Gaming-PCs: Vier Gaming-PCs ohne Grafikkarte
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Wegen der extrem hohen Preise für Grafikkarten ist es enorm schwer, sich einen PC zusammenzustellen. Wir haben daher vier Konfigurationen ohne Grafikkarte erstellt, die als Basis für eure alte oder auch, wenn ihr das nötige Geld habt, neue Grafikkarte dienen. Außerdem geben wir allgemeine Tipps zum Zusammenstellen und blicken wir auf den Grafikkarten-Markt.
Vier Gaming-PCs ab 485 Euro (ohne Grafikkarte)
Unsere vier PCs basieren auf vier verschiedenen CPUs. Entsprechend der CPU ist dann auch der Rest des PCs etwas üppiger ausgestattet. Trotzdem könnt ihr auch zum Beispiel den günstigsten PC mit der schwächsten nehmen, dort aber eine Top-CPU einbauen und vielleicht auch mehr SSD- und Festplattenspeicher hinzunehmen. Umgekehrt könntet ihr auch den teuersten PC nehmen, aber bei der CPU ein bis zwei Stufen tiefer greifen oder eine kleinere SSD und Festplatte wählen. Einzig zu beachten ist, dass bei einem Intel-PC der Prozessor ein Modell mit einem K im Namen sein muss, wenn man übertakten möchte. Außerdem benötigt man noch ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz, was ihr am Modellnamen der Hauptplatine erkennen könnt.
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Quelle: MSI
MSI B550 A Pro - mit einem solchen Mainboard kann man einen Ryzen-Prozessor schon recht gut übertakten.
Bei AMD ist ein Übertakten grundsätzlich immer möglich - ein solideres Mainboard eröffnet aber mehr Optionen und Stabilität, so dass bessere Ergebnisse drin sind. Hier nun unsere vier Vorschläge, von denen wir je zwei in einem eigenen Abschnitt vorstellen.
Zwei PCs für 485 und 750 Euro (ohne Grafikkarte)
Die zwei ersten PCs kosten ohne Grafikkarte 485 und 750 Euro. Für den günstigeren PC setzen wir auf einen nicht-übertaktbaren Core i5. Das F im Namen weist darauf hin, dass die CPU keine IGP, also keine eigene Grafikeinheit hat. Somit sparen wir ein paar Euro. Der neuere Core i5-11400KF ist etwas schneller, aber auch teurer. Außerdem gibt es noch bis zur Preisgrenze von 300 Euro weitere Core i5-Modelle, den 10600 und 11600, beide auch als F-Variante oder als übertaktbare K- oder KF-Version. Beim teureren PC nehmen wir einen Ryzen 7, der mehr Kerne und Threads bietet und auch insgesamt schneller in Spielen ist. Eine günstigere Alternative mit sechs Kernen und 12 Threads ist der Ryzen 5 3600 für 170 Euro, eine teurere und schnellere Alternative findet ihr als CPU der Wahl in unserem dritten PC - doch hier zuerst die PCs Nummer 1 und 2 in einer tabellarischen Übersicht:
| Komponente | Auswahl PC Nummer 1 | Preis | Auswahl PC Nummer 2 | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Intel Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz) | 150 Euro | AMD Ryzen 7 3700X (8x 3,6-4,4 GHz) | 260 Euro | |
| Mainboard | ASRock H510M-HVS | 75 Euro | MSI B550-A Pro | 120 Euro | |
| RAM | 2x8GB Patriot Viper 4 DDR4-3200 | 80 Euro | 2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3200 | 85 Euro | |
| SSD | Kingston A400 480GB | 45 Euro | SanDisk Ultra 3D 1000GB | 90 Euro | |
| HDD | Toshiba DT01ACA 1000GB | 35 Euro | Western Digital WD Blue 2000GB | 50 Euro | |
| Gehäuse | BitFenix Nova | 35 Euro | Fractal Design Focus G | 50 Euro | |
| Kühler | LC-Power Cosmo Cool 120 | 20 Euro | Scythe Kotetsu Mark II | 35 Euro | |
| Netzteil | Seasonic S12III 550 Watt | 45 Euro | FSP Hydro Pro 600 Watt | 60 Euro | |
| Gesamtpreis ohne Grafikkarte | 485 Euro | Gesamtpreis ohne Grafikkarte |
Anhand der aktuellen Grafikkarten-Preise muss man also leider schon beim ersten PC mit einem Preis von 700 bis 800 Euro rechnen, selbst wenn man nur eine Nvidia GeForce GTX 1650 einbauen will.
