Gaming-PCs: Vier Gaming-PCs ohne Grafikkarte

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Vier Gaming-PCs ohne Grafikkarte
Quelle: Corsair

Wegen der extrem hohen Preise für Grafikkarten ist es enorm schwer, sich einen PC zusammenzustellen. Wir haben daher vier Konfigurationen ohne Grafikkarte erstellt, die als Basis für eure alte oder auch, wenn ihr das nötige Geld habt, neue Grafikkarte dienen. Außerdem geben wir allgemeine Tipps zum Zusammenstellen und blicken wir auf den Grafikkarten-Markt.

Vier Gaming-PCs ab 485 Euro (ohne Grafikkarte)

Unsere vier PCs basieren auf vier verschiedenen CPUs. Entsprechend der CPU ist dann auch der Rest des PCs etwas üppiger ausgestattet. Trotzdem könnt ihr auch zum Beispiel den günstigsten PC mit der schwächsten nehmen, dort aber eine Top-CPU einbauen und vielleicht auch mehr SSD- und Festplattenspeicher hinzunehmen. Umgekehrt könntet ihr auch den teuersten PC nehmen, aber bei der CPU ein bis zwei Stufen tiefer greifen oder eine kleinere SSD und Festplatte wählen. Einzig zu beachten ist, dass bei einem Intel-PC der Prozessor ein Modell mit einem K im Namen sein muss, wenn man übertakten möchte. Außerdem benötigt man noch ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz, was ihr am Modellnamen der Hauptplatine erkennen könnt.

MSI B550 A Pro - mit einem solchen Mainboard kann man einen Ryzen-Prozessor schon recht gut übertakten. Quelle: MSI MSI B550 A Pro - mit einem solchen Mainboard kann man einen Ryzen-Prozessor schon recht gut übertakten. Bei AMD ist ein Übertakten grundsätzlich immer möglich - ein solideres Mainboard eröffnet aber mehr Optionen und Stabilität, so dass bessere Ergebnisse drin sind. Hier nun unsere vier Vorschläge, von denen wir je zwei in einem eigenen Abschnitt vorstellen.

Zwei PCs für 485 und 750 Euro (ohne Grafikkarte)

Die zwei ersten PCs kosten ohne Grafikkarte 485 und 750 Euro. Für den günstigeren PC setzen wir auf einen nicht-übertaktbaren Core i5. Das F im Namen weist darauf hin, dass die CPU keine IGP, also keine eigene Grafikeinheit hat. Somit sparen wir ein paar Euro. Der neuere Core i5-11400KF ist etwas schneller, aber auch teurer. Außerdem gibt es noch bis zur Preisgrenze von 300 Euro weitere Core i5-Modelle, den 10600 und 11600, beide auch als F-Variante oder als übertaktbare K- oder KF-Version. Beim teureren PC nehmen wir einen Ryzen 7, der mehr Kerne und Threads bietet und auch insgesamt schneller in Spielen ist. Eine günstigere Alternative mit sechs Kernen und 12 Threads ist der Ryzen 5 3600 für 170 Euro, eine teurere und schnellere Alternative findet ihr als CPU der Wahl in unserem dritten PC - doch hier zuerst die PCs Nummer 1 und 2 in einer tabellarischen Übersicht:

Komponente Auswahl PC Nummer 1 Preis   Auswahl PC Nummer 2 Preis
CPU Intel Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz) 150 Euro   AMD Ryzen 7 3700X (8x 3,6-4,4 GHz) 260 Euro
Mainboard ASRock H510M-HVS 75 Euro   MSI B550-A Pro 120 Euro
RAM 2x8GB Patriot Viper 4 DDR4-3200 80 Euro   2x8GB G.Skill Aegis DDR4-3200 85 Euro
SSD Kingston A400 480GB 45 Euro   SanDisk Ultra 3D 1000GB 90 Euro
HDD Toshiba DT01ACA 1000GB 35 Euro   Western Digital WD Blue 2000GB 50 Euro
Gehäuse BitFenix Nova 35 Euro   Fractal Design Focus G 50 Euro
Kühler LC-Power Cosmo Cool 120 20 Euro   Scythe Kotetsu Mark II 35 Euro
Netzteil Seasonic S12III 550 Watt 45 Euro   FSP Hydro Pro 600 Watt 60 Euro
  Gesamtpreis ohne Grafikkarte 485 Euro   Gesamtpreis ohne Grafikkarte  

Anhand der aktuellen Grafikkarten-Preise muss man also leider schon beim ersten PC mit einem Preis von 700 bis 800 Euro rechnen, selbst wenn man nur eine Nvidia GeForce GTX 1650 einbauen will.

