PCs von 460 bis 1.000 Euro: Tipps und Hinweise zu einzelnen Komponenten und SSD
Special
In unserem Special findet ihr Vorschläge für vier Spiele-PCs ab 460 Euro, die für ihren jeweiligen Preis eine optimale Spieleleistung bieten. Die Zusammenstellung erfolgte mit dem Fokus auf das optimale Preis-Leistungsverhältnis für jeden Geldbeutel.
Mainboards, Netzteil und Gehäuse
In unseren Zusammenstellungen nennen wir konkrete "Modelle" für diese drei Komponenten. Diese sind aber nur Vorschläge, die zeigen sollen, welche Preisklasse bei einem jeweiligen Gesamtbudget passend ist. Wenn wir also ein Mainboard von MSI für
Quelle: Thermalright
Thermalright HR-02 Macho
etwa 90 Euro nennen, dann könnt ihr auch ein Modell von Asus, ASRock, Biostar und so weiter für etwa 90 Euro nehmen, oder auch - wenn ihr euch der Vor- oder Nachteile bewusst seid - ein deutlich teureres oder günstigeres. Beim Gehäuse entscheidet natürlich vor allem euer Geschmack. Beim Netzteil reicht selbst für Top-PC ein Markenmodell ab etwa 50 Euro mit 450 bis 500 Watt aus - wichtig für starke Grafikkarten: es sollte zwei Stecker für PCIe besitzen (optimal: Stecker mit 6+2 Pins, die man wahlweise als 6 oder als 8-Pin-Stecker nutzen kann).
RAM, Festplatte und DVD-Laufwerk
Bei diesen frei Komponenten hängt die Wahl sehr davon ab, was der Händler eures Vertrauens dabei auf Lager hat. Bestimmte "Modelle" sind nicht nötig, lediglich die Eckdaten müssen stimmen. Beim Arbeitsspeicher gilt: optimal ist derzeit DDR3-1600 (PC3-12800U) mit einer Spannung von 1,5 Volt. Die restlichen Werte sind in der Praxis irrelevant, auch ein höherer Takt bringt keine spürbaren Vorteile. Für die günstigeren PCs nehmen wir einen Riegel mit vier Gigabyte, für die PCs ab 700 Euro acht Gigabyte verteilt auf zwei Riegel. Mehr Arbeitsspeicher macht nur dann Sinn, wenn ihr bestimmte Anwendung wie Videoediting intensiv betreiben wollt. Selbst acht Gigabyte bringen bisher nur bei wenigen Spielen einen kleinen Vorteil im Vergleich zu vier Gigabyte, sind aber noch lange kein "Muss". Bei der Festplatte sieht es ähnlich aus: 7200 Umdrehungen pro Minute und SATA2 oder 3 - mehr an Eckdaten sind nicht nötig. Die genaue Größe bleibt euch überlassen, wir empfehlen aber mindestens 1000 Gigabyte, da man mit
Quelle: Corsair
Corsair CX500
kleineren Modellen nur wenig Geld spart (nur 10 Euro Ersparnis, wenn man eine halb so große Festplatte nimmt). Für einen DVD-Brenner ist die Wahl noch simpler: Hauptsache SATA als Schnittstelle - ansonsten sind die einzelnen Modelle alle sehr ähnlich und sollten unter 20 Euro kosten.
SSDs
Eine SSD ist ein Speicherlaufwerk, welches auf Speicherchips basiert. Das heißt: es ist quasi wie eine Festplatte, aber ohne sich drehende Platten und mechanische Bauteile. Vorteil: vor allem die Zugriffszeiten sind nahe Null, also extrem schnell, da nicht wie bei einer Festplatte ein Lesearm sich erst die richtige Stelle der Platte suchen muss. Vor allem Windows, wo oft viele, aber kleine Datenfetzen geladen werden müssen, wird aus Sicht des Users deutlich fixer laufen. Nachteil: eine SSD mit 240 bis 256 Gigabyte kostet doppelt so viel wie eine 2000-Gigabyte-Festplatte. Für ein unproblematisches Unterbringen von Windows und allen gängigen Anwendungen empfehlen wir eine SSD mit 120 Gigabyte für etwa 90 Euro. Eine Festplatte mit 1000 Gigabyte werdet ihr mit Sicherheit trotzdem mit einbauen wollen. Auf eine SSD solltet ihr daher also bei einem niedrigeren Gesamtbudget erst einmal verzichten, wenn ihr nicht bei der Grafikkarte und CPU und somit bei der Spieleleistung deutliche Abstriche machen wollt. In unsere PCs haben wir keine SSDs eingebaut, da eine SSD ein Komfort-Produkt ist, welches die Spielepower nicht erhöht. Wenn ihr also eine SSD nutzen wollt, müsst ihr dies bei unseren PCs mit dazurechnen.
In diesem Artikel
- Seite 1 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Warum selber zusammenstellen? Soundkarte sinnvoll?
- Seite 2 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Tipps und Hinweise zu einzelnen Komponenten und SSD
- Seite 3 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Anmerkung zu Grafikkarten und Einsteiger-PC für 460 Euro
- Seite 4 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Mittelklasse-PC unter 600 Euro
- Seite 5 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Oberklasse-PC unter 750 Euro
- Seite 6 PCs von 460 bis 1.000 Euro: Spitzenklasse-PC unter 1.000 Euro
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