Der 6.000 Euro-PC: Grafikkarte und Netzteil

Special Antonio Funes

Edel und teuer: Unsere PC-Zusammenstellung ist alles andere als ein Preis-Leistungs-Tipp - aber wer wissen will, wie man mit überall erhältlichen Komponenten bis zu 6.000 Euro ausgeben kann, der ist hier richtig! Wir stecken die teuerste Hardware in unseren Selbstbau-PCs und wollen sehen, wie teuer unsere Luxus-Kiste am Ende wird.

Grafikkarte

Nun zum wichtigsten für einen ausgewachsenen Gamer-PC: der Grafikkarte! Die Bereiche mit Grafikkarten, die von ihrer Leistung her an sich auch schon "High End" sind und für Preise zwischen 300 und 450 zu haben sind, zum Beispiel eine AMD Radeon HD 7970 oder die Nvidia GTX 670 für jeweils 340 Euro, selbst eine Nvidia GTX 680 für 430 Euro, sind dabei eher außen vor. Auch wollen wir keine Grafikkarten für professionelle Projekte mit einbeziehen, die nicht zuletzt wegen speziellem Support sehr teuer sein können, zum Beispiel eine AMD FirePro 3D V9800 für 2500 Euro, die vom Grafikchip her nur einer Karte aus der AMD 5800er-Familie entspricht. Die teuerste Gamer-Grafikkarte ist vielmehr die Nvidia GeForce GTX 690 für einen Preis von etwa 890 Euro. Strenggenommen ist die AMD Radeon HD 7990 sogar noch ein wenig teurer, doch da es hier nur noch zwei erhältliche Modelle auf dem Markt gibt und die an sich sogar etwas schnellere AMD-Karte beim Stromverbrauch extrem hoch ist, greifen wir zur Nvidia GTX 690, in der gleich zwei GK104-Grafikchips mit einem Takt von 915 Megahertz arbeiten - eine einzige dieser GPUs ist normalerweise bei einer GTX 680 für die Grafik verantwortlich, dabei mit einem etwas höheren Takt von 1006 Megahertz. Die sonstigen Werte der GTX 690 sind aber identisch zur kleinen Schwester - bis auf den Strombedarf: der beträgt maximal 300 Watt, etwa 100 Watt mehr als bei der GTX 680, was bei um die 60 bis 70 Prozent mehr Leistung sogar als "sparsam" zu bezeichnen ist. Uns reicht zunächst auch eine einzige GTX 690 aus, wir sind nun bei insgesamt etwa 4.000 Euro.

Netzteil

Enermax Plaitimax Quelle: Enermax Enermax Plaitimax Wir könnten auch hier Profi-Netzteile heraussuchen, die gleich ein zweites Ersatznetzteil eingebaut haben für den Fall eines Defektes beim ersten Netzteil, oder hoffnungslos übertrieben leistungsfähige Modelle mit 1000 Watt und mehr - wir haben uns aber doch für ein gutes, aber nicht unnötig starkes Netzteil entschieden: das Enermax Platimax 750 Watt kostet etwa 170 Euro. Es bietet abnehmbare Anschlüsse und hätte sogar für den Fall, dass wir zwei starke Grafikkarten als SLI- oder Crossfire-Verbund betreiben wollen, genügend PCIe-Stromstecker, nämlich vier Stück. Auch für bis zu 12 SATA-Laufwerke sind Stecker vorhanden. Die Effizienz, also der Prozentsatz des verbrauchten Stroms, der auch wirklich bei den Bauteilen akommt, ist mit 91 Prozent hervorragend und verdient daher auch ein 90Plus-Platinum-Siegel. Mit dem Netzteil und der Grafikkarte sind wir nun bei knapp 4.200 Euro.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Der 6.000 Euro-PC: Einleitung und Gehäuse
  2. Seite 2 Der 6.000 Euro-PC: Prozessor
  3. Seite 3 Der 6.000 Euro-PC: Mainboard und Arbeitsspeicher
  4. Seite 4 Der 6.000 Euro-PC: Grafikkarte und Netzteil
  5. Seite 5 Der 6.000 Euro-PC: SSD, Festplatte und Brenner
  6. Seite 6 Der 6.000 Euro-PC: Soundkarte, Maus, Tastatur und CPU-Kühler
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