Mini-PCs für Gaming: Tipps zum Zusammenstellen und Planen sowie zwei Beispiel-PCs

Special Antonio Funes
Mini-PCs für Gaming: Tipps zum Zusammenstellen und Planen sowie zwei Beispiel-PCs
Quelle: PC Games Hardware

In unserem Special geben wir euch Tipps zum Zusammenstellen eines besonders kleinen PCs sowie zwei Beispiele für Mini-Gaming-PCs für 625 und 1500 Euro.

Vor allem dann, wenn man gerne im Wohnzimmer einen Gaming-PC stehen haben möchte, sind bei vielen Spielern besonders kleine PC-Gehäuse gefragt. Doch was gilt es dabei zu beachten, wenn man trotz kleinem Gehäuse genügend Gamingpower benötigt? Welche Fallstricke gibt es? Wir geben euch Antworten zu diesen Fragen und bieten zudem zwei Beispiel-PCs für 625 und 1500 Euro mit einem besonders geringen Gesamtvolumen von unter 20 Litern. Wir listen auch einige besonders kurze Grafikkarten und haben zwei CPus als Empfehlung, die trotz guter Gaming-Power leicht zu kühlen sind.

Wir starten aber zuerst mit den Bauformaten µATX und Mini-ITX. Letzteres ist das kleinere der beiden und gleichzeitig auch das kleinste relevante PC-Gehäuseformat überhaupt. Mini-ITX-Mainboards haben eine Grundfläche von maximal 17x17 Zentimetern. µATX oder auch Mikro-ATX hingegen dürfen Maße von bis zu 24,4x24,4 Zentimetern haben. Das beliebte ATX-Format hat in der Breite ebenfalls maximal 24,4 Zentimeter, darf aber bis zu 30,5 Zentimeter lang sein. Daher bietet ATX meist mehr Steckplätze als µATX, und es ist zudem auch leichter, weitere Anschlussoptionen wie zum Beispiel möglichst viele Anschlüsse für Lüfter oder RGB-Zubehör zu bieten.

Mini-IXT mit Vor- und Nachteilen

Da µATX- und ATX-Hauptplatinen dieselbe Breite haben können, gibt es viele µATX-Mainboards mit vier RAM-Slots. Bei einigen µATX-Modellen gibt es nur zwei RAM-Slots, um rechts von den Slots dafür andere Anschlüsse zu bieten, die wegen der geringeren Länge ansonsten zu wenig Platz hätten.

Bei Mini-ITX haben die Hersteller wegen der lediglich 17 Zentimeter Breite aber keine Wahl: Um dem CPU-Sockel und CPU-Kühlern sowie dem Backpanel (mit den Anschlüssen für USB, LAN, Audio und so weiter) und Stromanschlüssen genügend Platz zu bieten, gibt es ausschließlich Mini-IXT-Mainboards mit nur zwei RAM-Slots.

Gigabyte B550I AORUS Pro AX Quelle: Gigabyte Das Gigabyte B550I AORUS Pro AX im Mini-ITX-Format verwenden wir für einen unserer Beispiel-PCs Trotz des Platzmangels ist es bei vielen modernen Mini-ITX-Mainboards gelungen, einen M.2-Slot für entsprechende SSDs zu bieten. Diese sitzen dann in der Regel zwischen dem CPU-Sockel und dem GPU-Steckplatz platziert werden. Ganz nebenbei sind Mini-IXT-Modelle merkbar teurer als vergleichbar gute µATX- oder ATX-Mainboards.

Bei den Sockeln AMD AM4 und Intel 1700 sind die günstigsten Mini-IXT-Modelle etwa 30 bis 40 Euro teurer als der Einstieg im µATX-Segment. Doch es gibt natürlich den entscheidenden Vorteil bei Mini-ITX, nämlich die kompakte Bauweise.

Durch die kleinen Maße bleibt mehr Raum für andere Komponenten, beziehungsweise auf andere Art formuliert: Es ist einfacher für Gehäusehersteller, ein besonders kleines Gehäuse zu entwickeln, wenn klar ist, dass das Mainboard nur 17x17 und nicht 24,4x24x4 Zentimeter beansprucht.

MSI H510M-Pro Quelle: MSI µATX-Mainboards wie das MSI H510M-Pro sind vor allem kürzer als ATX-Modelle, aber bei der Leistung nicht schwächer.

Mini-ITX oder µATX?

Vom Preis-Leistungs-Verhältnis her wäre µATX die bessere Wahl, sofern ihr auch akzeptiert, dass das Gehäuse zwar sehr klein, aber vielleicht nicht extrem klein ist. Bei Mini-IXT wiederum bezahlt ihr etwas mehr, dafür ist es leichter, einen ausgesprochen kleinen PC umzusetzen.

Letztendlich solltet ihr euch am besten ein bestimmtes Gesamtvolumen als Ziel setzen und dazu passend je zwei bis drei Mini-ITX- und µATX-Gehäuse heraussuchen. Am Ende kann es in einem besonders kleinen µATX-Gehäuse sogar schwieriger als bei Mini-ITX sein, alles unterzubringen, da das Mainboard ja mehr Platz wegnimmt.

Ein Mini-IXT-Mainboard in ein µATX-Gehäuse einzubauen, macht allerdings keinen Sinn, da die kleineren Mainboards wie schon beschrieben relativ teuer sind. Schaut euch in jedem Falle genau die Produktbeschreibungen sowie Erfahrungsberichte zu euren Gehäuse-Favoriten an, um herauszufinden, welche Hardware hineinpasst und welche möglichen Fallstricke es gibt. Welche konkreten Hindernisse es geben kann, erläutern wir gleich noch.

  1. Seite 1 Mini-Gaming-PCs: Mini-ITX und µATX
  2. Seite 2 Mini-Gaming-PCs: Grafikkarten, Kühler, Laufwerke und mehr
  3. Seite 3 Mini-Gaming-PCs: Airflow, Grafikkarten- und CPU-Empfehlungen
  4. Seite 4 Mini-Gaming-PCs: Zwei Beispiel-PCs ab 625 Euro
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