Der 6.000 Euro-PC: Mainboard und Arbeitsspeicher

Special Antonio Funes

Edel und teuer: Unsere PC-Zusammenstellung ist alles andere als ein Preis-Leistungs-Tipp - aber wer wissen will, wie man mit überall erhältlichen Komponenten bis zu 6.000 Euro ausgeben kann, der ist hier richtig! Wir stecken die teuerste Hardware in unseren Selbstbau-PCs und wollen sehen, wie teuer unsere Luxus-Kiste am Ende wird.

Mainboard

Der Intel Xeon E5-2690 kostet mindestens 900 Euro mehr als die zweitteuerste CPU aus unserer Recherche. Daher müssten wir natürlich ein Mainboard für andere Sockel als den Sockel 2011 mit einem Preis von deutlich mehr als 900 Euro finden, damit überhaupt noch eine andere CPU als der Xeon E5-2690 eine Chance im Rennen hat. Für den Sockel 1366 gibt es da ein Modell für 400 Euro, beim Sockel 1155 kommen wir auf maximal 360 Euro - und bei AMD sieht es in Sachen "teure Mainboards" ganz düster aus. Nur für AMDs Opteron-Prozessoren kann man bis zu etwa 420 Euro ausgeben und somit sogar mehr als für den Sockel 1366. All diese Modelle holen den Kostenvorsprung von 900 Euro des Intel Xeon E5-2690 aber bei weitem nicht auf - daher wird das Mainboard unserer Wahl folglich eines für den Sockel 2011. Wir schauen uns dabei handelsüblich Modelle, aber auch welche für den professionellen Bereich, also speziell für Xeon-Prozessoren gedachte Motherboard an.

Hierbei haben letztere einen kleinen Vorteil in Sachen "Hochpreis", aber da das EVGA Classified SR-X mit seinen 610 Euro in nur wenigen Shops zu haben ist, sparen wir ausnahmsweise und nehmen eines der Mainboards für den Konsumentenmarkt: das ASRock X79 Extreme11 für 530 Euro. Aber was kann dieses Modell? Nun, es bietet unter anderem acht Slots für Arbeitsspeicher für insgesamt bis zu 64 Gigabyte an, dazu sind satte sieben PCIe-Slots mit x16 Speed auf dem Board, von denen drei Stück allerdings elektrisch nur in x8-Speed laufen - vier der Slots sind aber für einen Verbund aus vier Grafikkarten von Nvidia (SLI) oder AMD (CrossfireX) mit vollem x16-Speed zu nutzen. Dazu gibt es unter anderem gleich 14 Anschlüsse für SATA-Laufwerke, vier davon mit SATA2, der Rest natürlich mit SATA3.

Arbeitsspeicher

Corsair Dominator Platinum Quelle: PC Games Hardware Corsair Dominator Platinum Beim RAM haben wir geschaut, ob ein unnötig hoher Takt oder besonders niedriger CL-Wert (sozusagen die Reaktionszeit des RAMs) einen hohen Preis erzielt. Dies ist in der Tat der Fall, somit ist der teuerste zum Mainboard passende Arbeitsspeicher der Corsair XMS3 Dominator Platinum mit CL10 bei einem Takt von 2400 Megahertz - zwei Riegel zu je 8 Gigabyte kosten satte 220 Euro - das ist etwa viermal so viel wie die gleiche Menge DDR3-RAM mit 1600 Megahertz. Da wir einen Top-PC haben wollen und beim Mainboard ja gespart haben, kaufen wir natürlich direkt zwei Kits zu je 16 Gigabyte des Corsair Dominator-RAMs und statten unseren PC somit mit 32 Gigabyte Arbeitsspeicher für 440 Euro aus - man weiß ja nie, wann man das nächste 80-Megapixel-Foto nachbearbeiten muss. Wir wollen bei dieser Gelegenheit eine Zwischensumme berechnen und kommen mit Gehäuse, CPU, Mainboard und RAM bereits auf etwa 3.100 Euro.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Der 6.000 Euro-PC: Einleitung und Gehäuse
  2. Seite 2 Der 6.000 Euro-PC: Prozessor
  3. Seite 3 Der 6.000 Euro-PC: Mainboard und Arbeitsspeicher
  4. Seite 4 Der 6.000 Euro-PC: Grafikkarte und Netzteil
  5. Seite 5 Der 6.000 Euro-PC: SSD, Festplatte und Brenner
  6. Seite 6 Der 6.000 Euro-PC: Soundkarte, Maus, Tastatur und CPU-Kühler
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