Jurassic World Evolution - Vorschau - Der Park wächst

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Jurassic World Evolution - Vorschau - Der Park wächst
Quelle: Frontier Development

Endlich: Frontier zeigt erstmals Spielszenen aus Jurassic World Evolution. Wir haben das neue Werk der Planet Coaster-Entwickler auf PC gespielt. In unserer Vorschau werfen wir einen Blick auf die Dino-DNAs, stellen den Baumodus vor und verraten, welche Aufgaben euch erwarten. Ein Gameplay-Video wartet ebenfalls auf euch. Der Release steht bereits fest: Das Aufbauspiel erscheint am 12. Juni für PC, PS4 und Xbox One.

Drei Wege und die Spur der DNA

Jurassic World Evolution erzählt eine komplett neue Geschichte, die jedoch an die Charaktere und Ereignisse aus der Filmreihe angelehnt ist. Kurz nach Spielbeginn müssen wir zunächst einen der drei vorgegebenen Pfade wählen: Sicherheit, Entertainment und Forschung. Egal, wofür wir uns entscheiden: Das Gameplay bleibt im Kern das Gleiche, sagen die Entwickler. Allerdings weisen die drei Ausrichtungen verschiedene Missionen und Aufträge auf. Während es im Forschungszweig hauptsächlich darum geht, qualitativ hochwertige und langlebige Dinosaurier zu züchten, liegt der Fokus des Sicherheitspfades im Managen aggressiver und wilder Biester.

"Der Entertainmentweg erinnert hingegen an eine klassische Themenparksimulation", erklären die Entwickler. Wir vermuten, dass uns bei diesem Pfad eine Mischung aus den Bereichen Sicherheit und Forschung erwartet. Die einzelnen Pfade dürften sich positiv auf die Langzeitmotivation auswirken. Zusätzlich erzählen die drei Bereiche die zentrale Story des Spiels, angereichert mit der Lore des Jurassic Park-Universums. Für unser erstes Probespielen haben wir uns für den Sicherheitspfad entschieden, können später aber auch Aufträge aus den anderen Bereichen annehmen. Nach Ansicht der Entwickler eignet sich diese Ausrichtung ideal, um die grundlegenden Spielmechaniken von Jurassic World zu erklären - und auszuprobieren. Unsere Aufgabe ist es, ein Expeditionszentrum zu errichten. Dafür winkt nicht nur eine Belohnung von 10.000 Dollar. Mehr noch: Die Einrichtung erlaubt es uns, Forschungsgruppen in die Welt zu entsenden, um nach Fossilien zu suchen.

Nicht vom Weg abkommen: Um Besucher anzulocken, sollten wir ihnen so viele Dinoarten wie möglich präsentieren.  Quelle: Frontier Developments Nicht vom Weg abkommen: Um Besucher anzulocken, sollten wir ihnen so viele Dinoarten wie möglich präsentieren.  Aus den daraus gewonnenen DNA-Proben züchten wir neue Dinosaurier. Wir schicken das Team los, um das Fossil eines Edmontosaurus auszugraben. Auf einer Weltkarte entdecken wir, dass die Forscher in Kanada suchen sollten. Bis sie das Fossil gefunden und daraus die DNA isoliert haben, erledigen wir eine ganze Reihe anderer Aufgaben. Wir erfahren, dass sich unser Struthiomimus im Grunde pudelwohl fühlt - mit seiner Umgebung ist es zufrieden, ausreichend Wasser ist ebenfalls vorhanden. Auch an Nahrung fehlt es nicht, schließlich haben wir erst kürzlich eine Futterstelle mit frischen Pflanzen im Gehege platziert. Mit einem Punkt ist das Tier jedoch nicht einverstanden: der Einsamkeit.

Um seine Bedürfnisse zu erfüllen, züchten wir kurzerhand ein weiteres Exemplar dieser Dinospezies. Und siehe da: Die beiden finden einander sofort attraktiv, interagieren miteinander, tollen gemeinsam durchs Gehege. Leben haucht dem Park auch der Edmontosaurus ein, den wir nach dem Brutvorgang ebenfalls in das umzäunte Gebiet stecken. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir jedoch noch nicht, dass diese Entscheidung später zu Problemen führt - das Leben findet bekanntlich immer einen Weg ...

