PC-Aufrüsten: Sieben Aufrüst-Kits mit AMD- und Intel-CPUs
Special
In unserem Special dreht sich alles um das Aufrüsten oder den Neubau eines PCs. Wir erklären euch, wie ihr die wichtigen Bauteile eines PCs in das Gehäuse einbaut: Netzteil, Mainboard, CPU, Kühler, RAM, Laufwerke und natürlich auch die Grafikkarte. Zudem haben wir sieben Aufrüstkits bestehend aus CPU, Mainboard und RAM ab 205 Euro zusammengestellt.
7 Aufrüst-Kits ab 205 Euro
Wir haben nun noch sieben Kombinationen aus CPU, Mainboard und RAM für euch zusammengestellt. Egal, ob ihr in Sachen CPU euren PC modernisieren wollt oder ob ihr auch die Grafikkarte aufrüsten möchtet oder gar einen komplett neuen PC zusammenbauen wollt: Alle Kits dienen als gute Grundlage für einen starken Spiele-PC, wobei die teureren Varianten mehr Leistung bieten. AMD stellt aktuell das klar bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, weswegen wir vier Kits mit AMD-CPU und nur drei mit Intel-Prozessoren vorbereitet haben. In allen Fällen gilt, dass ihr natürlich auch andere Mainboards und RAM-Modelle zur CPU wählen könnt - unsere Kits sind Vorschläge, bei denen es in Sachen Preis-Leistung zusammenpasst und Mainboard sowie RAM auch für die jeweilige CPU angemessen sind.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Aufrüsten: Vorbereitung, Netzteil einbauen
- Seite 2 PC-Aufrüsten: Mainboard einbauen
- Seite 3 PC-Aufrüsten: CPU, Kühler und RAM einbauen
- Seite 4 PC-Aufrüsten: Grafikkarte und Laufwerke, Vorwort zu den Aufrüst-Kits
- Seite 5 PC-Aufrüsten: Sieben Aufrüst-Kits mit AMD- und Intel-CPUs
- Seite 6 Bildergalerie
Allerdings könnt ihr, wenn ihr nicht übertakten wollt und vom Mainboard keine besonderen Features erwartet, auch eine starke CPU wählen und diese bewusst lediglich mit dem Mainboard aus dem Low-Budget-Kit verbinden. Wichtig: Ein guter CPU-Kühler ist nie verkehrt, zum Übertakten ist in jedem Falle ein Modell ab etwa 40 Euro zu empfehlen. Falls ihr einen alten Kühler übernehmen und auf AMD Sockel AM4 setzen möchtet, informiert euch bitte vorher, ob man noch einen neuen Adapter beziehungsweise ein anderes Montageset benötigt, damit es funktioniert.
Vier AMD-Aufrüst-Kits
Wir beginnen mit den AMD-Varianten, die schon ab 205 Euro zu haben sind. Die Varianten wollen wir zuerst in einer Tabelle zusammenfassen:
| Aufrüstkit | CPU | Mainboard | RAM | Geamtpreis etwa |
|---|---|---|---|---|
| AMD Low-Budget | Ryzen 5 1600 (6x 3,2 bis 3,6 GHz, 12 Treads), 100 Euro | MSI B450M Pro-VDH Max, 70 Euro | 1x8GB Crucial Ballistix Sport LT DDR4-3000, 35 Euro | 205 Euro |
| AMD Mittelklasse | Ryzen 7 2700 (8x 3,2 bis 4,1 GHz, 16 Threads), 150 Euro | ASRock B450 Steel Legend, 100 Euro | 2x8GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3000, 70 Euro | 320 Euro |
| AMD Oberklasse | Ryzen 5 3600 (6x 3,6 bis 4,2 GHz, 12 Threads), 175 Euro | MSI MPG X570 Gaming Plus, 170 Euro | 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200, 75 Euro | 420 Euro |
| AMD High-End | Ryzen 7 3700X (8x 3,6 bis 4,4 GHz, 16 Threads), 310 Euro | Asus ROG Strix X570-E Gaming, 300 Euro | 2x15GB G.Skill Trident Z Neo CL16 DDR4-3600, 205 Euro | 815 Euro |
Beim Low-Budget-Kit verwenden wir nur 8GB RAM - wir empfehlen, relativ zeitnah einen weiteren Riegel einzubauen oder aber direkt auf zwei 8GB-Riegel zu setzen. Die CPU stammt aus der ersten Ryzen-Generation, ist aber dank ihrer 12 Threads auch "zukunftssicher", obgleich neuere Ryzen-Prozessoren mit den gleichen Taktwerten mehr Leistung herausholen.
