Kirby Air Riders: Fortnite geschlagen? Nintendo macht sein eigenes Battle Royale - und es ist viel besser!
Kolumne
Kirby Air Ride hat schon damals auf der Nintendo GameCube das Genre der Battle Royale revolutioniert, obwohl es die noch gar nicht so richtig gab! Wir erklären euch, warum der Titel für die Switch 2 DER Renner werden könnte!
Mit Kirby Air Riders hat Nintendo einen Titel für die Switch 2 angekündigt, auf den wahrscheinlich niemand gewartet hat. Niemand, außer mir. Das liegt nicht daran, dass der Vorgänger Kirby Air Ride schlecht war, sondern eher daran, dass den Titel fast niemand kennt. Das wohl bekannteste, was das Gamecube-Spiel hervorgebracht hat, ist der Fun Fact, dass Kirby auf dem Cover des Spiels in der westlichen Fassung wütend guckt, während er im japanischen Original-Cover süß-freudig lächelt.
Aber was kocht Smash -Director und Kirby-Erfinder Masahiro Sakurai da eigentlich? Ich habe Kirby Air Ride in den letzten 20 Jahren hunderte Stunden gespielt und will euch erklären, warum ich das Spiel so sehr liebe und warum es 2003 schon seiner Zeit voraus war.
City Trial
Kirby Air Ride ist zwar in erster Linie als Rennspiel klassifiziert, was die Fans, und auch ich, so sehr daran lieben, ist aber der Modus City Trial. In diesem werden wir mit bis zu drei anderen Spielern, oder CPU-gesteuerten Gegnern auf einer offenen, aber überschaubaren Map ausgesetzt und starten ein Battle Royale. Unser Gleiter, so heißen die fahrbaren Untersätze in Air Ride, ist der Warp-Star, eine etwas kleinere Version von Kirby's Standard-Stern. Der ist ein Allrounder, heißt er kann nichts besonders gut, ist aber auch in nichts besonders schlecht. Das perfekte Start-Fahrzeug für ein Battle Royale also.
Was heißt schlecht oder gut bei einem Fahrzeug?
Quelle: mobygames.com
Jede der damals fast 20 verfügbaren Maschinen verfügt über neun verschiedene Werte. Diese bestimmen, wie schnell wir sind, wie viel Schaden wir austeilen, wie weit wir fliegen können oder wie gut sich unser Gefährt steuern lässt. Eben wie verschiedene Autos aus klassischen Rennspielen.
Jedoch sind die unterschiedlichen Fähigkeiten der Maschinen nicht in Stein gemeißelt, überall auf der Map liegen zufällig Items in Kisten und einfach auf dem Boden herum. Durch diese werden die Fähigkeiten von Kirby, und somit auch jedes Gleiters den wir finden, verstärkt. Mit genügend Upgrades können wir selbst mit dem dicken Eiswagen relativ gut lenken und sogar ein ganz klein bisschen gleiten.
Meiner Schwester und mir ist es sehr oft passiert, dass wir den gleichen Gleiter wollten - aber es kann nur einen Dark Star in der Stadt geben. Also wurde sich ordentlich gefetzt. In diesen Momenten habe ich immer schnell überlegt, wie viele Attacken und Defensiv-Upgrades ich in den letzten Minuten eigentlich eingesammelt habe.
Außerdem habe ich mich immer schnell nach roten Boxen umgeguckt, in denen Waffen und Kirby-typische Verwandlungen versteckt sind, wie das Schwert mit grüner Mütze, um einen Vorteil im Kampf zu erhalten. Wenn nicht, bleibt nur eins: Spin to win!
Kämpfe
Angriffsknöpfe oder ähnliches gibt es nämlich nicht, unsere einzige Option ist es, den Steuerungs-Stick zum perfekten Zeitpunkt vor Aufprall mit dem Gegner hin und her zu bewegen, um einen Angriff auszuführen, bei dem wir uns drehen. Je länger wir uns bei der Drehung direkt am Gegner befinden, desto mehr Schaden teilen wir aus. Die Kämpfe müssen von außen aussehen, als würden zwei Böcke immer wieder mit dem Kopf aneinander rennen.
Quelle: mobygames.com
Da wir somit aber die gleichen Möglichkeiten wie unsere Feinde haben, entstehen spannende Schlagabtausche, bei denen sich die Siege unglaublich befriedigend anfühlen. Kein Wunder: Der besiegte Kirby verliert bei einer Niederlage nicht nur seinen Gleiter und muss sich erst einmal einen neuen suchen, er lässt auch einige seiner Upgrades fallen, die der Gegner wiederum einsammeln kann.
Somit sind die Kämpfe high risk, high reward! Wie es in einem Battle Royale eben ist!
Und was bringen die Items?
Vielleicht fragt ihr euch, wofür man die Items sammeln soll, wenn man bei einem verlorenen Kampf nicht Battle-Royale-typisch ausscheidet. Die Antwort: Minispiele! Am Ende jeder City Trial-Runde finden wir uns in einem Minispiel wieder, das zufällig ausgewählt wird. Darunter sind Rennen, Death Matches, Wettbewerbe, bei denen wir so hoch springen müssen wie möglich und sogar Koop-Kämpfe, beispielsweise gegen König Dedede auf einem Motorrad sind im Minispiel-Pool.
Je nach Minispiel sind natürlich andere Werte wichtig und bringen einen Vorteil. Wenn wir per Offensiv-Upgrades mehr Schaden austeilen als alle anderen, bringt uns das herzlich wenig, wenn es darum geht weit zu fliegen. In klassischer Nintendo-Manier können so auch Spieler, die das Spiel nicht allzu gut beherrschen, zu einem Sieg kommen. Einen Vorteil haben Veteranen trotzdem immer, da sie wahrscheinlich mehr Items haben.
