Nach dem Amoklauf von Winnenden ist die Debatte um sogenannte Killerspiele voll im Gange. Cynamite.de setzt sich mit Spielekritikern auseinander. Den Anfang macht Regine Pfeiffer ("EA, diese Schweinefirma").
Der Pate
Subjektive Wahrnehmung
Um Regine Pfeiffer zu verstehen, muss man sich über eins klar werden: Gewalt in Spielen wird unterschiedlich wahrgenommen, abhängig von persönlichen Erfahrungen, Geschmack und medialer Kompetenz mit dem Genre.
Regine Pfeiffer war beispielsweise so schockiert darüber, dass man in Crysis "einfach so" ein harmloses Huhn erschießen kann, dass sie später davon geträumt hat. Sie erklärt, diesen Unterschied in der Wahrnehmung der Gewalt nicht nur damit, dass sie auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, sondern auch in der Desensiblisierung die die Gewöhnung an Spielegewalt mit sich bringen würde. Die Theorie der Abstumpfung von Mediennutzern durch die Darstellung fiktiver Gewalt wird seit Jahrzehnten von Medienkritikern immer wieder behauptet, konnte jedoch niemals nachgewiesen werden.
World of Warcraft
Wo junge Gamer lediglich eine gewöhnliche Quest bei World of Warcraft sehen, bei der man virtuelle Affen töten muss, stellt Regine Pfeiffer trotz des hcomichaften Grafikstils sofort einen Bezug zur Wirklichkeit her. Und dort ist Gewalt gegen Gorillas eben etwas Schreckliches, da Menschenaffen in Afrika real ums Überleben kämpfen müssen. Das Argument, das alles sei ja gar nicht real und überhaupt nicht miteinander zu vergleichen, weist Regine Pfeiffer entschieden von sich.
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