Quelle: PC Games Hardware
Seit Monaten ein Preis-Leistungs-Burner: der AMD Ryzen 5 3600 für 175 Euro. Selbst zu einem doppelt so hohen Preis gewinnt man nur etwa 10 Prozent Gaming-Power.
Beim Mittelklasse-Kit gilt: Wer selten mehrere Anwendungen gleichzeitig nutzt, ist mit dem Ryzen 5 3600 aus dem Oberklasse-Kit (welches ein besseres Mainboard beinhaltet) besser bedient. Der Ryzen 5 3600 hat aktuell das klar beste Preis-Leistungs-Verhältnis für einen Gaming-PC auf dem kompletten Hardwaremarkt (Intel eingeschlossen). Die High-End-Variante unserer AMD-Kits ist nicht wirklich das stärkste, was AMD derzeit bietet. Wir nennen es trotzdem "High-End", da auch deutlich teurere CPUs als der Ryzen 7 3700X nicht nennenswert stärker sind. So oder so lohnt sich die CPU aber nur für Nutzer, die oft mehrere Anwendungen parallel laufen lassen - ansonsten ist man mit dem Ryzen 5 3600 bestens bedient, den man selbstverständlich auch mit den 32GB-RAM und dem Übertakter-Mainboard aus dem High-End-Kit verbinden kann.
Drei Intel-Aufrüst-Kits
Zu Intel sollte man aktuell nur als Fan der Firma greifen, oder aber wenn man für ein wenig mehr Spieleleistung bereits ist, einen hohen Aufpreis zu zahlen. Denn der Intel Core i7-8700K sowie der i7-9700K (letzterer steckt in unserem Oberklasse-Kit) sind in Games etwas schneller als der Ryzen 5 3600, kosten aber deutlich mehr. Für Übertakter gilt bei Intel: Nur CPUs mit einem K im Modellnamen können problemlos übertaktet werden, zudem ist dafür dann auch ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz nötig - letzteres geht stets aus dem Namen des Mainboards hervor. Hier nun unsere Kit-Vorschläge mit Intel-CPUs:
| Aufrüstkit | CPU | Mainboard | RAM | Geamtpreis etwa |
|---|---|---|---|---|
| Intel Low-Budget | Core i5-9400F (6x 2,9 bis 4,1 GHz, 6 Threads), 155 Euro | Asus Prime H310M-K R2.0, 60 Euro | 1x8GB Crucial DIMM 8GB DDR4-2666, 35 Euro | 250 Euro |
| Intel Mittelklasse | Core i5-9660KF (6x 3,7 bis 4,6 GHz, 6 Threads), 200 Euro | Gigabyte Z390 Gaming X, 135 Euro | 2x8GB Crucial Ballistix Sport LT DDR4-3000, 70 Euro | 405 Euro |
| Intel Oberklasse | Core i7-9700K (8x 3,6 bis 4,9 GHz, 8 Threads), 400 Euro | MSI MPG Z390 Gaming Pro Carbon, 200Euro | 2x8GB Patriot Viper 4 DDR4-3200 CL16, 80 Euro | 680 Euro |
Im günstigsten Vorschlag steckt ein Core i5-9400F (das F steht dafür, dass die CPU keine eigene IGP, also interne Grafikeinheit hat) auf einem günstigen Einsteiger-Mainboard von Asus - wie auch beim AMD-Low-Budget-Kit setzen wir auf nur 8GB RAM, die man aber für wenig Aufpreis auf 16GB erweitern kann. Ebenfalls eine F-CPU, bei der allerdings der Zusatz K auch eine Übertaktbarkeit ausdrückt, steckt im Mittelklasse-Kit. Da man die CPU übertakten kann, wählen wir ein solides Z390-Mainboard. Das Oberklasse-Kit von Intel setzt auf den schnellen und übertaktbaren Core i7-9700K, dem wir ein etwas höherwertigeres Übertakter-Mainboard zur Seite stellen als bei der Mittelklasse-Variante. Ein "High-End"-Kit möchten wir bei Intel nicht nennen, da hier nur noch der Core i9-9900 (480 Euro) und i9-9900K (530 Euro) in Frage kommen. Beide CPUs machen wenig Sinn, denn selbst der Core i9-9900K ist in Games keine fünf Prozent schneller als ein Core i7-9700K, und auch im Multicore-Einsatz ist der 230 Euro günstigere AMD Ryzen 7 3700X so gut gar nicht im Nachteil - lediglich wer durch Tests weiß, dass eine ganz bestimmte für ihn wichtige Anwendung von einem Core i9 mehr profitiert als von einem modernen AMD Ryzen 7, kann hier zugreifen.