Ein Forscher kommt selten allein

Um den Park weiterzuentwickeln, müssen wir aktiv Forschung betreiben. Die fällt in Jurassic World Evolution umfangreich aus. Neben seltenen Fossilien und mutierten Genen investieren wir auch Geld in die Erforschung neuer Gebäude sowie Upgrades, Medikamente und Schutzanlagen. Jede Rubrik besteht aus eigenen Forschungsbäumen, deren Einträge sich mit zunehmendem Spielverlauf freischalten lassen - da scheinen noch jede Menge Aufgaben vor uns zu liegen. Um in unserer vorgegebenen Mission voranzuschreiten, erforschen wir verbesserte Gewehre. Die benötigen wir schon bald für einen Einsatz mit dem Helikopter, der auf unserem neu errichteten ACU-Zentrum bereitsteht.

Seltsam mutet die darauffolgende Anweisung an, doch mal das Tor unseres Dinogeheges zu öffnen. Wir sollen unser Handlungsgeschick als Sicherheitspersonal auf die Probe stellen. Lange dauert es nicht, bis der Edmontosaurus seine Chance ergreift und durch das offene Tor marschiert. Chaos bricht aus, war ja klar! Die Parkbesucher rennen davon, bringen sich in Sicherheit. In Bunkern suchen sie Schutz. Wir klemmen uns flugs hinter das Steuer des Helis und machen den flüchtenden Dino ausfindig. Die Steuerung funktioniert einwandfrei und intuitiv. Mit unserem Scharfschützengewehr schießen wir Betäubungspfeile auf den Dino - nach drei Treffern strecken wir ihn nieder. Wahlweise können wir den gesamten Part auch dem Computer überlassen, der die Steuerung dann voll automatisch übernimmt. Dem anschließend eintreffenden Helikopter befehlen wir, den Dino zurück ins Gehege zu bringen. Wir schließen das Tor und beenden den Auftrag. Durchatmen.

Von den Entwicklern erfahren wir, dass wir durch das Abschließen der Sicherheitsaufträge zusätzliche Gene freischalten können, wodurch wir weitaus bedrohlichere Urzeitlebewesen züchten dürfen. Das dürfte die Besucher freuen - solange die Dinos keine unmittelbare Bedrohung für sie darstellen. Umso wichtiger ist es, funktionierende Umzäunungen zu planen und aufzustellen.

In einem erfolgreich laufenden Dinopark dürfen selbstverständlich auch keine arbeitswilligen Fachkräfte fehlen, schließlich müssen hin und wieder Gebäude und Zaunanlagen gewartet werden. Speziell geschulte Teams aus Rangern bilden wir in der Rangerstation aus. Die Arbeitskräfte reparieren nicht nur Objekte, sondern füllen auch die Nahrungsmittelstellen der Dinos auf und verabreichen kränklichen Tieren wichtige Medikamente. So schnell geht's jedoch nicht: Bevor das Gebäude in Betrieb genommen werden kann, müssen wir uns um zusätzliche Stromerzeugung kümmern - der Saft wird knapp. Weil ein Upgrade des bestehenden Kraftwerkes nur wenig zusätzliche Energie verspricht, bauen wir kurzerhand eine weitere Stromstation. Dabei empfiehlt es sich, derartige für Besucher unspannende Gebäude dezentral zu errichten. Immerhin zahlen die anspruchsvollen Kunden ja fürs Anschauen urzeitlicher Dinos und nicht langweiliger, neumodischer Energieerzeuger. Die Stromanbindung ins bestehende Netz funktioniert auf die aus Aufbauspielen bekannte Weise; das Errichten von Strommasten ist also ebenfalls notwendig, um alle Einrichtungen mit Energie zu versorgen.

Ein Jeep und ein Fotoapparat

In Jurassic World Evolution dürfen wir nicht selbst durch den Park laufen und uns die Attraktionen und Dinos aus nächster Nähe anschauen. Für das neue Aufbauspiel haben sich die Entwickler etwas anderes überlegt. Auf Wunsch setzen wir uns hinter das Steuer eines Jeeps und dürfen auf vier Rädern unseren Park auskundschaften. Das machte in unserer Anspielsession extrem viel Spaß. Wir ertappten uns immer wieder dabei, einfach dem Treiben der einzelnen Dinos zuzuschauen. An der Optik der Besucher und Parkmitarbeiter müssen die Entwickler noch feilen - die sahen in unserer Vorschauversion noch zu eintönig aus. Besondere Momente halten wir per Kamera auf schicken Bildschirmfotos fest - wunderbar! Spezielle Foto-Optionen für zusätzliche Filter oder Effekte entdeckten wir allerdings nicht.

