Jurassic World Evolution erstmals gespielt: Die Dinos sind zurück - Vorschau zum Aufbauspiel
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Endlich: Frontier zeigt erstmals Spielszenen aus Jurassic World Evolution. Wir haben das neue Werk der Planet Coaster-Entwickler auf PC gespielt. In unserer Vorschau werfen wir einen Blick auf die Dino-DNAs, stellen den Baumodus vor und verraten, welche Aufgaben euch erwarten. Ein Gameplay-Video wartet ebenfalls auf euch. Der Release steht bereits fest: Das Aufbauspiel erscheint am 12. Juni für PC, PS4 und Xbox One.
Für Fans der Jurassic Park-Filme hört sich Jurassic World Evolution (jetzt kaufen / 40,49 € ) nach einer Offenbarung an. Im neuen Aufbauspiel von Frontier Developments und den Universal Studios muss ein wirtschaftlich florierender Dinofreizeitpark erstellt werden, der möglichst zahlreiche Besucher anlockt und zufriedenstellt. Die größte Attraktion: die Dinosaurier, die wir auf unserer Insel zum Anfassen nah präsentieren - nur ihre Hände sollten die Besucher möglichst nicht durch die Zäune stecken. Als Planungsbeauftragter schicken wir ständig Forscherteams rund um die gesamte Welt, um alte Fossilien auszugraben und aus der daraus gewonnenen DNA neue Urzeitspezies zu züchten. Schließlich verlangen die Parkbesucher fortlaufend nach neuer Unterhaltung. Was wäre da besser geeignet, als ihnen den König der Dinosaurier präsentieren zu können - den mächtigen T-Rex? Bis es jedoch soweit ist, liegt noch jede Menge Arbeit vor uns.
In diesem Artikel
Dinos in Hollywood
Dass Frontier großes Talent im Bereich des Aufbau- und Managementgenres besitzt, bewies das Entwicklerstudio zuletzt mit dem im November 2016 veröffentlichten Planet Coaster. Der Freizeitparkmanager überzeugte mit einem klasse Editor und einem modularen Bausystem, die nahezu unendliche Möglichkeiten zur Gestaltung eigener Vergnügungsparks erlauben. Jetzt schlagen die Entwickler in eine andere Kerbe - und arbeiten mit Jurassic Word Evolution an einem neuen Managementspiel, das auf einer der berühmtesten Filmreihen Hollywoods fußt. Dabei erinnert das Spielkonzept an das 2003 erschienene Jurassic Park: Operation Genesis, bei dem ebenfalls der Aufbau einer erfolgreich laufenden Dinoinsel im Vordergrund stand.
Quelle: Frontier Developments
Um ausgebrochene Dinos wieder zurück ins Gehege stecken zu können, klemmen wir uns kurzerhand in den Helikopter und verschießen Betäubungspfeile.
Seit der Ankündigung von Jurassic World Evolution zur Gamescom im vergangenen Jahr spekuliert die Jurassic-Park-Community fleißig über den Inhalt des Spiels. Welche Dinos sind dabei? Fällt der Aufbaupart umfangreicher aus als bei Operation Genesis? Und: Was passiert, wenn wildgewordene Dinos aus den Gehegen ausbrechen? Auf einem Event lieferten die Entwickler endlich die ersehnten Antworten - und ließen uns erstmals eine Vorschauversion von Jurassic World Evolution spielen. Als Ort des Geschehens wählten sie die Universal Studios in Hollywood aus. "Für uns zählt Jurassic Park zu den wichtigsten Marken. In diesem Jahr feiert sie ihr 25. Jubiläum", kommentiert Chris Heatherly, Executive Vice President bei Universal Games, zu Beginn der Veranstaltung. Schon bald stünden zwei großartige Ereignisse an: die Veröffentlichungen des neuen Films Jurassic World: Das gefallene Königreich und des Spiels Jurassic World Evolution - beide sind für Juni dieses Jahres geplant.
Ein alter Bekannter
Das Ziel von Frontier ist ambitioniert: "Mit Jurassic World Evolution wollen wir das beste Dinospiel überhaupt erschaffen", erklärt Lead Designer Andrew Fletcher auf der Präsentation. Besonders hebt er die Technik und die künstliche Intelligenz der Urzeittiere hervor. Jeder Dinosaurier sei einzigartig, interagiere eigenständig mit der Umwelt. Ob dem so ist, sollten wir schon wenig später selbst ausprobieren dürfen. Bevor es endlich ans Eingemachte ging und uns die Entwickler das Amt des Dinoparkmanagers übergaben, verkündeten sie eine der größten Neuigkeiten des Tages: Jeff Goldblum ist in Jurassic World Evolution dabei. Per Videonachricht verkündete er seine Rückkehr als Dr. Ian Malcolm im neuen Frontier-Werk.
Jeff Goldblum schlüpfte zum ersten Mal 1993 in Jurassic Park in die Rolle des Dr. Ian Malcolm. Im Juni 2018 erleben ihn Spieler als mittlerweile zur Ikone gewordener Wissenschaftler in Jurassic World Evolution. Eine faustdicke Überraschung! Auf dem Event war Goldblum sogar zugegen, nur zu Gesicht bekamen wir ihn nicht. Der Schauspieler hielt sich in einem für uns unzugänglichen Raum auf und stand ausschließlich ausgewählten US- und UK-Medien für kurze Interviews zur Verfügung. Dieses Hollywood ...
Wie Jurassic World Evolution in Bewegung ausschaut, demonstrierten die Entwickler zunächst anhand einer kurzen Demoversion. Auf dem weltweit ersten Hands-on-Event rückten sie die wesentlichen Funktionen des Spiels in den Vordergrund und luden einen vorgefertigten Spielstand - die anwesenden Journalisten sollten einen Eindruck vom Gameplay gewinnen. Die Produzenten und Designer beginnen die Demo auf Isla Matanceros, der Startinsel von Jurassic World Evolution. Im Spielverlauf erhalten wir Zugriff auf weitere Atolle der Muertes Archipelago. Die aus den Filmen bekannte Inselansammlung der "Five Deaths" ist also auch für den Dinomanager bestätigt - dazu gehören Isla Matanceros, Isla Muerta, Isla Pena, Isla Sorna und Isla Tacaño.
Reif für die Insel
"Jede Insel weist ihre eigenen Besonderheiten auf", erklärt uns Lead Designer Fletcher im Interview. Dabei haben die Entwickler diesmal sogar an ein mehrstufiges Wettersystem gedacht. Entsprechend dürften die Herausforderungen im täglichen Parkbetrieb mit zunehmendem Spielverlauf steigen. Wir könnten uns vorstellen, dass manche Dinos bei regnerischem Wetter schneller erkranken und besondere Fürsorge benötigen. Ob sich das Wetter auf das Gemüt der herumspazierenden Parkbesucher auswirkt, bleibt abzuwarten. Vor eine Herausforderung soll Spieler auch Isla Pena stellen. Die besonders kleine Insel bietet aufgrund ihrer Maße nur begrenzt Möglichkeiten zur Parkgestaltung. Die Anordnung der Attraktionen und Gehege will daher besonders genau überlegt sein.
Quelle: Frontier Developments
Die Raptoren bezeichnen die Entwickler als besonders intelligent. Immerzu versuchen sie, aus unseren Gehegen auszubrechen.
Besonders stolz sind die Entwickler auf die Animationen und Grafiken der Dinosaurier. Die gezeigten Urzeitbiester bewegen sich erhaben durch die Landschaft, laufen zu Futterstellen, trinken Wasser in angelegten Seen - und schauen durch eine modifizierte Version der in Planet Coaster verwendeten Engine noch dazu hübsch aus. Der stufenlose Zoom fehlt selbstverständlich auch bei Jurassic World Evolution nicht. Dadurch können die Urzeitbiester nach Herzenslust aus nächster Nähe beobachtet werden. Das ist auch dringend notwendig, denn jeder Dinosaurier besitzt seine eigenen Bedürfnisse. Die Biester haben Durst, benötigen soziale Interaktionen, können verärgert sein und krank werden - hier warten jede Menge Aufgaben auf Hobbymanager.
"Der Indominus Rex ist besonders gefährlich", stecken uns die Entwickler im Gespräch. Mit dem aus Jurassic World bekannten Fleischfresser ist nicht zu scherzen, sollte er aus seinem Gehege ausbrechen und durchs offene Gelände stromern. Als außerordentlich intelligent bezeichnen die Entwickler hingegen die Raptoren im Spiel. Die sind besonders aufmerksam und suchen fortwährend nach Ausbruchmöglichkeiten. An spielerischen Herausforderungen scheint es im neuen Werk von Frontier also nicht zu mangeln.
In Jurassic World Evolution stehen vor allem die Entwicklung und Weiterentwicklung im Vordergrund. Beide Schlagwörter spielten für die Findung des Spieletitels Evolution übrigens eine große Rolle, wie uns Game Director Michael Brookes im Interview mitteilt. Vernachlässigen sollten wir die Dinos daher lieber nicht: Jede Entscheidung zieht Konsequenzen und große Herausforderungen nach sich. Einen Indominus Rex sollten wir also besser nicht verärgern. Es wäre doch zu schade, würde er aus seinem Gehege ausbrechen und einen kreischenden Besucher nach dem anderen vermampfen. Oder doch? Gezahlt haben sie ja schon ...
