Steam-Box selber gebaut: Fortsetzung ITX-Gamer-HTPC ab 500 Euro

Special Antonio Funes

Gerüchte über eine Steam-Box, eine Mischung aus PC und Konsole des Steam-Betreibers Valve, der für Steam-basierte PC-Spiele genutzt werden kann, machten in diesen Tagen Schlagzeilen. Doch einen für moderne PC-Games ausreichend starken kleinen Wohnzimmer-PC kann man auch selber zusammenstellen - wir haben dies in unserem Special für euch getan und geben Kauftipps.

Wir bestücken das Mainboard mit dem sehr günstigen Intel Pentium G630 – der Prozessor Scythe Shuriken Quelle: Scythe Scythe Shuriken ist zwar nur ein Dualcore mit2,7 Gigahertz Takt pro Kern, leistet aber in den meisten Spielen trotzdem so viel wie ein moderner Quadcore-Prozessor von AMD wie der AMD X4 955 – somit reicht der Pentium G630, den man schon ab 55 Euro bekommt, völlig aus. Zudem kann er mit seiner TDP (Wärmeverlustleistung) von 65 Watt auch recht einfach gekühlt werden. Die Kühlung übernimmt der bei der CPU mitgelieferte Boxed-Kühler - deren Lüfter sind inzwischen bereits recht leise. Ihr könnt natürlich einen noch besseren separaten Kühler nachrüsten, jedoch ist insbesondere bei ITX-Mainboards der Platz zwischen CPU-Sockel und Grafikkarte sehr knapp. Hier solltet ihr euch also genau informieren, zum Beispiel im Forum unserer PCGames-Community. Zu dem Mainboard passt normaler DDR3-Arbeitsspeicher mit 1333 Megahertz. Vier Gigabyte reichen auch für moderne Spiele völlig aus, hier zahlt ihr ab etwa 20 Euro – da die doppelte Menge aber schon ab 30 Euro zu haben sind, spricht nichts dagegen, direkt acht Gigabyte zu nehmen. Achtung: einige ITX-Mainboards benötigen So-DIMM-Arbeitsspeicher, also RAM in der Bauweise für Notebooks.

Eine Grafikkarte mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis, die für aktuelle Spiele auf hohen Details ausreicht, ist die AMD Radeon HD 6870 , die ab 140 Euro zu haben ist. Für die Stromversorgung wollen wir zum einen die Option auch für stärkere Grafikkarten offenhalten und zum anderen ein Netzteil aussuchen, welches Kabelmanagement anbietet – denn AMD Radeon HD 6870 Quelle: Sapphire AMD Radeon HD 6870 gerade bei kleineren Gehäusen ist es enorm hilfreich, wenn man die nicht benötigten Kabel einfach weglassen kann. Das Rasurbo Real&Power mit 550W ist hierbei zu einem Preis um die 60 Euro ein guter Kauf. Als Festplatte bekommt ihr eine 500 Gigabyte Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute ab 65 Euro. Beim DVD-Brenner ist die Auswahl noch einfacher, denn hier könnt ihr bedenkenlos zu einem der günstigsten Modelle greifen, die euer Händler im Sortiment hat. In der Summe kostet unser ITX-HTPC etwa 530 Euro, wer aber bei Spielen auch mit mittleren Details zufrieden ist, kann mit dem Griff zu einer AMD Radeon HD 6770 gute 50 Euro sparen und kommt somit auf nur 500 Euro. Wer wiederum mehr Leistung will: optionale Tipps für einen stärkeren ITX-HTPC findet ihr am Ende des Artikels, da diese Tipps ebenso für unseren Micro-ATX-PC gelten.

Komponente ITX Preis ab
Prozessor Intel Pentium G630 55 Euro
CPU-Kühler Boxed Kühler 0 Euro
Mainboard ASRock H67M-ITX 75 Euro
Arbeitsspeicher 8GB DDR3-1333 eurer Wahl 30 Euro
Grafikkarte AMD Radeon HD 6870 140 Euro
Gehäuse Lain Li PC-Q08 85 Euro
Netzteil Rasurbo Real&Power 550W 60 Euro
Festplatte 500GB SATA2 oder SATA3 65 Euro
DVD-Laufwerk Nach eigener Wahl 15 Euro

Bildergalerie

  1. Seite 1 Steam-Box selber gebaut: Einleitung, ATX und ITX
  2. Seite 2 Steam-Box selber gebaut: Grafikkarten, Surroundsound und Input-Lag
  3. Seite 3 Steam-Box selber gebaut: Kabellose Bedienung und ITX-HTPC ab 500 Euro
  4. Seite 4 Steam-Box selber gebaut: Fortsetzung ITX-Gamer-HTPC ab 500 Euro
  5. Seite 5 Steam-Box selber gebaut: Micro-ATX-Gamer-HTPC ab 430 Euro und Aufrüsttipps
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