Gaming-PC zusammenstellen: Vier Angebote von 620 bis 2130 Euro und Tipps zur Auswahl

Special Antonio Funes
Gaming-PC zusammenstellen: Vier Angebote von 620 bis 2130 Euro und Tipps zur Auswahl
Quelle: PCGH

Für unser Special haben wir vier PC-Konfigurationen von 620 bis 2130 Euro für euch zusammengestellt und geben auch allgemeine Tipps zur Bauteil-Auswahl.

In unserem heutigen Special wollen wir zunächst einige Tipps dazu geben, was ihr beim Zusammenstellen eines eigenen Gaming-PCs beachten solltet. Dabei geht es um die Auswahl von CPU und Grafikkarte in Verbindung mit einem Mainboard und passendem RAM, aber ebenso um Gehäuse, Netzteile, CPU-Kühler sowie SSDs - wir decken also alle Bauteile ab, die ihr für einen Gaming-PC benötigt.

Der wichtigste Part unseres Specials sind aber vier PC-Zusammenstellungen, die wir als beispielhafte Vorschläge für euch vorbereitet haben. Dabei geht es um PCs von gut 600 bis knapp über 2100 Euro. Je stärker der PC ist, desto mehr Qualität gönnen wir uns dabei auch bei den Komponenten, die für die Leistung eigentlich irrelevant sind.

Der Einsteiger-PC hat zum Beispiel ein besonders günstiges Gehäuse und Netzteil sowie eine kleine SSD, den Top-PC hingegen werten wir mit einem edlen Gehäuse, einer aufwendigen Kühlung und einem Übertakter-Mainboard auf.

CPU-Kühler

Starten wollen wir mit den Komponenten, bei denen es sich rein auf die Spieleleistung bezogen nicht lohnt, eine teurere Variante zu nehmen. Hierzu zählt die CPU-Kühlung. Letztere spielt nur eine Rolle, falls ihr die CPU stark übertakten möchtet. In diesem Falle lohnt sich ein Luftkühler für mehr als 30 Euro oder eine AiO-Wasserkühlung (AiO = All in One) ab etwa 70 Euro.

Ansonsten kauft euch einfach nur einen Kühler mit PWM-Stecker für 20 bis 30 Euro, der zu dem Sockel passt, den die von euch auserkorene CPU und somit auch das Mainboard hat. Dies reicht für einen leisen Betrieb völlig aus.

Für Budget-PCs tut es auch der bei der CPU (Boxed-Variante) mitgelieferte Kühler. Achtet beim Kauf eines Kühlers darauf, dass er nicht zu hoch ist, um in euer ausgesuchtes Gehäuse zu passen. Die maximal zulässige Kühlerhöhe findet ihr bei den technischen Daten des Gehäuses.

Fractal Design Focus 2 Quelle: Fractal Design Fractal Design Focus 2

Gehäuse

Stichwort Gehäuse: Hier empfehlen wir als Baugröße ATX - die Abkürzung steht beim Mainboard für bestimmte Maximalmaße und Positionen von Schrauben zur Fixierung des Mainboards. Welche Formate zusammenpassen, zeigt euch die Grafik unter diesem Absatz. Nur wer bewusst einen sehr kleinen PC zusammenstellt, sollte Mini-ITX ins Auge fassen, da passende Mainboards vergleichsweise teuer sind.

Wem ATX-Gehäuse zu groß sind, Mini-ITX aber zu teuer, der kann ein µATX-Gehäuse auswählen. Das besonders große Gehäuse-Format E-ATX wiederum ergibt für einen normalen Gaming-PC keinen Sinn - Lüftung und Kühlung gelingen auch in ATX-Modellen problemlos. Nur wer unbedingt ein ganz bestimmtes Mainboard kaufen möchte, das den E-ATX-Standard hat, sollte ein E-ATX-Gehäuse auf die Liste setzen.

Mainboards-Gehäuse-Formate Quelle: Antonio Funes Mainboards-Gehäuse-Formate

Netzteil und SSD

Beim Netzteil solltet ihr ein Markenmodell nehmen, das dann aber nicht unbedingt die Wattleistung bieten muss, die der Grafikkartenhersteller für seine Grafikkarte empfiehlt. Denn die Empfehlung basiert auf der Annahme, dass manche Nutzer ein "Blender"-Netzteil haben, das mit beispielsweise 700 Watt Nennleistung nicht besser als ein 500-Watt-Markenmodell ist.

Für genaue Empfehlungen solltet ihr im Einzelfall recherchieren, aber selbst für einen Top-PC muss es kein 1000 Watt-Modell sein - effektiv braucht ein PC mit einem Ryzen 9 9950X oder Intel Core i9-14900K gepaart mit einer Nvidia GeForce RTX 5080 etwa 550 Watt bei Spielelast, sodass ein Markenmodell mit 650 bis 700 Watt ausreicht.

Sollte Übertaktung ein Thema sein, kann sich ein besonders gutes Netzteil wegen der hochwertigeren Bauteile rentieren, da es den Strom noch stabiler liefert als normale Markennetzteile.

Ein kurzes Wort zu SSDs: Wir empfehlen M.2-SSDs, am besten sollte das Mainboard daher auch zwei oder mehr freie M.2-Slots haben. Es muss aber keine ultraschnelle SSD sein - die Ladezeiten mit einer SSD, die über 6000 MB/s schafft, sind nur minimal schneller als mit einer 1500 MB/s-SSD. Bei ähnlichem Preis nehmt aber ruhig die schnellere SSD.

  1. Seite 1 Gaming-PCs: Tipps zu Kühler, Gehäuse und Netzteil
  2. Seite 2 Gaming-PCs: Tipps zu RAM, Mainboard, CPU und Grafikkarte
  3. Seite 3 Gaming-PCs: Einsteiger- und Mittelklasse-PC
  4. Seite 4 Gaming-PCs: Oberklasse- und Top-PC
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