Gaming-PCs: Tipps zu RAM, Mainboard, CPU und Grafikkarte

Special Antonio Funes
Gaming-PCs: Tipps zu RAM, Mainboard, CPU und Grafikkarte
Quelle: PCGH

Für unser Special haben wir vier PC-Konfigurationen von 620 bis 2130 Euro für euch zusammengestellt und geben auch allgemeine Tipps zur Bauteil-Auswahl.

Mainboard und RAM

Mehr als 90 bis 110 Euro, für Einsteiger-PCs auch 60 bis 80 Euro braucht ihr für ein Mainboard nicht auszugeben, sofern ihr nichts Besonderes benötigt und nicht übertakten wollt. Bei Mainboards ist es nämlich so, dass der Griff zu einem günstigen Modell nur bei zwei Szenarien die Leistung negativ beeinflusst.

Zum einen kann ein Mainboard, das keinen vollwertigen PCI-4.0- oder 5.0-Slot für die Grafikkarte hat, bei manchen Einsteiger-Grafikkarten deren Leistung schmälern. Das zweite Szenario ist der Fall, dass ihr die CPU übertakten wollt. Bei diesem Thema schneiden teurere Mainboards besser ab. Bei Intel-CPUs ist sogar ein Mainboard mit Z-Chipsatz Pflicht, das stets teurer als die Einsteiger-Mainboards sind.

Ansonsten reicht aber auch ein günstiges Mainboard völlig aus, solange mindestens ein PCIe 4.0-Slot für die Grafikkarte vorhanden ist, außerdem sollte es einen, am besten zwei M.2-Slots für entsprechende SSDs geben. Ganz allgemein muss natürlich das Mainboard einen Sockel passend zu eurer ausgewählten CPU haben.

Relativ günstig bei gleichzeitig solider Ausstattung sind beim Sockel AMD AM4 Mainboards mit dem B550-Chipsatz, bei AM5 mit dem B650- oder B850-Chipsatz. Für Intels Sockel 1700 sind Chipsätze wie der B760 oder H610 zu nennen, beim Sockel 1851 der Chipsatz B860. Der Chipsatz steckt übrigens bei fast allen Mainboards im Namen mit drin.

ASUS TUF Gaming B650-Plus Quelle: Asus Asus TUF Gaming B650-Plus WIFI Bei Intels Sockel 1700 könnt ihr zudem zahlreiche Modelle als Variante einerseits für DDR4-RAM und andererseits für DDR5-RAM finden. In Tests hat dabei das DDR5-RAM für Spiele nur minimale Vorteile gezeigt. Da DDR5-RAM aber teurer als DDR4-RAM ist - 32 GB kosten etwa 30 bis 40 Euro mehr -, raten wir hier zu DDR4-RAM.

Dabei sind wir auch schon beim Thema RAM angekommen. Beim Sockel AM4 sowie Intel Sockel 1700 sind DDR4-3200 üblich. Beim Sockel AM5 oder Intel 1851 sowie für den Fall, dass ihr für den Sockel 1700 doch DDR5-RAM nehmen wollt, sind es DDR5-5600. Falls ihr etwas schnelleres RAM ohne großen Aufpreis bekommt, könnt ihr zuschlagen.

Achtet aber darauf, dass der CL-Wert dabei nicht deutlich höher als beim langsamer getakteten RAM ist, da es ansonsten in der Summe sogar langsamer sein kann. Bei DDR4 sind CL16 oder CL18 gut, bei DDR5 CL-Werte von 40 oder kleiner.

CPU und Grafikkarte

Eine gute Kombination aus CPU und Grafikkarte (achtet bei der Grafikkarte darauf, dass sie von der Länge her ins Gehäuse passt) ist wichtig. Dies hängt natürlich auch vom Budget ab. Falls ihr beim Gehäuse, Netzteil und dem Mainboard zur tieferen Preisklasse greift und als SSD bei 1000 GB als Kapazität landet, könnt ihr für diese Basis-Bauteile grob 280 bis 320 Euro einrechnen, je nachdem, ob ihr DDR4- oder DDR5-Ram benötigt.

Wenn ihr nun von eurem PC-Budget die etwa 300 Euro für die Basis-Bauteile abzieht, wisst ihr, welche der Kombinationen aus CPU und Grafikkarte infrage kommen. Für Einsteiger-PCs, bei denen ihr nur 16 GB RAM sowie besonders günstige weitere Komponenten nehmt, zieht ihr eher nur 250 Euro ab.

Ein Rechenbeispiel: Bei einem Budget von 1200 Euro bleiben also noch etwa 900 Euro für CPU und Grafikkarte. Ihr könntet dafür eine AMD Radeon RX 9070 oder Nvidia GeForce RTX 5070 für 650 Euro nehmen, hättet dann aber nur noch 250 Euro für eine CPU - dabei wäre maximal ein Core i5-14600KF drin, der zwar in Spielen passabel ist, aber kein Kauf mit riesiger Zukunftsaussicht wäre.

Wir halten es in dem Fall für besser, zum Beispiel einen Ryzen 7 9700X, Ryzen 5 7600X3D oder Core i5-265K für etwa 320 bis 350 Euro und als Grafikkarte nur eine AMD Radeon RX 7800 XT zu nehmen. Einen Teil des Leistungsnachteils durch die langsamere Grafikkarte kompensiert die stärkere CPU, die zudem für viele Jahre als Basis dienen kann, sodass ihr durch den Kauf einer neuen Grafikkarte den PC wieder für die jeweils neuesten Games flottmachen könnt.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Tipps zu Kühler, Gehäuse und Netzteil
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Tipps zu RAM, Mainboard, CPU und Grafikkarte
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Oberklasse- und Top-PC
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk