Gaming-PCs: Oberklasse- und Top-PC

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Oberklasse- und Top-PC
Quelle: PCGH

Für unser Special haben wir vier PC-Konfigurationen von 620 bis 2130 Euro für euch zusammengestellt und geben auch allgemeine Tipps zur Bauteil-Auswahl.

Oberklasse- und Top-PC für 1480 und 2130 Euro

Für die beiden nun kommenden PCs setzen wir auf AMD, da hier die X3D-CPUs eine tolle Spieleleistung für ihren Preis bieten und dabei noch vergleichsweise wenig Strom benötigen.

Der erste PC für 1480 Euro verwendet den Ryzen 5 7600X3D, der bis vor einigen Wochen nur bei Mindfactory zu haben war. Inzwischen, eventuell auch wegen der Zahlungsprobleme bei Mindfactory, gibt es den Prozessor in anderen Shops für 320 Euro.

Beim Mainboard nehmen wir kein teures, aber auch kein ganz billiges Modell mit B650-Chipsatz, zwei M.2-Slots und fünf Lüfteranschlüssen. 32 GB DDR5-RAM unterstützen die CPU sowie auch die Grafikberechnung, für die wir eine Nvidia GeForce RTX 5070 vorschlagen.

Die RTX 5070-Reihe ist inzwischen nicht mehr nur für starke Aufpreise auf die UVP zu haben und kann daher beim Preis-Leistungs-Verhältnis gut mit der AMD Radeon RX 9070 mithalten, die aber trotzdem eine Alternative bleibt, da sie nur wenig mehr kostet und zehn Prozent schneller ist.

Die RTX 5070 bietet dafür die bessere Raytracing-Leistung und kann in Spielen, die nur DLSS und nicht auch FSR bieten, vom KI-Upscaling profitieren. Unser ausgewähltes Modell von MSI ist nur ein Beispiel, es gibt derzeit viele RTX 5070-Varianten für etwa 650 Euro.

Neben einer 2000-GB-SSD von Lexar befinden sich zudem noch ein starkes Netzteil von Sharkoon und ein Arctic Freezer CPU-Kühler im Gehäuse, bei dem wir uns für ein schickes Modell von Fractal Design entscheiden.

Alternativen für unseren PC wären für Gamer, denen auch Anwendungen wichtig sind, ein Ryzen 7 9700X (beachtet hierzu auch unseren Praxistest mit elf Spielen und Anwendungstests im Vergleich zum Ryzen 7 5700X), nach oben hin auch ein Ryzen 7 7800X3D (430 Euro) oder gar der Ryzen 9800X3D (540 Euro), den ihr gleich noch im Top-PC findet.

Bei der Grafikkarte habt ihr ohnehin die freie Wahl. So sehen unser Oberklasse- und der Top-PC aus, zu dem die Details unter der Tabelle stehen:

Komponente Oberklasse-PC für 1480 Euro     Top-PC für 2130 Euro  
Prozessor AMD Ryzen 5 7600X3D (6 Kerne, 12 Threads) 320 Euro   Ryzen 7 9800X3D (8 Kerne, 16 Threads) 540 Euro
Mainboard ASRock B650M PG Lightning 120 Euro   Asus TUF Gaming B650-Plus WIFI 180 Euro
Arbeitsspeicher 2x16GB Crucial Pro OC, DDR5-6000, CL36 85 Euro   2x16GB Patriot Viper Venom, DDR5-6400, CL32 100 Euro
Grafikkarte MSI GeForce RTX 4070 12G Ventus 2X OC 650 Euro   PowerColor Hellhound Radeon RX 9070 XT 800 Euro
SSD Lexar NQ790, M.2 PCIe 4.0, 2000GB 120 Euro   Patrio Viper VP4300 Lite, M.2 PCIe 4.0, 4000GB 240 Euro
Gehäuse Fractal Design Focus 2, Glasfenster 75 Euro   NZXT H5 Flow (2024), Glasfenster 90 Euro
Netzteil Sharkoon WPM Gold Zero, 650 Watt 80 Euro   be quiet! Pure Power 12 M, 650 Watt 110 Euro
CPU-Kühler Arctic Freezer 36 30 Euro   Endorfy Navis F240 ARGB, AiO-Wasserkühlung 70 Euro
  Gesamtpreis 1480 Euro   Gesamtpreis 2130 Euro

Den Top-PC nennen wir bewusst nicht High-End-PC, da wir nicht an die obersten Grenzen gehen. Da hat bei der Grafikkarte damit zu tun, dass stärkere Grafikkarten als die von uns vorgeschlagene AMD Radeon RX 9070 XT einen viel zu hohen Aufpreis haben.

Die Nvidia GeForce RTX 5070 Ti ist zum Beispiel ein klein wenig stärker, kostet aber etwa 150 Euro mehr. Die RTX 5080 ist 14 Prozent schneller, kostet aber etwa 480 Euro mehr als die RX 9070 XT. Bei der CPU - wir nehmen den Ryzen 7 9800X3D für 540 Euro - wäre ohnehin kein Prozessor in Spielen schneller. Der 780 Euro teure Ryzen 9 9950X3D ist lediglich bei Anwendungen im Vorteil.

Zusammen mit seinen 32 GB DDR5-6400-RAM ist unser PC quasi der High-End-Vernunft-PC, da er bei Preis-Leistung noch gut dasteht, sofern man sorgenloses 4K-Gaming verlangt. Bei der SSD mit 4000 GB Speicherplatz könnt ihr natürlich auch ein kleineres Modell nehmen oder die Kapazität auf mehrere SSDs aufteilen, da das Asus-Mainboard sogar drei M.2-Slots hat (plus einen vierten, in dem aber das WLAN-Modul sitzt).

Für die Leistung angemessen, nehmen wir ein gutes Gehäuse von NZXT und gönnen uns eine All-in-one-Wasserkühlung. Wenn ihr auf eine günstigere Luftkühlung setzt sowie beim Gehäuse und Netzteil jeweils 20 bis 30 Euro weniger ausgebt, kostet unser PC übrigens nur noch etwa 2000 Euro.

Mit einem Mainboard für eher nur 100 bis 120 Euro kommt ihr auch problemlos unter die 2000 Euro-Grenze. Echtes Einsparpotenzial sehen wir ansonsten nicht, außer bei der schon erwähnten SSD-Kapazität - bei CPU und Grafikkarte kommt ihr nämlich dann schnell zum gleichen Vorschlag, den unser Oberklasse-PC vertritt.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Tipps zu Kühler, Gehäuse und Netzteil
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Tipps zu RAM, Mainboard, CPU und Grafikkarte
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Oberklasse- und Top-PC
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