Ein enormer Atmosphärebonus
Special
Mit Kerbal Space Program 2 steht die nächste Generation des Sandbox-Konzepts an. Wir klären, ob sich der Early Access lohnt.
Mit Kerbal Space Program 2 steht die nächste Generation des Sandbox-Konzepts an. Auf der ersten Seite haben wir bereits das Spielprinzip der Sandbox und die schwierige Geschichte des Nachfolgers behandelt. Das Vorgehen des Publishers verlängerte die Entwicklung des Nachfolgers enorm. 2019 angekündigt, wollte man eigentlich 2020 starten, doch erst jetzt ist man bereit für den Early Access. Für Teil zwei nimmt man sich einiges vor. Neben dem erwähnten Fokus auf mehr Zugänglichkeit soll es auch neue Features geben. Ganz prominent sind hiermit das Errichten von Kolonien auf fremden Himmelskörpern, das interstellare Reisen zu neuen Sternensystemen und der Multiplayer, mit dem man sich ein waschechtes Space Race mit Freunden liefern können soll, gemeint.
Dichte Atmosphäre
Leider ist von alledem noch nichts zu sehen. Im Gegenteil fokussiert man sich in der ersten Early-Access-Version ausschließlich auf die Grundmechaniken. Das bedeutet auch, dass sogar ein Großteil an Features fehlt, die im Vorgänger schon lange drin sind. Ihr spielt etwa ausschließlich im Sandbox-Modus, in dem alle verfügbaren Bauteile freigeschaltet sind. Einen Karriere- oder Wissenschaftsmodus gibt es bisher nicht, die Modi sind aber geplant.
Doch kommen wir lieber zu dem Inhalt, der auch in dieser frühen Version schon drinsteckt. Einen der größten Unterschiede erkennt man bereits, wenn man den ersten Blick auf seine Weltraum-Agency wirft: Das sieht alles um einiges hübscher aus als noch im Vorgänger. Klar reißt das Spiel grafisch keine Bäume aus, doch Beleuchtung, Wolkeneffekte und Raumfähren sehen durchweg schick aus.
Ganz allgemein muss man sagen, dass Kerbal Space Program 2 im Hinblick auf die Inszenierung einen enormen Schritt nach vorn macht. Da hilft allein schon der dynamische Soundtrack. Während in der Fahrzeugbauanlage und im Überblick leichte Hintergrundmusik dudelt, schwillt sie zum Raketenstart an und setzt die richtige Stimmung für den Aufbruch ins Unbekannte. Sobald die Schwerelosigkeit erreicht ist, passt sich der Soundtrack mit ruhigen Klängen erneut an und wechselt wieder, sobald ihr Manöver fliegt.
Auch die kleinen Kerbals melden sich regelmäßig zu Wort. So startet ihr nicht einfach nur schnöde die Triebwerke der Rakete, nein, jetzt zählt ein Countdown runter, die Wasserfontänen unterhalb der Startrampe sprühen und schlussendlich erfolgt die Zündung. Der Sound, den man dort hört, stammt sogar von einem echten Raketenstart.
Quelle: Private Division
Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (7)
Auch während der Reise kommen immer wieder Funksprüche mit dem obligatorischen Piepen des Funkgeräts. Das sind zwar alles Kleinigkeiten, aber sie bereichern das Spielerlebnis ungemein und bauen die richtige Atmosphäre für die Weltraummissionen auf. Mangels Karrieremodus setzt man sich die Ziele für diese Missionen noch selbst. Die Möglichkeiten sind jedoch vielfältig.
