Zugänglichkeit im Vordergrund

Special Carlo Siebenhüner
Zugänglichkeit im Vordergrund
Quelle: Private Division

Mit Kerbal Space Program 2 steht die nächste Generation des Sandbox-Konzepts an. Wir klären, ob sich der Early Access lohnt.

Mit Kerbal Space Program 2 steht die neue Generation des Sandbox-Weltraumspiels an. Auf den ersten zwei Seiten haben wir bereits die bewegte Entwicklungsgeschichte des Spiels und die Auswirkungen des grafischen Sprungs behandelt. Im Hinblick auf den Inhalt muss man sich mangels Karriere- oder Wissenschaftsmodus noch selbst beschäftigen. Aktuell steht das gesamte Kerbol-Sonnensystem aus dem Vorgänger zur Verfügung, das ihr frei Schnauze erkunden dürft. Für den Anfang ist es aber auch schon ein großer Erfolg, wenn man es schafft, seine Rakete vom Boden abheben zu lassen und in einen Orbit rund um den Heimatplaneten Kerbin zu bringen.

Der volle Durchblick

Um die Grundkenntnisse des Spiels zu verstehen, liefert die Early-Access-Version von Kerbal Space Program 2 einen ersten Teil des runderneuerten Tutorials. Es gibt natürlich auch im ersten Teil eine umfangreiche Anleitung, doch die hat mit seinen ellenlangen und nicht vertonten Textwüsten auch den Charme einer AGB-Erklärung. In KSP2 sind die Einstiegsmissionen dagegen um ein Vielfaches zugänglicher. Nicht nur gehen sie jeden Schritt des Spiels mit einem durch, sie sind auch voll vertont und zu Beginn jedes neuen Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (3) Quelle: Private Division Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (3) Oberbereichs bekommt man ein stimmiges Video, das Vorgehensweisen anschaulich erklärt.

Im Vergleich zum Vorgänger ist das ein himmelweiter Unterschied und ein unglaublich wichtiges Feature, gerade für Neueinsteiger. Schließlich ist das ganze hier ja wortwörtlich eine Raketenwissenschaft! Einfach wird Kerbal Space Program 2 dadurch aber selbstverständlich nicht. Auch hier setzt man wieder auf ein ausgeklügeltes Physiksystem, das die Gegebenheiten der Planeten und Anziehungskräfte berücksichtigt. Fehler in der Konstruktion werden schnell bestraft.

Gerade deswegen verbringt man auch einen großen Teil der Zeit in der Fahrzeugfertigung. Hier stöpselt ihr euch aus zahlreichen verschiedenen Bauteilen euer Gefährt zusammen. Das muss nicht zwingend eine Rakete sein. Auch Flugzeuge oder sogar Fahrzeuge sind möglich. Später sollen sogar Boote mit dabei sein. Aktuell gibt es noch weniger Teile als im Vorgänger. Mit neuen Tanks für Flüssigwasserstoff ist aber auch neues Material dabei. Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (6) Quelle: Private Division Kerbal Space Program 2: Für wen lohnt sich der Early Access? (6)

Im Baukasten werden sich Kenner des Vorgängers sofort zurechtfinden. Aus mehreren Listen sucht ihr euch die Bauteile raus, die Fragmente klicken durch ein Magnetsystem befriedigend an den passenden Stellen ein. Im neuen Blaupausenmodus betrachtet ihr eure Kreationen im 90°-Winkel von allen Seiten, sowie von oben und unten. Das hilft bei der genauen Ausrichtung der Teile.

Damit ihr wisst, ob es überhaupt Sinn ergibt, was ihr da zusammenbastelt, helfen der Technikbericht und der Reiseplaner - ebenfalls neu mit dabei. Im Technikbericht werden euch die nackten Daten eures Gefährts angezeigt. Höhe, Breite oder Länge, aber vor allem das Verhältnis zwischen Schubkraft und Gewicht. Liegt das unter dem Wert 1, hebt ihr gar nicht erst ab. Gleichzeitig zeigt euch der Reiseplaner an, wie viel Treibstoff ihr für eine Reise zum gewünschten Himmelskörper einplanen müsst. So tastet ihr euch beim Ausbau langsam bis zum fertigen Fahrzeug voran, mit dem ihr euch auf zur Startrampe macht.

  1. Seite 1 Für wen lohnt sich der Early Access
  2. Seite 2 Ein enormer Atmosphärebonus
  3. Seite 3 Zugänglichkeit im Vordergrund
  4. Seite 4 Die Bedienung & die Technik
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