Gerüchte über eine Steam-Box, eine Mischung aus PC und Konsole des Steam-Betreibers Valve, der für Steam-basierte PC-Spiele genutzt werden kann, machten in diesen Tagen Schlagzeilen. Doch einen für moderne PC-Games ausreichend starken kleinen Wohnzimmer-PC kann man auch selber zusammenstellen - wir haben dies in unserem Special für euch getan und geben Kauftipps.
Der Trend zum Home-Entertainment ist ungebrochen. Neben großen LCD-TVs und Heimkino-Anlagen mit Surroundsound (siehe dazu auch unser Special zu Heimkino von letzter Woche) spielt auch die Vernetzung und Verschmelzung von Multimedia-Geräte eine immer größere Rolle. Wer aber im Wohnzimmer auch spielen will, für den war der Griff zu einer Spielekonsole oft die einfachste Möglichkeit – der Konsolenmarkt hat nicht zuletzt deswegen auch dem PC-Spielemarkt arg zugesetzt. Doch immer häufiger kehrt der PC wieder zurück an die Wohnzimmer-Front. Das Stichwort heißt HTPC – Home Theater Personal Computer.
Mit einem HTPC kann man die Vorteile eines PCs genießen, nämlich vor allem: Office- und Internetanwendungen im vollen Umfang nutzen und den PC als Medienzentrale verwenden. Wer sich bei der Auswahl der Hardware ein bisschen bemüht, wird auch bei modernen PC-Games mit Grafikdetails belohnt, die einer aktuellen Spielekonsole weit überlegen sind. Natürlich kann man sich auch einen ganz normalen Gamer-PC zusammenstellen und diesen einfach im Wohnzimmer neben dem LCD platzieren. Wir wollen in unserem Special aber Zusammenstellungen präsentieren, die in kleineren Gehäusen Platz finden und weniger nach einem klassischen PC, sondern mehr nach einer Konsole oder Multimedia-Box aussehen. Selbstverständlich könnt ihr unsere Vorschläge aber auch als Tipps für den Zusammenbau eines PCs in einem gängigen MIDI- oder Big-Tower-Gehäuse verwenden.
Gehäusestandards: ATX, Micro-ATX und ITX
Wer einen PC nutzt, hat in aller Regel ein ATX-Gehäuse. Dies ist eine Baunorm, die unter
Quelle: SilverStone
SilverStone Fortress FT03
anderem auch die maximalen Baumaße für ein Mainboard und Netzteil beschreibt. Bei Micro-ATX ist das Gehäuse kleiner als ATX, hier passen nur Mainboards, die ebenfalls Micro-ATX-Baugröße haben. Ein solches Board passt allerdings wiederum problemlos in ein ATX-Gehäuse. Ein anderer Standard, der nochmals kleiner ist, nennt sich ITX. In ein Gehäuse mit Micro-ATX- oder ITX-Baugröße, in denen kein Netzteil mitgeliefert wird, passen normale ATX-Netzteile hinein. Für Spiele sind ITX-Gehäuse meist nur sehr eingeschränkt nutzbar, da wegen der kompakten Baugröße in aller Regel nur wenige Grafikkarten eingebaut werden können, die für aktuellere Spiele zumindest niedrige bis mittlere Details ruckelfrei schaffen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Steam-Box selber gebaut: Einleitung, ATX und ITX
- Seite 2 Steam-Box selber gebaut: Grafikkarten, Surroundsound und Input-Lag
- Seite 3 Steam-Box selber gebaut: Kabellose Bedienung und ITX-HTPC ab 500 Euro
- Seite 4 Steam-Box selber gebaut: Fortsetzung ITX-Gamer-HTPC ab 500 Euro
- Seite 5 Steam-Box selber gebaut: Micro-ATX-Gamer-HTPC ab 430 Euro und Aufrüsttipps
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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