Welche Monitore für Gamer am besten geeignet sind, erfahrt ihr in unserem Hardware-Special. Wir erklären wichtige Begriffe rund um die Technik von Monitoren und geben auch Kauftipps im Preisbereich von 150 bis 300 Euro.
Panel-Arten
Bei Monitoren gibt es unterschiedliche Arten von Panels. LCD und LED sind damit aber nicht gemeint – diese beiden Bezeichnungen beziehen sich bei Monitoren lediglich auf die verwendete Hintergrundbeleuchtung. Denn im Panel selbst sind kleine Kristalle, die sich durch Strom anders ausrichten. Die Hintergrundbeleuchtung strahlt nun Licht in Richtung PC-Nutzer, und je nach dem, wie die Kristalle ausgerichtet sind, kommen andere Farben bei den einzelnen Pixeln des Monitors durch – so entsteht dann ein Gesamtbild. Was wir Mit Panel-Arten hier meinen ist also die Technik bezüglich der Kristalle. Denn hier gibt es wiederum unterschiedliche Verfahren, also unterschiedliche Panel-Arten. Aktuell relevant für bezahlbare Gamer-Monitore sind dabei die Panel-Typen TN, IPS und MVA. Diese drei häufigsten Panel-Typen wollen wir nun näher vorstellen. TN, oder genauer gesagt TN + Film, ist die am weitest verbreitete Panel-Art. Diese Panels sind preiswert herzustellen, und für Spieler besonders wichtig: die Reaktionszeit ist auch bei günstigeren Monitoren schon sehr gering.
Ein Nachteil bei TN-Panels ist allerdings, dass sie keine besonders guten Blickwinkel erlauben. Das soll heißen: wenn man nicht genau vor dem Monitor sitzt, sondern leicht seitlich auf das Display schaut, verändern sich Farbe und Kontrast merkbar. Auch die Darstellung von Grautönen ist bei TN-Panels ein kleiner Schwachpunkt. Da es aber diese Panel-Art schon seit etlichen Jahren gibt, sind die Nachteile inzwischen deutlich abgeschwächt worden. Wer nicht gerade seinen Monitor auch dafür nutzen will, dass Freunde wirklich extrem seitlich vom Display sitzen, für den ist das Blickwinkel-Problem an sich kein relevantes Thema.
Eine weitere Panel-Art sind MVA-Panels. Diese bieten im Vergleich zu TN-Panels einen extrem guten Blickwinkel und sehr gute Kontrastwerte. Besonders zum Einsatz kommen solche Panels bei Bildbearbeitung und ähnlichen Tätigkeiten, für Spiele sind sie aber
Quelle: Iiyama
iiyama XB2380HS
nicht so gut geeignet, da ihre Reaktionszeit nicht sonderlich schnell ist. Samsung hat die Technologie weiterentwickelt unter dem Namen PVA. In letzter Zeit immer beliebter werdeb IPS-Panels, die auch mehr und mehr zu günstigen Preisen in den Handel kommen. In Sachen Kontrast sind IPS-Panels den MVA-Panels etwas unterlegen, dafür sind IPS-Panels reaktionsschneller, aber nicht so schnell wie TN-Panels – zumindest wenn es um den gleichen Preisbereich geht. IPS-Panels punkten aber im Vergleich zur TN-Technik in Sachen Bildqualität und Blickwinkel. Ein Nachteil von IPS-Panels ist der Strombedarf, denn technologiebedingt benötigen IPS-Panels eine stärkere Hintergrundbeleuchtung. All diese Vor- und Nachteile gelten natürlich eher prinzipiell gesehen – im Einzelfall kann natürlich auch mal ein Monitor mit IPS-Panel sogar besser zum Spielen geeignet sein als ein anderer mit TN-Panel.
In einem ähnlichen Preisbereich kann man aber davon ausgehen, dass die Vor- und Nachteile der Technologien sich entsprechend bemerkbar machen – vor allem unter 200 Euro sollte man im Zweifel eher zu einem TN-Panel greifen, wenn man eine sehr gute Spielefähigkeit haben möchte. Nur wenn die Bildqualität einem wirklich sehr wichtig ist und man auch kleinere Abstriche bei der Spieleeignung in Kauf nimmt, sind auch jetzt schon viele IPS-Panels unter 200 Euro eine Option.
