Live Streams selbst gemacht - Hardware, DSL-Speed, How to und praktische Tipps

Special Antonio Funes

Professionelle Live-Streams gibt es zu Hauf - wir erklären euch, wie ihr auch als Otto Normalspieler eure Games live ins Internet streamet. Dabei beraten wir euch hinsichtlich der passenden Hardware, was bei eurer DSL-Verbindung zu beachten ist und welche Software ihr benötigt.

Videostreams von Spielen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Seien es LetsPlay-Videos von Gamern oder auch Übertragungen von ESport-Events. Doch was ist nötig, um als normaler User selber einen solchen Video-Stream ins Internet zu übertragen - und zwar nicht nur als YouTube-Video, sondern live in Echtzeit? Wir geben euch wichtige Tipps zum Einstieg.

Wenn man als User von einem Stream spricht, meint man damit zunächst einmal allgemein einen Audio- oder Video-Datenstrom in einem Netzwerk. Auch das Internet gilt hier als "Netzwerk". Man lädt die Daten also nicht herunter und spielt sie dann von der Festplatte ab, sondern der PC ruft den Stream ab, der von einem anderen PC/Server aus zur Verfügung gestellt wird. Auch ein Internet-Radiosender ist also ein Stream, ebenso sind die Videos bei YouTubes technisch gesehen Streams. Wir beziehen uns in unserem Special ausschließlich auf Videostreams, speziell auf Live-Streams über das Internet. Ein solcher Live-Stream ist im Grunde genommen nichts anderes als ein normaler Video-Stream wie ein YouTube-Video.

Der Unterschied ist, wie der Name schon sagt, dass ihr bei einem Live-Stream nicht Videos anschaut, die vorher schon auf einen Server hochgeladen wurden und jederzeit auch nachträglich abrufbar sind, sondern ihr bekommt eine Echtzeit-Übertragung zu sehen. Viele TV-Sender bieten ihr Programm auch per Live-Stream an, teilweise sind auch einzelne, besondere Veranstaltungen per Live-Stream zu verfolgen. Dies kann auch eine Pressekonferenz zum Release eines neuen Spieles oder auch die Rede des US-Präsidenten, oder auch ein kostenpflichtiger Stream eines Sportevents. Aber selbst die schon seit vielen Jahren bekannten Internetseiten mit Webcam-Übertragungen wie zum Beispiel von vielen Straßenkreuzungen sind im Grunde genommen Live-Streams.

Aber auch Live-Streams von Games sind beliebt. Im E-Sports-Bereich sind Live-Streams ohnehin das Mittel der Wahl, um wichtige Turniere live zu übertragen, da E-Sport im normalen deutschen Fernseh-Sektor trotz weltweit Stream auf PCgames.de Quelle: pcgames.de Stream auf PCgames.de immensem Interesse und immer höheren Preisgeldern noch nicht so Recht Fuß gefasst hat. Professionelle Firmen berichten über E-Sport-Events häufig live, so dass ihr Starcraft 2-Schlachten oder FIFA-Duelle live verfolgen könnt. Doch auch manch ein Clan kann einzelne Events live ins Internet streamen - zum einen für "Fans", zum anderen aber für interessierte Clan-Mitglieder, die bei dem aktuellen Match nicht mitspielen, oder auch andere Clans, die ihre nächsten Gegner gerne beobachten möchten und nicht auf ein Replay warten möchten. Manch ein einzelner Gamer möchte aber auch vielleicht einfach nur eine Art Live-"LetsPlay" anbieten - die Möglichkeiten sind vielfältig. Wer einen solchen Stream senden will, nutzt dafür aber in der Regel eine Website, auf der wiederum andere User dem Stream aufrufen und verfolgen können. Wir möchten euch nun erklären, was ihr allgemein an technischen Voraussetzungen für einen eigenen Live-Stream benötigt. Natürlich könntet ihr auch einfach euren Windows-Desktop live ins Netz streamen - uns geht es hier aber speziell um das Streamen von Spielen. Technisch gesehen macht dies aber keinen Unterschied. Für Games möchten wir euch später aber das Duo aus der Website twitch.tv und dem Tool xsplit vorstellen, welches derzeit die wohl beliebteste Kombination für private Gaming-Live-Streams darstellt.

  1. Seite 1 Live Streams selbst gemacht: Was ist ein Live-Stream?
  2. Seite 2 Live Streams selbst gemacht: Was gibt es zu beachten? Punkt 1: Internetverbindung
  3. Seite 3 Live Streams selbst gemacht: Punkt 2 und 3: benötigte Hardware und Mikrofon
  4. Seite 4 Live Streams selbst gemacht: Punkt 4 und 5: separate Video-Hardware und Streaming-Website
  5. Seite 5 Live Streams selbst gemacht: Punkt 6: Streaming-Software und Tabelle zu DSL-Upstreams
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