Live Streams selbst gemacht: Was gibt es zu beachten? Punkt 1: Internetverbindung

Special Antonio Funes

Professionelle Live-Streams gibt es zu Hauf - wir erklären euch, wie ihr auch als Otto Normalspieler eure Games live ins Internet streamet. Dabei beraten wir euch hinsichtlich der passenden Hardware, was bei eurer DSL-Verbindung zu beachten ist und welche Software ihr benötigt.

Was gibt es zu beachten?

Zunächst wollen wie hier nur kurz zusammenfassen, welche Dinge und Voraussetzungen ihr beachten müsst, um einen eigenen Live-Stream zu erstellen. Wir haben die wichtigsten Punkte in sechs einzelne Themen eingeteilt, die wir euch gleich ausführlicher vorstellen wollen: 1) Eure Internetleitung sollte möglichst schnell sein. 2) Der PC sollte möglich stark sein. 3) Ein Mikrofon, am besten ein Headset oder Kopfhörer mit separatem Mikrofon ist nötig, wenn ihr beim Live-Stream auch eigene Kommentare sprechen wollt. 4) alternativ gibt es externe Hardware, die das Bild aufnimmt und den PC entlastet. 5) eine Website beziehungsweise einen Website-Anbieter, damit euer Stream im Netz erreichbar ist 6) eine Software auf eurem PC, die den Stream erstellt und ins Internet sendet.

Punkt 1: Benötigte Internetverbindung

Wichtig zu wissen ist, dass bei eurem DSL-Anschluss (darunter verstehen wir an dieser Stelle auch Internetanschlüsse über Kabel-TV) der Upstream in aller Regel deutlich geringer ist als euer Downloadspeed. Der Upstream die Datenmenge pro Sekunde, die ihr hochladen könnt. Wenn ihr also Videos in Full-HD ruckelfrei über das Internet ansehen könnt, heißt das noch lange nicht, dass ihr auch in dieser Qualität selber senden, also streamen könnt. Wir haben auf der letzten Seite eine Tabelle platziert, die euch den maximalen Upstream einiger Tarife von bekannten DSL-Anbietern zeigt. Als Beispiel: bei der Telekom sind es für DSL16.000 nur 1.024 Schnelles DSL ist nötig Quelle: MEV Schnelles DSL ist nötig kbit (Kilobit), bei DSL50.000 aber direkt 10.000kbit (jeweils als Maximum). Beim Live-Stream müsst ihr natürlich aufpassen, dass die Qualität des Videos, also des Streams, nicht zu gut ist. Denn je höher die Qualität, desto mehr Daten pro Sekunde müssen ja in Echtzeit hochgeladen werden. Bei einem Upload eines Videos für YouTube würde dies keine Rolle spielen: hier dauert der Upload dann einfach länger. Aber übertreibt ihr es bei einem Live-Stream mit der Video-Qualität, dann kommt der Stream bei den Zusehern mit Bildfehlern oder auch längeren Aussetzern an.

Für die passende Qualitätsstufe sorgt die Software, die das Bild, welches ihr selber beim Spielen seht, komprimiert und als Stream sendet. Unser Tipp, damit ihr einen Live-Stream wagen könnt: der Upstream sollte über 1000kbit betragen. Denkt daran: wenn es um einen Online-Modus bei einem Spiel geht, schnappt sich das Spiel auch einen Teil des Upstreams weg, der dem Live-Stream wiederum fehlt. In jedem Falle solltet ihr unbedingt im Vorfeld auf mehreren Speedtest-Websites und zu unterschiedlichen Tageszeiten jeweils mehrfach einen Test durchlaufen lassen, der euren tatsächlichen Upload-Speed misst. Nur so könnt ihr herausfinden, welchen Upstream ihr mindestens oder im Durchschnitt habt. Mehr als den Durchschnittswert solltet ihr später nicht für die Streaming-Software als Maßstab nehmen.

  1. Seite 1 Live Streams selbst gemacht: Was ist ein Live-Stream?
  2. Seite 2 Live Streams selbst gemacht: Was gibt es zu beachten? Punkt 1: Internetverbindung
  3. Seite 3 Live Streams selbst gemacht: Punkt 2 und 3: benötigte Hardware und Mikrofon
  4. Seite 4 Live Streams selbst gemacht: Punkt 4 und 5: separate Video-Hardware und Streaming-Website
  5. Seite 5 Live Streams selbst gemacht: Punkt 6: Streaming-Software und Tabelle zu DSL-Upstreams
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