Der 6.000 Euro-PC: Prozessor

Special Antonio Funes

Edel und teuer: Unsere PC-Zusammenstellung ist alles andere als ein Preis-Leistungs-Tipp - aber wer wissen will, wie man mit überall erhältlichen Komponenten bis zu 6.000 Euro ausgeben kann, der ist hier richtig! Wir stecken die teuerste Hardware in unseren Selbstbau-PCs und wollen sehen, wie teuer unsere Luxus-Kiste am Ende wird.

Prozessor

Das schwierigste ist durch die Vielfalt an CPU-Sockeln die Wahl der CPU und des Mainboards - wichtig ist auch, dass wir die teuerste Kombination aus beidem finden. Es kann also sein, dass es für die teuerste derzeitige CPU nur relativ günstige Mainboards gibt und eine andere CPU in Verbindung mit einem deutlich teureren Motherboard insgesamt den höheren Endpreis erzielt. Zuerst schauen wir uns aber die Prozessoren an.

Bei AMD werden wir hier zuerst lange nicht fündig, doch dann kommt ein Kandidat auf, der vielversprechend scheint: der AMD Opteron 6176 für den Sockel G34 kostet 920 Euro! Die Opteron-CPUs sind für Server und professionelle Anwender gedacht. Dies erklärt auch den Preis. Doch wie sieht es auf Seiten von Intel aus? Auch hier sind einige Kandidaten dabei, wir schauen zuerst bei den immer noch nicht ganz ausgestorbenen Sockeln 1366 und 1156. Beim Sockel 1156 können wir bei mehreren Shops 260 Euro für einen Intel Core i7-870 loswerden - nicht gerade viel, das toppt schon der aktuell teuerste normale Sockel 1155-Prozessor, der Intel Core i7-3770k mit 280 Euro. Doch der Sockel 1366 sieht vielversprechend aus: knapp 1000 Euro kostet der immer noch in vielen Shops erhältliche Intel Core i7-990X Extreme Edition - das ist mehr als der Opteron 6176 von AMD, und auch beim teureren aktuellen Sockel 2011 kommen wir noch etwas billiger weg: der Intel Core i7-3960X kostet nur 860 Euro. Doch wir haben fast die Rechnung ohne die Xeon-Prozessoren gemacht - diese sind im Preisvergleich separat gelistet, denn dies sind die für den Profi-Betrieb gedachten Prozessoren von Intel, die es passend zu verschiedenen Intel-Sockeln gibt. Sie werden auch von einigen Usern in normale Privat-PCs eingebaut, da sie meist auch zu handelsüblichen Mainboards kompatibel sind. Allerdings natürlich die eher günstigeren Modelle. Unser Gewinner gehört nicht zu diesen günstigeren Modellen: der Intel Xeon E5-2690 kostet satte 1.900 Euro! Technisch gesehen handelt es sich um einen Prozessor der Sandy-Bridge-Familie mit acht Kernen zu je 2,9 Gigahertz und jeweils 256 Kilobyte Level2-Cache.

Unsere Hochpreis-CPU ist also erst einmal: der Intel Xeon E5-2690 für 1.900 Euro. Nun brauchen wir natürlich ein passendes Mainboard. Bei diesem großen Abstand zu allen anderen Prozessoren glauben wir zwar nicht, dass ein Mainboard für einen anderen Sockel als den Sockel 2011 den Preisabstand von 900 Euro und mehr aufholen wird, doch auch hier schauen wir vorsichtshalber nach - auf der nächsten Seite geht es weiter.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Der 6.000 Euro-PC: Einleitung und Gehäuse
  2. Seite 2 Der 6.000 Euro-PC: Prozessor
  3. Seite 3 Der 6.000 Euro-PC: Mainboard und Arbeitsspeicher
  4. Seite 4 Der 6.000 Euro-PC: Grafikkarte und Netzteil
  5. Seite 5 Der 6.000 Euro-PC: SSD, Festplatte und Brenner
  6. Seite 6 Der 6.000 Euro-PC: Soundkarte, Maus, Tastatur und CPU-Kühler
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