Jahresrückblick Hardware: Grafikkarten (Teil 2)

Special Antonio Funes
Jahresrückblick Hardware: Grafikkarten (Teil 2)
Quelle: Gigabyte

In unserem Jahresrückblick 2019 schauen wir uns die wichtigen Neuheiten und Geschichten rund um Hardware an: Grafikkarten von AMD und Nvidia, CPUs von AMD und Intel, Monitore, G-Sync und Freesync, Google Stadia, Playstation 5 und Xbox Series X bestimmen die Gamer-Themen. Aber auch Apple und Huawei nehmen ein wenig Platz im Rückblick ein.

AMD und Nvidia: Grafikkarten-Chronik 2019 (Teil 2)

Teil 2 unserer Grafikkarten-Historie des Jahres 2019 befasst sich mit der zweiten Jahreshälfte, in der im Gegensatz zur ersten Jahreshälfte auch AMD wesentlich zum Zuge kam. Und zwar zum einen direkt im Juli, zum anderen aber auch noch erst vor wenigen Tagen mit einer Einsteiger-Grafikkarte, die aus unserer Sicht aber ein wenig zu teuer geraten ist. Doch der Reihe nach: Wir starten zunächst mit dem Monat Juli.

Juli: Fünf neue Gamer-Grafikkarten

Anfang Juli kamen AMDs erste Navi-Grafikkarten auf den Markt, die RX 5700 und RX 5700 XT. Möglicherweise auch dem Grund, dass Nvidia durch die positiven Vorberichte zu AMDs Grafikkarten ein wenig ins Schwitzen kam, hat Nvidia kurz nach AMD ebenfalls neue Grafikkarten veröffentlicht, aber bereits vor AMD erste Tests durch Redaktionen zugelassen. Somit gab es zuerst Tests zu Nvidias neuen Modellen und erst danach Reviews zur AMD XT 5700er-Reihe, obwohl letztere zuerst erschien. Die neuen Grafikkarten von Nvidia waren "Super"-Versionen einiger RTX-Grafikkarten.

Mit der AMD Radeon RX 5700 XT - hier das Modell Pulse von Sapphire - hat AMD eine starke Grafikkarte im Portfolio, die ihren Preis wert ist. Quelle: PC Games Hardware Mit der AMD Radeon RX 5700 XT - hier das Modell Pulse von Sapphire - hat AMD eine starke Grafikkarte im Portfolio, die ihren Preis wert ist. Auch wir hatten schon am 6. Juli ein Special zur RTX 2060 Super und RTX 2070 Super, aber erst eine Woche später ein weiteres Special, das die beiden neuen 5700er-Modelle beim Preis-Leistungs-Verhältnis einordnet. AMD hatte damals die Nase vorne, und auch inzwischen hat sich daran nicht viel verändert, außer dass sowohl bei AMD als auch bei Nvidia die Preise weiter nachgelassen haben. AMD bietet aber weiterhin mehr Leistung fürs Geld, wenn man ab etwa 300 Euro bis zu 500 Euro ausgeben will. Am 23. Juli legte Nvidia noch mit einer GeForce RTX 2080 Super nach, die sich aber nicht mit einem AMD-Modell messen muss - es fehlen bei AMD schlichtweg Grafikkarten, die mehr als 500 Euro kosten. Auch unser damaliges Special zur RTX 2080 Super zeigt dies. Die RX 5700 XT bleibt also auch bis zum Jahreswechsel die stärkste AMD-Grafikkarte und liegt etwa 10 Prozent unterhalb einer Nvidia RTX 2070 Super, kostet aber 130 Euro weniger (ab 380 Euro versus ab 510 Euro).

Oktober: GTX 1660 Super

Ende Oktober hat Nvidia die GeForce GTX 1660 durch eine Super-Version aufgewertet. In Tests zeigte sich, dass sie quasi die Ablösung der nicht schnelleren GeForce GTX 1660 Ti ist, und das auch noch zu einem etwas geringeren Preis - unser Special vom 11. November analysiert die Leistung und erklärt auch, dass der Leistungsschub nur durch schnelleres RAM im Vergleich zur normalen GeForce GT 1660 erreicht wurde. Denn der einzige Unterschied ist die Verwendung von GDDR6- anstelle von GDDR5-RAM.

November: GTX 1650 Super

Weiteren Super-Nachwuchs von Nvidia gab es im November, nämlich in Form der die GTX 1650 Super - hier waren die technischen Unterschiede zur Non-Super-Version im Gegensatz zur GTX 1660 (Super) deutlich größer, denn eigentlich ist die GTX 1650 Super eher eine Light-Version der GTX 1660 und nicht eine überarbeitete Version der GT 1650. Zur GTX 1650 Super hatten wir im November noch kein eigenes Special anzubieten - der Grund dafür findet sich im Dezember.

Dezember: Radeon RX 5500 XT

Da wir mit der Radeon RX 5500 XT eigentlich kurz nach der GTX 1650 Super noch im November rechneten, warteten wir mit einem GTX 1650 Super-Special bis zum Release der AMD-Grafikkarte.

Die Nvidia GTX 1650 Super (hier eine MSI Ventus XS OC) ist nicht so stark wie AMDs Radeon 5500 XT - der Aufpreis für letztere ist aber deutlich zu hoch. Quelle: MSI Die Nvidia GTX 1650 Super (hier eine MSI Ventus XS OC) ist nicht so stark wie AMDs Radeon 5500 XT - der Aufpreis für letztere ist aber deutlich zu hoch. Diese kam dann zwar erst im Dezember - im Special konnten wir dafür aber auch die GTX 1650 Super und Radeon RX 5500 XT miteinander in die Arena steigen lassen anstatt beide Karten einzeln zu analysieren. Für AMD in der Preisklasse (über 150 Euro) eher unüblich: Die RX 5700 XT gibt es auch mit lediglich 4GB RAM - in Tests zeigt sich, dass dies in einigen Games ein Nachteil im Vergleich zur 8GB-Version ist. Ebenfalls unüblich: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist schlechter als bei Nvidia. Zwar zeigt die RX 5500 XT mehr Leistung als die GTX 1650 Super, kostet aber in der zu empfehlenden 8GB-Version auch deutlich mehr, nämlich so viel wie eine Nvidia GeForce GTX 1660. Letztere ist aber schneller als AMDs RX 5500 XT - Nvidia siegt somit zum Jahresende im Preisbereich zwischen 180 und 250 Euro.

Für Gamer, die seit längerem ihre Grafikkarte aufgerüstet haben, dürfte übrigens auch unser Special vom 7. Dezember interessant sein - denn dort schauen wir, was es bringt, wenn man eine alte AMD R9 290 durch eine Nvidia GeForce RTX 2060 Super ersetzt. Damit endet der Jahresrückblick, was Gaming-Grafikkarten angeht. Für Spieler, die neue Hardware suchen, war 2019 aber auch in Sachen CPUs interessant - dies ist unser nächstes Themengebiet, das ihr auf der nächsten Seite findet.

  1. Seite 1 Jahresrückblick Hardware: Grafikkarten Teil 1
  2. Seite 2 Jahresrückblick Hardware: Grafikkarten (Teil 2)
  3. Seite 3 Jahresrückblick Hardware: CPUs, Monitore und Google Stadia
  4. Seite 4 Jahresrückblick Hardware: Playstation 5, Xbox Series X, Apple und Huawei
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