Die Bedienung & die Technik

Special Carlo Siebenhüner
Die Bedienung & die Technik
Quelle: Private Division

Mit Kerbal Space Program 2 steht die nächste Generation des Sandbox-Konzepts an. Wir klären, ob sich der Early Access lohnt.

Mit Kerbal Space Program 2 steht die neue Generation des Sandbox-Weltraumspiels an. Auf der letzten Seite haben wir uns dem Zusammenbau eurer Raumfähren gewidmet. Jetzt geht es an den spannendsten Teil: den Flug. Hier entscheidet sich, ob alles so klappt, wie es geplant ist und man den Sprung aus der Atmosphäre des Heimatplaneten schafft. Doch auch die raffinierteste Rakete macht nicht immer das, was man von ihr will und so wird man trotzdem eine Menge Versuche starten, bis man die Umlaufbahn erreicht hat. Etwas komfortabler ist der Vorgang aber dennoch geworden.

Hände ans Steuer

Das Interface wirkt auf den ersten Blick erschlagend, wurde im Vergleich zum Vorgänger aber aufgeräumt und ist besser zu lesen. Manöver im All plant ihr wieder, indem ihr auf einer detaillierten Karte des Sonnensystems eure Kreisbahn verändert. Dafür stehen euch verschiedene Werkzeuge zum Vergrößern, Drehen oder Schwenken der Laufbahn zur Verfügung.

Dabei werden der voraussichtliche Kurs und die Auswirkungen von Gravitationsfeldern anderer Himmelskörper einberechnet. Hier wurde viel so belassen wie im Vorgänger. Neueinsteiger müssen sich also erst mal reinfuchsen, was welche Symbole und Flugbahnen bedeuten. Praktisch ist die neue Pause-Funktion, mit der man in Ruhe planen kann. Außerdem werden die Schubzeiten für Manöver jetzt korrekt eingezählt.

Die Steuerung eurer Raumschiffe, hauptsächlich innerhalb der Atmosphäre von Planeten, ist einen Tick verzeihender, bleibt aber dennoch gerne mal störrisch. Vor allem, wenn die Framerate in den Keller geht. Während es im Weltall meist flüssig läuft, wird es auf Planeten und mit mehreren aktiven Antriebsraketen kritisch. Da ging selbst unser Testrechner kurzzeitig in die Knie und der liegt mit einem Ryzen 9 3900X, einer Nvidia RTX 3090 und 32 GB Arbeitsspeicher ein gutes Stück über den empfohlenen Voraussetzungen. Wie die Entwickler selbst sagen, liegt das größtenteils am Early Access. Das Spiel ist schlicht noch weit davon entfernt, fertig zu sein. Mit fortschreitender Entwicklung soll es mehr Optimierung geben.

Für wen lohnt sich das? Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (5) Quelle: Private Division Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (5)

Was uns dann zu der Frage bringt, für wen sich der Early Access von Kerbal Space Program 2 überhaupt lohnt? Schließlich hat man mit dem ersten Teil ein Spiel, das seit über zehn Jahren wachsen und gedeihen konnte. Noch dazu hat sich eine engagierte Modding-Community um das Spiel gebildet. KSP 2 lockt zwar mit zahlreichen coolen Features, die der Vorgänger nicht bietet, von denen fehlt in der aktuellen Early-Access-Fassung allerdings noch jede Spur. Die Roadmap gibt eine ungefähre Richtung vor, doch wann genau das alles kommen soll, ist bisher unklar.

Trotzdem ist der Early Access nicht komplett nutzlos. Im Gegenteil, bekommt man schon einen kleinen Vorgeschmack, was mit der runderneuerten Version alles möglich ist. Die Veränderungen am Interface, die einsteigerfreundlichen Tutorials und die so viel bessere Atmosphäre bilden einen weitaus runderen Einstieg.

Das ist sicher auch für Veteranen mal angenehm, aber vor allem Neueinsteiger und Interessierte, denen der Vorgänger zu rumpelig und trocken ist, werden hier durchaus auf ihre Kosten kommen. Am Ende ist der Early Access von Kerbal Space Program 2 zwar ein großer Schritt für die kleinen Kerbals, aber ein noch ziemlich kleiner für die Menschheit.

  1. Seite 1 Für wen lohnt sich der Early Access
  2. Seite 2 Ein enormer Atmosphärebonus
  3. Seite 3 Zugänglichkeit im Vordergrund
  4. Seite 4 Die Bedienung & die Technik
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