Gerüchte über eine Steam-Box, eine Mischung aus PC und Konsole des Steam-Betreibers Valve, der für Steam-basierte PC-Spiele genutzt werden kann, machten in diesen Tagen Schlagzeilen. Doch einen für moderne PC-Games ausreichend starken kleinen Wohnzimmer-PC kann man auch selber zusammenstellen - wir haben dies in unserem Special für euch getan und geben Kauftipps.
Passende Grafikkarten und Surroundsound
Insbesondere beim ITX-Standard ist es oft sehr schwer, eine leistungsfähige Grafikkarte zu verbauen. Zum einen wird auf den passenden Mainboards bereits sehr eng, da auch der CPU-Kühler einen gewissen Platzbedarf hat. Zum anderen ist die Gehäusegröße ebenfalls sehr kompakt – oftmals ist eine für aktuelle Spiele auf hohen Details ausreichende Grafikkarte wie die AMD Radeon 6870 nicht problemlos inklusive ausreichender Belüftung im Gehäuse unterzubringen. Bei Micro-ATX-Gehäusen und -Mainboards gibt es hingegen keine großen Probleme wegen einer Grafikkarte.
Hier muss man lediglich vor dem Kauf eines Gehäuses nachsehen, ob die Länge einer Wunsch-Grafikkarte nicht problematisch wird, da Streben oder der Festplattenkäfig im Weg ist. Im Micro-ATX-Standard muss man allerdings ein wenig länger suchen, wenn man ein Gehäuse möchte, das optisch nicht eindeutig nach einem normalen PC aussieht. Bei der Wahl einer passenden Grafikkarte ist
Quelle: Yamaha
Anschlussmöglichkeiten eines AV-Receivers
ein vorhandener HDMI-Anschluss gerade für einen HTPC natürlich ein großer Vorteil. Wenn ihr einen AV-Receiver (Surround-Receiver) besitzt, ist auf diese Weise auch Surroundsound bei Spielen möglich – dies ist mit Onboardsound über dessen digitalen Ausgang in aller Regel nämlich nicht möglich, so dass man eine geeignete Soundkarte dazukaufen muss. Mehr zu diesem Thema findet ihr auch in unserem Special zum Thema AV-Receiver und Surroundsound. Solltet ihr ein PC-Surroundboxenset auf analogem Wege, also mit drei Kabeln, anschließen wollen, besteht das Problem natürlich nicht.
Problematik: Input-Lag bei LCD-TVs
Vor allem LCD-TVs haben häufig das Problem eines Input-Lags. Das bedeutet, dass das Bild mit leichter Verzögerung auf dem Bildschirm erscheint. Grund für den Input-Lag ist zum Einen, dass ein LCD-TV nicht auf Spiele optimiert ist – zum anderen und weitaus größeren Teil liegt es an Bild-Verbesserungs-Features, die bei normalem TV-Empfang oder Filmen auch durchaus Sinn machen können. Für viele Spiele kann dies äußerst störend sein, denn wenn ihr zum Beispiel bei einem Rennspiel nach links lenkt, die Bewegung aber erst mit merkbarer Verzögerung zu sehen ist, irritiert dies natürlich.
Bei
Quelle: LG
LCD-TV
einem Ego-Shooter käme es euch neben einer verzögerten Waffenbewegung so vor, als würdet ihr eine schlechte Internet-Verbindung haben: ihr seht eine Bewegung des Gegners erst dann, wenn sie in Wahrheit schon längst erfolgt ist. Den Input-Lag könnt ihr aber bei den meisten LCD-TVs sehr gut in den Griff bekommen: es gibt häufig einen Bildmodus wie zum Beispiel "Gamingmodus" oder "PC-Modus", teilweise ist auch ein bestimmter Eingang des LCDs speziell für PCs vorgesehen. Ein solcher Modus beseitigt ein Input-Lag in aller Regel so weit, dass es auf dem Niveau eines normalen PC-Monitors liegt. Nur sehr ambitionierte Spieler, die auch beim Kauf eines PC-Monitors hohe Ansprüche stellen, könnten trotzdem unzufrieden sein.
In diesem Artikel
- Seite 1 Steam-Box selber gebaut: Einleitung, ATX und ITX
- Seite 2 Steam-Box selber gebaut: Grafikkarten, Surroundsound und Input-Lag
- Seite 3 Steam-Box selber gebaut: Kabellose Bedienung und ITX-HTPC ab 500 Euro
- Seite 4 Steam-Box selber gebaut: Fortsetzung ITX-Gamer-HTPC ab 500 Euro
- Seite 5 Steam-Box selber gebaut: Micro-ATX-Gamer-HTPC ab 430 Euro und Aufrüsttipps
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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- Seite 2 Steam-Box selber gebaut: Grafikkarten, Surroundsound und Input-Lag
- Seite 3 Steam-Box selber gebaut: Kabellose Bedienung und ITX-HTPC ab 500 Euro
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