Mit einer ordendtlichen, für WQHD geeigneten Grafikkarte muss man mit Aufpreisen ab etwa 550 Euro (RTX 2060) rechnen, wenn es keine gebrauchte Grafikkarte sein soll - der zweite PC würde dann also etwa 1300 Euro kosten.

Zwei PCs für 975 und 1225 Euro (ohne Grafikkarte)

Die CPUs der beiden teureren PCs sind sich sehr ähnlich - der Intel Core i7 ist ein klein wenig schneller als der Ryzen 5 5600X. Bei AMD könnte man auch den schnelleren Ryzen 7 5800X (415 Euro) nehmen, der zudem noch mehr Kerne hat. Bei Intel wiederum gibt es in dem Preisbereich auch die nicht übertaktbaren Varianten des Core i9-11900 - wir präferieren aber den Core i7, da man ihn übertakten kann, und spendieren dazu auch passende Partner (Mainboard, RAM und CPU-Kühler). Auch für den AMD-PC haben wir Übertakter-Komponenten als Support für die CPU. Den Intel-PC haben wir insgesamt etwas opulenter ausgestattet - man könnte aber genauso gut das Mainboard und die CPU des AMD-PCs in den teureren PC einbauen. So sehen die beiden PCs aus:

Komponente Auswahl PC Nummer 3 Preis   Auswahl PC Nummer 4 Preis
CPU AMD Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) 310 Euro   Intel Core i7-11700KF 390 Euro
Mainboard Asus ROG Strix B550-E Gaming 220 Euro   Gigabyte Z590 Aorus Elite AX 250 Euro
RAM 2x8GB Kingston HyperX Fury DDR4-3600 85 Euro   2x16GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 175 Euro
SSD ADATA XPG SX8200 Pro 1000GB 110 Euro   Corsair Force MP600 Core 1000GB 145 Euro
HDD Toshiba P300 Desktop 3000GB 65 Euro   Seagate BarraCuda Compute 4TB 80 Euro
Gehäuse Sharkoon TG5 65 Euro   Corsair 4000D Airflow 90 Euro
Kühler Thermalright Macho Rev. C 50 Euro   Arctic Liquid Freezer II 240 75 Euro
Netzteil be quiet System Power 9 CM 700W 70 Euro   Sharkoon Silentstorm Cool 650W 100 Euro
  Gesamtpreis ohne Grafikkarte 975 Euro   Gesamtpreis ohne Grafikkarte 1295 Euro

Für die CPUs der beiden PCs wären Grafikkarten-Modellseren ab der Nvidia GeForce RTX 3060 Ti und AMD RX 6700 XT angemessen. Leider ist hier unter 800 Euro aktuell nichts zu machen, und die RTX 3060 Ti ist derzeit gar nicht lieferbar. Zur Erinnerung: Nvidias Bolide kostete bei Release ab 400 Euro, die RX 6800 XT ab 480 Euro. Bei gebrauchten Grafikkarten ist die Nvidia RTX 2070 Super oder besser zu nennen, wobei man die PCs auch durchaus gut mit etwas schwächeren Grafikkarten wie der RTX 2060 (Super) oder einer AMD RX 5700 (XT) kombinieren kann. Selbst wer eine noch schwächere Grafikkarte hat und sie weiterverwenden will, hat von den beiden sehr guten CPUs und der Restausstattung der PCs durchaus Vorteile.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Einleitung und Grafikkartenmarkt
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Grafikkarten-Preisanstieg ausgleichen
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Allgemeine Tipps zum Zusammenstellen
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Vier Gaming-PCs ohne Grafikkarte
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