-Kämpfer vorbeikommen. Mit zunehmender Komplexität der Karten wird der Bereich direkt vor dem Gegnerspawn aber vermutlich nicht der einzige Brandherd bleiben.

Zum Glück ist die Positionierung der Einheiten nicht in Stein gemeißelt, und wir dürfen sie auch während des Verteidigungsparts noch herumkommandieren. Das steuert sich hier und da etwas umständlich, wenn wir Kämpfer weit entfernt platzieren wollen, denn die halb-isometrische Perspektive ist immer auf Sho gerichtet.

Das Rollenmenü. Quelle: Capcom Eine Draufsicht der ganzen Karte gibt's nicht, aber immerhin wird das Spiel im Kommandomenü pausiert. Außerdem werden wir so gezwungen, die Frontlinie auch mal unseren Einheiten zu überlassen.

Das müssen wir in einer anderen Mission ohnehin, denn hier wird Yoshiro von einem Geist befallen, der sich nur mit einer Spende von etlichen Kristallen wieder vertreiben lässt.

Der Clou: Schwertkämpfer Sho ist hier selbst in Geisterform unterwegs und kann nicht mehr tun, als Kristalle zu sammeln und Einheiten zu verschieben - da ist also schon eine Prise mehr Strategie gefragt, und auch diese Mission schien noch recht früh im Spiel stattzufinden.

Die Vorbereitungsphase wurde hier um Verteidigungsanlagen erweitert, die von unseren Leuten repariert werden können - solange die Ressourcen und die Zeit dafür vorhanden sind, versteht sich, und manche Aufgaben können nur von bestimmten Rollen erfüllt werden.

Nachts verstärken diese Anlagen dann etwa Einheiten, die in ihrer Nähe stehen oder halten den Dämonen-Vormarsch eine Zeit lang auf.

Die Truppe stellt sich einem großen Kami. Quelle: Capcom

Potenzial für Tiefe

Bosskämpfe gehören auch zum Missionsrepertoire von Kunitsu-Gami, und hier dürfte ein ausgewogenes Verhältnis unterschiedlicher Einheitstypen besonders wichtig sein. Der axtschwingende Holzfäller scheint einen dicken Brocken eine Weile lang aufhalten zu können, dafür kassiert er aber auch alles, was der Boss austeilt, und hat keine große Handlungsreichweite.

Um den Marsch eines Monsters zu Yoshiro oder den schwachbrüstigen Bogenschützen zu stoppen, eignet sich der Asket besonders gut, der in einem großen Radius Feinde langsamer macht.

Manche Gebiete werden nach ihrer Befreiung zu neuen Basen, in die wir unsere Einheiten eine Weile lang zum Arbeiten schicken können. Als Belohnung werfen die Bauprojekte dann etwa Upgrade-Materialien ab, mit denen wir Einheitentypen oder Shos Fähigkeiten verstärken, ein gründliches Abgrasen der Levels verschafft uns dagegen ausrüstbare Talismane mit zusätzlichen Buffs.

Kunitsu-Gami macht einen interessanten Eindruck, auch, wenn wir in gerade einmal einer Spielstunde noch nicht abschätzen können, wie viel Tiefe der Gameplay-Mix später noch bietet.

Die Voraussetzungen sind aber erfüllt: Es gibt viele für sich genommen recht simple Systeme, die durch ihre Interaktion miteinander spannend werden. Eine einzige Ressource regelt direkt den Fortschritt in der Mission, aber auch die Stärke unserer Verteidigung. In der Vorbereitung ist Schnelligkeit genauso wichtig wie gutes Haushalten und die richtige Strategie im Kampf fühlt sich natürlich umso besser an, wenn wir selbst mitmischen.

Fazit

Kunitsu-Gami vereint seine Gameplay-Motive zu einer stilvollen Mischung, die viel Potenzial für spannende Action-Taktik bietet.

Lange müssen wir auch nicht mehr warten, bis wir gegen die Dämonenhorden antreten dürfen: Kunitsu-Gami erscheint am 19. Juli für PC, PS5, PS4, Xbox Series und Xbox One. Eine physische Version ist bisher nicht in Aussicht, die Digitalfassung kostet ca. 50 Euro. Direkt zum Release wird das Spiel außerdem im Xbox Game Pass zu finden sein. Wenn ihr euch vorab selbst ein Bild machen wollt, könnt ihr die gerade veröffentlichte Demo ausprobieren.

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