Grafikkarten: Anti-Aliasing

Special Antonio Funes
Grafikkarten: Anti-Aliasing
Quelle: Screenshot Antonio Funes

Da es bei Grafikkarten seit Monaten einen Mangel und damit verbundene hohe Preise gibt, scheuen viele einen Neukauf. Doch die Spiele werden weiterhin immer fordernder, was die Hardware-Voraussetzungen angeht. Daher geben wir Tipps rund um das Grafiktuning von Spielen und erklären, was resizable BAR ist. Außerdem bieten wir eine aktuelle Übersicht des Grafikkartenmarktes.

Das Anti-Aliasing oder auch AA sorgt dafür, dass Kanten und gerade Linien in der Grafik nicht zu pixelig wirken. Geht beispielweise die Kante einer Mauer quer durch das Bild und trifft dabei auf einen Hintergrund, der bei der Farbe deutlich abweicht (zum Beispiel eine dunkle Wand vor einem strahlend blauen Himmel), kann die Kante im Extremfall wirken, als sei sie eine filigrane Treppe. Die dunklen Pixel der Mauer beißen sich enorm mit dem hellen Blau des Himmels. Dies sieht unschön aus und verpasst der Grafik eine pixelige Optik.

Anti-Aliasing

Durch AA werden für die Pixel um die Kante der Mauer herum die Farben neu berechnet, so dass der Übergang zwischen Kante und Himmel deutlich weicher ausfällt. Man sieht mit einem guten AA dann am Ende keine Pixel und "Treppen" mehr, außer man zoomt absichtlich extrem nah heran. Im Grunde genommen weicht AA die Kante ein wenig auf, und zwar im Idealfall so weit, dass der Treppeneffekt verhindert wird, aber nicht so drastisch, als dass die Kante verschwimmen oder unscharf wird.

Es gibt dabei mehrere Methoden für AA - wichtig zu wissen ist, dass die meisten Spiele nur ein oder zwei AA-Typen anbieten, zwischen denen man wählen kann. Manche Games, wie zum Beispiel Cyberpunk, setzen gar auf eine komplett in der Engine fixierte Methode, zu der der Spieler in den Grafikoptionen nichts verstellen kann. Die folgenden vier AA-Techniken wollen wir beispielhaft nennen:

  • Bei FXAA wird vergleichsweise wenig Leistung benötigt, allerdings ist das Ergebnis auch im Vergleich nicht so gut. Die Treppeneffekte werden zwar recht ordentlich beseitigt, aber es kann auch oftmals etwas zu unscharf und verschwommen wirken. Insbesondere dann, wenn andere AA-Arten zu viel Leistung vom PC abknüpfen, ist FXAA aber eine gute Alternative. TXAA wiederum kann ebenfalls zu einem verschwommenen Bild führen, kann aber die Kanten häufig etwas besser glätten als FXAA. TXAA verwendet dabei mehr Ressourcen der Grafikkarte.
  • Das vermutlich beliebteste und weit verbreitete Verfahren ist MSAAA. Hier gibt es eine Kombination aus mehreren Berechnungspfaden, die auch eine Glättung der Objekt-Polygone beinhaltet. Bei MSAA gibt es typischerweise auch die Option, in den Grafikeinstellungen zwischen den Stufen 2x, 4x und 8x auszuwählen - dies macht MSAA auch so beliebt, da man die Intensität an die Leistung des PCs anpassen kann. Bei vielen Spielen steht im Grafikmenü auch überhaupt nicht explizit beschrieben, dass es um MSAA geht, sondern es ist allgemein von "Kantenglättung" oder "Anti-Aliasing" die Rede, und ihr könnt dann zwischen den drei Stufen sowie "aus" oder "deaktiviert" wählen.
  • Die Methode, für die am meisten Leistung benötigt wird, ist SSAA. Dabei wird die Grafik intern mit einer höheren Auflösung berechnet, so dass im wahrsten Sinne des Wortes ein besseres Bild entsteht - danach wird die Auflösung auf die heruntergerechnet, die man für seinen Monitor nutzen will. Durch die zusätzlichen Informationen des zuvor berechneten hochauflösenderen Bildes entsteht in der Summe ein Ergebnis mit sehr gut geglätteten Kanten und wenig ungewollten Unschärfeeffekten.

Hier ein Vergleichsbild aus Grand Theft Auto V zum Thema AA, das ihr am besten per Rechtsklick in einem eigenen Tab öffnet:
FXAA MSAA bei GTA V Quelle: FXAntonio Funes Beispiel GTA V: Vor allem das Bild ganz links, in dem gar keine AA-Technik aktiv ist, zeigt unschöne Treppeneffekte. Auf der nächsten Seite geht es um die Auflösung eines Spiels und rBAR.

  1. Seite 1 Grafikkarten: Grafiktuning und Voreinstellungen
  2. Seite 2 Grafikkarten: Anti-Aliasing
  3. Seite 3 Grafikkarten: Auflösung und resizable BAR
  4. Seite 4 Grafikkarten: Aktueller Markt und Übersicht
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