Willkommen im Jurassic Park
"Und so beginnt es ... erneut. Die Machenschaften der Ehrgeizigen. Sie spielen mit den Gesetzen der Natur. Was kann schiefgehen?", begrüßt uns Dr. Ian Malcolm beim Anflug auf unsere neue Insel. Der Wissenschaftler hat stets einen flotten Spruch parat und führt uns somit durch unsere Karriere als Dinotycoon. Den Einstieg erleichtert uns das Spiel, indem es erste Gebäude und Infrastrukturen bereits vorgibt. Komplett fertig ist der Park aber noch lange nicht. Damit wir neue Dinos in unserem Ressort präsentieren können, sollen wir zunächst ein Hammond Creation Lab errichten.
Die Einrichtung ist notwendig, um Dinos auszubrüten, zu modifizieren und schließlich in die Welt freizulassen. Im flott zugänglichen und in einzelne Bereiche unterteilten Baumenü finden wir uns schnell zurecht. Anders als in Planet Coaster, wo Gebäude in mühsamer Kleinstarbeit optisch beliebig aufgepeppt werden können, gibt uns Jurassic World Evolution lediglich die fertigen Bauwerke vor. Das Hammond Creation Lab setzen wir auf eine freie Fläche in unserem Park - ein blaues Rechteck nennt uns die perfekte Position. Um das neu errichtete Gebäude in Betrieb nehmen zu können, muss es an das Wegesystem angeschlossen werden. Das ist ruckzuck erledigt. Im Baumenü haben wir zwar viele Möglichkeiten zur Weggestaltung - kurvige Sandwege, lange Kiespfade -, für uns reicht jetzt aber die einfache und kostengünstige Variante.
Quelle: Frontier Developments
Willkommen im Jurassic Park: Für den schnellen Transport unserer Besucher errichten wir ein ausgeklügeltes Einschienenbahnsystem.
Was wir in unserem Park als Nächstes zu erledigen haben, teilt uns unser persönlicher Assistent Cabot Finch regelmäßig per Sprachnachricht mit. Damit endlich Leben in die Bude kommt und die Besucher etwas zu sehen bekommen, sollen wir einen Struthiomimus ausbrüten lassen. Gesagt, getan: Wir wechseln ins Hammond Creation Lab und starten den Brutvorgang des Urzeitbiestes. Das kostet 30.000 Ingame-Dollar. Auf unsere Geldbörse müssen wir anfangs übrigens nicht achten. Wir starten mit einem finanziell dicken Polster von 2,5 Millionen Dollar - das genügt für die ersten Dinos und Gebäude. Später spülen Besucher und das erfolgreiche Abschließen von Missionen weitere Goldtaler in die Kasse.
In der Genomübersicht des Hammond Creation Labs bekommen wir sämtliche Dinos dargestellt, die sich aktuell ausbrüten und in den Park setzen lassen. Anfangs ist die Anzahl noch recht beschränkt, später schalten wir weitere Dinosaurier frei - etwa durch das Ausgraben von Fossilien. Rund 40 Dinoarten sollen im finalen Spiel enthalten sein, steckte uns Entwickler Matthew Florianz, der uns durch die Anspielsession führte. Wer die Deluxe Edition kauft, erhält fünf Dinos mehr als in der Standardversion. Weitere DLCs mit zusätzlichen Sauriern dürften gesetzt sein. Dabei weist jeder Dino seine eigenen Besonderheiten auf. Aus Werten wie Lebensdauer, Attacke und Ausdauer lesen wir ab, wie gut sich das Tier für unseren Park eignet - und ob sich möglicherweise Probleme beim Zusammenleben mit anderen Parkbewohnern ergeben könnten. Bei einem hohen Attackenwert ist der Dino beispielsweise besonders streitfreudig.
Nach dem Brutvorgang setzen wir unseren ersten Dino in das bereits vorhandene Gehege. Genügend Auslauf ist gegeben, am angelegten See findet es Wasser, Zäune stecken das Gebiet ab - die Riesenechse scheint sich wohlzufühlen. Die Animation beim Freilassen des Tieres in den Park ist beeindruckend und zeigt, wie detailliert Frontier die Tiere in Jurassic World Evolution darstellt. Um den neuen Lebensraum weiter zu optimieren, könnten wir neue Bäume pflanzen, die Gewässer erweitern oder die Terraineigenschaften bearbeiten. Das Spiel bietet eine Fülle an Bauoptionen, mit denen sich der eigene Wunschpark nach Belieben errichten lässt.