Nach rund einer Stunde endete unsere Anspielsession bereits. Schade, denn gerne hätten wir mehr von Jurassic World Evolution gesehen. Als Nächstes hätten wir vermutlich für das leibliche Wohl unserer Parkbesucher sorgen müssen. Denn neben Schutzräumen, Hotels, Aussichtsplattformen und Vorrichtungen für die Lebendtierfütterung verlangen die Besucher auch nach Imbissbuden und Getränkeständen. Spannend wird noch zu sehen sein, wie die einzelnen Wirtschaftskreisläufe funktionieren - und wie schnell sich die Bedürfnisse der Besucher tatsächlich befriedigen lassen.

Hotels, Aussichtsplattformen, Imbissbuden und vieles mehr: In Jurassic World Evolution tüfteln wir an unserem eigenen Dinowunderland. Quelle: Frontier Developments Hotels, Aussichtsplattformen, Imbissbuden und vieles mehr: In Jurassic World Evolution tüfteln wir an unserem eigenen Dinowunderland. Fest steht: Um den Park erfolgreich abschließen und unser Dinogeschäft auf einer neuen Insel fortsetzen zu können, benötigt unser Dinowunderland eine bestimmte Sternewertung. Wie viel Arbeit das schlussendlich bedeutet, erfahren wir erst, wenn wir Jurassic World Evolution ausführlicher spielen können. Völlig gegen die Wand fahren können wir unseren Park aber scheinbar nicht. Die Entwickler verrieten uns, dass wir im Grunde nur scheitern können, sollten uns die virtuellen Moneten ausgehen. Potenzielle Besucher scheint es daher wohl nicht weiter zu stören, wenn in unserem Park wildgewordene Dinos auf die Jagd nach zweibeinigem Frischfleisch gehen.

Auch wenn unsere Spielzeit stark begrenzt war, so erhielten wir doch einen guten Eindruck vom Spielgeschehen. Jurassic World Evolution vereint klassische Elemente aus dem Genre der Aufbauspiele und kommt mit starker Lizenz. Abzuwarten bleibt, wie die einzelnen Mechaniken des Spiels später ineinandergreifen und ob der Dinomanager auf Dauer unterhält. Das ist auch davon abhängig, welche Grenzen Jurassic World Evolution uns bei der kreativen Freiheit der Parkgestaltung und Dinozüchtung setzt.

Die Dinos sind zurück

Zum Thema Mods hielten sich die Entwickler bedeckt. Gänzlich ausschließen wollten sie eine Unterstützung für Spieleerweiterungen aus der Community aber nicht. Allerdings scheinen wir auf ein Feature verzichten zu müssen, dass wir bei Planet Coaster besonders schätzen: Das Hochladen und Teilen eigens erschaffener Parks und Attraktionen. Dass Letzteres in Jurassic World aufgrund des fehlenden Baukasteneditors ausbleibt, ist nachvollziehbar. Eine Funktion für das Teilen unserer Dinoinsel würden wir allerdings schmerzlich vermissen. Es wäre doch spannend, zu sehen, welche Urzeitkreaturen sich in den Parks anderer Spieler aufhalten. Immerhin ließen die Entwickler durchblicken, dass sie die Arbeiten an Jurassic World Evolution zum Launch nicht für beendet erklären. Auf die Frage nach möglichen Erweiterungen - zusätzliche Dinos, Attraktionen und Accessoires - verwiesen sie uns augenzwinkernd auf die bisherige Frontier-Historie. Spieler von Planet Coaster wissen: DLC-Nachschub mit neuen Fahrgeschäften und Erweiterungen gibt es regelmäßig. Dass Frontier diese Politik für Jurassic World Evolution über Bord wirft, ist wohl unwahrscheinlich.

Das Aufbauspiel kommt am 12. Juni für PC, PS4 und Xbox One in den Handel.

Meinung

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