Mit einer ordendtlichen, für WQHD geeigneten Grafikkarte muss man mit Aufpreisen ab etwa 550 Euro (RTX 2060) rechnen, wenn es keine gebrauchte Grafikkarte sein soll - der zweite PC würde dann also etwa 1300 Euro kosten.
Zwei PCs für 975 und 1225 Euro (ohne Grafikkarte)
Die CPUs der beiden teureren PCs sind sich sehr ähnlich - der Intel Core i7 ist ein klein wenig schneller als der Ryzen 5 5600X. Bei AMD könnte man auch den schnelleren Ryzen 7 5800X (415 Euro) nehmen, der zudem noch mehr Kerne hat. Bei Intel wiederum gibt es in dem Preisbereich auch die nicht übertaktbaren Varianten des Core i9-11900 - wir präferieren aber den Core i7, da man ihn übertakten kann, und spendieren dazu auch passende Partner (Mainboard, RAM und CPU-Kühler). Auch für den AMD-PC haben wir Übertakter-Komponenten als Support für die CPU. Den Intel-PC haben wir insgesamt etwas opulenter ausgestattet - man könnte aber genauso gut das Mainboard und die CPU des AMD-PCs in den teureren PC einbauen. So sehen die beiden PCs aus:
| Komponente | Auswahl PC Nummer 3 | Preis | Auswahl PC Nummer 4 | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | AMD Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) | 310 Euro | Intel Core i7-11700KF | 390 Euro | |
| Mainboard | Asus ROG Strix B550-E Gaming | 220 Euro | Gigabyte Z590 Aorus Elite AX | 250 Euro | |
| RAM | 2x8GB Kingston HyperX Fury DDR4-3600 | 85 Euro | 2x16GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 | 175 Euro | |
| SSD | ADATA XPG SX8200 Pro 1000GB | 110 Euro | Corsair Force MP600 Core 1000GB | 145 Euro | |
| HDD | Toshiba P300 Desktop 3000GB | 65 Euro | Seagate BarraCuda Compute 4TB | 80 Euro | |
| Gehäuse | Sharkoon TG5 | 65 Euro | Corsair 4000D Airflow | 90 Euro | |
| Kühler | Thermalright Macho Rev. C | 50 Euro | Arctic Liquid Freezer II 240 | 75 Euro | |
| Netzteil | be quiet System Power 9 CM 700W | 70 Euro | Sharkoon Silentstorm Cool 650W | 100 Euro | |
| Gesamtpreis ohne Grafikkarte | 975 Euro | Gesamtpreis ohne Grafikkarte | 1295 Euro |
Für die CPUs der beiden PCs wären Grafikkarten-Modellseren ab der Nvidia GeForce RTX 3060 Ti und AMD RX 6700 XT angemessen. Leider ist hier unter 800 Euro aktuell nichts zu machen, und die RTX 3060 Ti ist derzeit gar nicht lieferbar. Zur Erinnerung: Nvidias Bolide kostete bei Release ab 400 Euro, die RX 6800 XT ab 480 Euro. Bei gebrauchten Grafikkarten ist die Nvidia RTX 2070 Super oder besser zu nennen, wobei man die PCs auch durchaus gut mit etwas schwächeren Grafikkarten wie der RTX 2060 (Super) oder einer AMD RX 5700 (XT) kombinieren kann. Selbst wer eine noch schwächere Grafikkarte hat und sie weiterverwenden will, hat von den beiden sehr guten CPUs und der Restausstattung der PCs durchaus Vorteile.
