Killerspiele-Diskussion: Im Gespräch mit Spielekritikerin Regine Pfeiffer

Special Simon Fistrich Michael Mingers

Nach dem Amoklauf von Winnenden ist die Debatte um sogenannte Killerspiele voll im Gange. Cynamite.de setzt sich mit Spielekritikern auseinander. Den Anfang macht Regine Pfeiffer ("EA, diese Schweinefirma").

Der Pate Quelle: videogameszone.de Der Pate Teil 2: Wieso wirken Spiele unterschiedlich auf Menschen? Welche Probleme entstehen daraus?
Gewalt und Wirkung

Erste Überraschung: Regine Pfeiffer kennt sich tatsächlich mit Spielen aus – zumindest deutlich mehr als viele ihrer Gesinnungsgenossen. Täglich ist sie auf News-Seiten zu Videospielen unterwegs und beschäftigt für ihre Recherche junge Männer, welche die Games in ihrem Beisein zocken.

World of Warcraft Quelle: Blizzard World of Warcraft Zweite Überraschung: Den Vorwurf, sie würde eine Kampagne gegen Spiele führen, weist sie entschieden von sich. Ihr Verhältnis zu den von ihr kritisierten Spielen ist doppelwertig. World of Warcraft etwa ist für sie trotz der Suchtgefahren das schönste Spiel, das sie je gesehen hat. GTA IV lobt sie ausdrücklich für die vielen satirischen Momente, auch wenn sie die Gewalt im Spiel abstößt.

Dritte Überraschung: Ihr gehe es nicht um die Verbotsdebatte, sondern um das Aufzeigen der Gewalt in den Spielen und der Gefahren von Spielesucht. „Fest im Leben stehende“ Personen können ihrer Meinung nach zwar mit Gewalt in Spielen durchaus umgehen, würden aber nicht die Mehrheit der Spieler stellen. Viel wichtiger als die Frage nach einem Verbot ist für sie die Diskussion, wieso Gewalt in Games überhaupt nötig ist. Auch hierbei geht es ihr allein um die Folgen von medialer Gewalt.

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