Fortnite geschlagen? Nintendo macht sein eigenes Battle Royale - und es ist viel besser!

Kolumne Yannik Cunha
Fortnite geschlagen? Nintendo macht sein eigenes Battle Royale - und es ist viel besser!
Quelle: Nintendo

Kirby Air Ride hat schon damals auf der Nintendo GameCube das Genre der Battle Royale revolutioniert, obwohl es die noch gar nicht so richtig gab! Wir erklären euch, warum der Titel für die Switch 2 DER Renner werden könnte!

Ein frischer Wind im Genre

Auf der abwechslungsreichen Karte während des City Trials gibt es jedoch nicht nur Items und Fahrzeuge, sondern auch unzählige Events, die die Spielerfahrung stark verändern können. Plötzlich fallen Meteoriten aus dem Himmel auf die Erde, die nach der Explosion Items hinterlassen, oder ein riesiges Ufo, mit einer Menge Items darauf, fliegt über die Map.

Es können sogar Boss oder NPC-Feinde erscheinen, die es zu besiegen gilt, um so viele Items zu ergattern wie möglich. Dabei sind die Zielobjekte natürlich immer stark umkämpft.

Kirby verfolgt einen Widersacher Quelle: mobygames.com Viele moderne Battle Royales versuchen das Genre mit neuen Ideen aufzufrischen, meiner Meinung nach hat Kirby Air Ride das schon 2003 durch die vielen Events, Fahrzeuge, Verwandlungen, Werte und Waffen fast perfektioniert. Keine Runde spielt sich wie die Letzte und durch die Geschwindigkeit unserer Gleiter finden wir auch durchgehend Action.

Es bringt rein gar nichts, sich mit guter Ausrüstung fast die gesamte Spieldauer zu verstecken wie in einem Warzone oder PUBG, in dieser Zeit stapeln die anderen Kirbys nämlich unzählige Upgrades, mit denen sie uns im Minispiel zu hoher Wahrscheinlichkeit besiegen werden. Für mich ist Kirby Air Ride auf der GameCube bis heute, auch nach 22 Jahren, das Battle Royale mit dem höchsten Wiederspielwert. Und das in einem Rennspiel. Von Nintendo. Verrückt.

Weitere Modi

Neben dem beliebten City-Trial-Modus, gibt es aber auch klassische Rennen, in denen wir gegen andere Spieler oder CPU-Feinde antreten. Das sind auch die, die manchmal als Minispiel am Ende einer Runde aufkommen. Die Wettrennen sind ohne Upgrades aus dem vorherigen City Trial aber vergleichsweise uninteressant, lediglich freigeschaltete Gleiter können wir hier auswählen. Das ist zwar fairer, aber bei weitem nicht so spaßig wie mit 15 Speed-Upgrades und 400 km/h durch die Rennen zu brettern - oder zu fliegen.

Ein weiterer Spielmodus ist der Top Ride, in dem bestreiten wir ebenfalls Rennen, jedoch aus der Vogelperspektive. Wir sehen durchgehend die gesamte Rennstrecke inklusive allen Fahrern und Items, während wir versuchen, als Erste das Ziel zu erreichen.

Die Strecken sind zwar kleiner, dadurch ist die Intensität der Rennen jedoch umso höher. In den schnellen Runden erscheinen nämlich auch zufällig Items, mit denen wir unseren Kontrahenten das Leben schwermachen können, oder durch die wir kleine Buffs bekommen.

Die Steuerung ist zwar die Gleiche, durch die ungewohnte Perspektive kam es bei mir und meiner Schwester jedoch oft zu sehr chaotischen Situationen, in denen keiner mehr so richtig wusste, was gerade geschieht. Nachdem wir uns aber ein wenig länger in den Modus hineingefuchst haben, konnten wir die einzigartigen High Action-Runden gezielt bestreiten, die aber selbst mit Können immer noch sehr chaotisch ablaufen können.

Eine Feuer-Karte im Top-Ride-Modus Quelle: mobygames.com Nicht nur war Kirby Air Ride mit seinem Battle Royale-Modus seiner Zeit voraus, sondern auch mit dem Achievement-System. Vielleicht kennt ihr die Checkliste, über die wir in Super Smash Bros. Ultimate auf einer riesigen Tafel Erfolge freischalten können. Genau diese Checkliste gab es auch schon in Kirby Air Ride, mit ganzen 120 Erfolgen - Für jeden Modus.

Also insgesamt 360 Erfolge, die wir in Form von verschiedenen Nebenmissionen freischalten können. Diese sind aber nicht wie moderne Achievements, da wir oft tatsächlich Belohnungen dafür bekommen. Darunter Kirbys in verschiedenen Farben, mehr Fahrzeuge für den Air-Ride-Modus und sogar Meta Knight konnten wir spielen, jedoch nur im freien City-Trial-Modus, in dem wir mit unbegrenzter Zeit die Stadt erkunden.

Kirby auf einer Rennstrecke Quelle: mobygames.com

Das perfekte Switch 2-Game

Der Release von Kirby Air Riders ergibt auf der Switch, aus verschiedenen Gründen, unglaublich viel Sinn. Zum einen haben wir da die Steuerung, diese ist unglaublich einfach. Wir können nämlich lediglich A drücken, um einen Boost aufzuladen und ansonsten steuern wir die Richtung unseres Gleiters mit dem Analogstick.

Alle weiteren Upgrades und Waffen verbrauchen sich entweder automatisch oder ebenfalls mit dem Drücken des A-Knopfes. Somit ist es nicht schwer, ohne Vorkenntnisse in das Spiel einzusteigen. Genau das, wofür viele Nintendo-Spiele stehen. Zum anderen bringt die Switch 2 die Nintendo-DS-Funktion zurück, mit der wir mit nur einem Spiel, aber vier Konsolen zusammenspielen können, ohne unseren Bildschirm im Split Screen teilen zu müssen.

Auch das Aufteilen der Joy Cons sollte durch die simple Steuerung niemanden stark einschränken. Kirby Air Riders ist durch seinen simplen Partycharakter der perfekte Kandidat, um diese Funktionen zu nutzen. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass auch der Split Screen-Modus dafür nicht über Bord geworfen wird und auch ein Online-Modus es in das Spiel schafft.

Kirby Air Riders muss meiner Meinung nach das Rad, oder eher das Gleiten, nicht neu erfinden. Das hat Masahiro Sakurai nämlich schon vor 22 Jahren getan.

Es braucht nur eine Modernisierung und etwas mehr Inhalt, wie mehr Gleiter, Strecken und vielleicht sogar City Trial-Karten, um das vergessene Meisterwerk wiederzubeleben.Da eben Sakurai der Director des Spiels ist, der sein Können und seine Detailverliebtheit schon in Super Smash Bros. Ultimate, und allen seinen Vorgängern, unter Beweis stellte, blicke ich mit purer Vorfreude auf den Release von Kirby Air Riders, der irgendwann 2025 sein soll.

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