Immortals of Aveum: Das steckt hinter EAs spannendem Magie-Shooter!
Special
Mit Immortals of Aveum wollen EA und die Ascendant Studios einen ganz groß inszenierten Ausflug in die Fantasy-Ecke starten. Wir durften als erstes Magazin im deutschsprachigen Raum das Magier-Call-of-Duty anspielen und verraten, ob dieser Ausflug ein Erfolg wird.
Es ist Donnerstag, der 13. April, 18:00 Uhr. Die Vorschau für Immortals of Aveum, Electronic Arts' neuer Magie-Shooter, ist jetzt für alle zu lesen. Bis wir zu diesem Punkt gekommen sind, liegt aber bereits eine wahre Odyssee hinter uns. Eigentlich lud uns Electronic Arts zum Event nach San Francisco ein. Dort hätte uns nicht nur die Golden Gate Bridge erwartet, sondern auch eine Studiotour beim Entwickler Ascendant Studios, eine ausführliche Präsentation, Interviews mit den Entwicklern und die erste Möglichkeit, das Spiel selbst zu spielen. Doch, wie gesagt: "Eigentlich". In Wirklichkeit fiel der Flug aus, das Event fand ohne uns statt und wir standen bedröppelt am Flughafen. Wieso wir jetzt trotzdem eine Vorschau schreiben? Nun, weil EA kurzerhand einen Ersatz auf die Beine stellte. So durften wir die Präsentation online bestaunen, Interviews per Zoom-Meeting halten und selbst das exklusive Anspielen machte man uns im sehr viel näher gelegenen Genf möglich. Einerseits ist das für unsere Berichterstattung natürlich praktisch, andererseits zeugt dieser Einsatz aber auch von sehr viel Selbstvertrauen seitens EA für diese brandneue Marke.
Call of Duty mit Feuerbällen
Quelle: Ascendant Studios / Electronic Arts
Hinter Immortals of Aveum (jetzt kaufen 69,99 € ) steht das Studio Ascendant Studios. Das wurde 2018 von Bret Robbins gegründet, dem Creative Director des originalen Dead Space. Nach Dead Space werkelte er eine Zeit lang bei Sledgehammer an mehreren Call of Dutys. Laut eigenen Aussagen dachte er sich damals schon, wie es wohl wäre, wenn man Helikopter und Raketenwerfer durch Drachen und Feuerbälle ersetzen würde.
Diese Idee will er jetzt mit seinem eigenen Studio umsetzen, für das er einige erfahrene Entwickler gewinnen konnte, die bereits an Telltale-Spielen, aber auch an Call of Duty, Mafia oder Bioshock arbeiteten. Als Partner konnte man sich das Originals-Label von Electronic Arts sichern, das mit Unravel, Wild Hearts oder It Takes Two gerne mal kreative Ideen umsetzt. Letzteres beweist auch, dass man ein gutes Händchen hat, das gelegentlich voll ins Schwarze trifft.
Mit Immortals of Aveum hat man sich nun ebenfalls wieder an ein Experiment gewagt. Nicht nur handelt es sich um eine brandneue Marke, die nicht die Zugkraft eines Call of Duty oder Assassin's Creed besitzt, es macht auch noch ein komplett neues Fantasyuniversum in epischer Breite auf. Darin dreht sich alles um den namensgebenden Kontinent Aveum.
Quelle: Electronic Arts
Das Land ist durchzogen von Magie in Form von riesigen Strömen, die sich über den Kontinent ziehen. Unterschieden werden sie in rote, blaue und grüne Magie. Die Ströme bedeuten Macht und deswegen streiten sich die zwei Nationen Lucium und Rasharn auch in einem ewigen Krieg, bei dem es aber seit Jahrhunderten kein großes Vorankommen auf beiden Seiten gab, um die magischen Gebiete. Das ändert sich, als aufseiten Rasharns der Anführer Sandrakk an die Macht kommt und das Königreich Lucium langsam in die Enge treibt.
Als Spieler übernimmt man die Rolle von Jak. Der ist ein sogenannter "Beschenkter", also jemand, der eigentlich ohne Magie aufgewachsen ist und erst später seine Zauberkräfte entfesselt hat. Noch dazu ist er in der Lage, alle drei Arten der Magie zu kontrollieren. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für das schwächelnde Königreich Lucium und so wird er widerwillig als vermeintlicher Retter in den ewigen Krieg gezogen.
Ihr merkt sicher schon: Das sind eine Menge Namen und Bezeichnungen und wäre man böse, könnte man es auch als generisches Fantasy-Blah abstempeln. Während der Präsentation merkte man aber, dass hinter Immortals of Aveum ein umfangreicher Lore-Unterbau steckt. Auf Nachfrage erklärte uns Bret Robbins im Interview, er habe allein vier Monate in die Kreation der Welt und ihrer Hintergründe gesteckt, bevor er überhaupt angefangen hat, Leute für sein Studio zu suchen. Trotzdem versteift man sich nicht zu sehr auf Fantasy-Geschwurbel in epischer Breite.
