Live Streams selbst gemacht: Punkt 6: Streaming-Software und Tabelle zu DSL-Upstreams

Special Antonio Funes

Professionelle Live-Streams gibt es zu Hauf - wir erklären euch, wie ihr auch als Otto Normalspieler eure Games live ins Internet streamet. Dabei beraten wir euch hinsichtlich der passenden Hardware, was bei eurer DSL-Verbindung zu beachten ist und welche Software ihr benötigt.

Punkt 6: Streaming-Software

Die Streamingsoftware nimmt Bild und Ton des Games, das ihr gerade spielt, und wandelt beides in einen Video-Stream um. Wie schon gesagt: die Qualität des Streams muss zu der Geschwindigkeit eures Internet-Upstreams passen. Da ihr den Upstream eures Anschlusses ja durch Tests herausfinden könnt, werdet ihr den Wert in kbit gemessen kennen. Diesen Wert gebt ihr bei der Streamingsoftware ein, die Software passt dann die Stream-Qualität automatisch so an, dass der eingegebene Upstream-Wert nicht überschritten wird. Die derzeit wohl beliebteste Streaming-Software ist xsplit. Mit ein paar für den Einstieg eher unwesentlichen Einschränkungen ist xsplit als Trial-Version kostenlos und bietet dabei alles Nötige.

Neben einem obligatorischen Account sind die Einschränkungen unter anderem eine Watermark ähnlich einem TV-Sende-Logo im Bild, zudem könnt nicht in FullHD senden, was aber für viele von euch wegen der Beschränkung bei eurem Internetanschluss ohnehin nicht so sehr ins Gewicht fallen sollte. 1280 mal 720 Pixel sind beispielsweise auch mit der Trial-Version möglich und bieten bei einer Qualitätsstufe passend zu einem 2000kbit-Upstream bereits eine Bildqualität, mit der man problemlos ein Spiel detailliert verfolgen kann. Die beiden kostenpflichtigen Versionen von xsplit kosten derzeit knapp 40 und knapp 60 Dollar für jeweils 12 Monate Nutzung - hier könnt ihr die Features beiden Kaufversionen und der Trial-Version genauer vergleichen.

Die wichtigsten Punkte der Konfiguration von xsplit sind recht simpel auszufüllen. Neben der schon erwähnten Auflösung (Resolution) ist vor allem alles rund das Video-Encoding, also das eigentliche Berechnen des Streams, wichtig. Entscheidend: "Max Bitrate" - hier tragt ihr den kbit-Wert ein, den ihr als Upstream für euren Internetanschluss ermittelt habt. Beim Mode nehmt ihr VBR. Bei den Punkten Quality und VBV Buffer könnt ihr experimentieren - bei letzterem empfehlen wir mindestens den Wert, den ihr auch für die "Max Bitrate" genommen habt. Für das Menü Audio stellt am besten bei der Bitrate den höchsten Wert ein, da der Audio-Codec der Trial-Version bei niedrigeren Werten keine gute Qualität ergibt. Die Framerate ist die Bildwiederholrate - ein normaler Film arbeitet mit 25 FPS (Bildern pro Sekunde), dieser Wert sind bei einem Stream passend. Mehr FPS würden auch mehr Bandbreite erfordern, weniger als 25 würden aber einen zu "ruckeligen" Stream ergeben. Das wichtigste aber: ihr müsst natürlich auch eingeben, wohin euer Stream überhaupt gesendet werden soll. Dies geschieht über das Menü Broadcast, Edit Channel und dann Add. Dort findet ihr auch twitch.tv - ihr gebt einfach eure Accountdaten von twitch.tv mit ein, und schon kann der Stream von xsplit zu eurem twitch.tv-Channel gesendet werden. Zum Abschluss nun noch die Tabelle mit einigen maximalen Upstream-Werten für diverse DSL-Tarife.

Anbieter DSL-Tarif Downstream Upstream ca
Telekom Call&Surf Comfort 16.000 1.000
Telekom Call&Surf Comfort Speed VDSL 50.000 10.000
Vodafone DSL Classic 16.000 800
Vodafone VDSL 50000 50.000 10.000
Unitymedia/kabel bw 2play smart 10.000 1.000
Unitymedia/kabel bw 2play PLUS 100 100.000 2.500
Unitymedia/kabel bw 2play PREMIUM 150 150.000 5.000
1&1 Doppel-Flat 16.000 16.000 1.000
1&1 Doppel-Flat 50.000 50.000 10.000
Kabel Deutschland Internet&Telefon 20 20.000 1.000
Kabel Deutschland Internet&Telefon 32 32.000 2.000
Kabel Deutschland Internet&Telefon 100 100.000 6.000

Alle Werte in kbit/s (Kilobit pro Sekunde) - 8000kbit/s entsprechen etwa 1 MB/s.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Live Streams selbst gemacht: Was ist ein Live-Stream?
  2. Seite 2 Live Streams selbst gemacht: Was gibt es zu beachten? Punkt 1: Internetverbindung
  3. Seite 3 Live Streams selbst gemacht: Punkt 2 und 3: benötigte Hardware und Mikrofon
  4. Seite 4 Live Streams selbst gemacht: Punkt 4 und 5: separate Video-Hardware und Streaming-Website
  5. Seite 5 Live Streams selbst gemacht: Punkt 6: Streaming-Software und Tabelle zu DSL-Upstreams
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk