Cloudgaming: Cloudgaming-Anbieter Teil 2 und Fazit
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Beim Cloudgaming sendet ein Anbieter das Game als Videostream zum Spieler. Doch wie genau funktioniert das, und was muss man beachten, um über eine Cloud zu spielen? Welche Nachteile muss man bedenken, und welche Anbieter-Konzepte gibt es? Diese Fragen klären wir und listen euch auch die wichtigsten Anbieter für Cloudgaming und deren Konzepte auf.
Shadow
Bei Shadow handelt es sich um den einzigen hier aufgeführten Vertreter, der nichts anderes macht, als die Hardware zu vermieten. Ihr mietet Rechenpower und Speicherplatz, um unter einer virtuellen Oberfläche eure eigenen Anwendungen und Games zu installieren. Die Rechenpower passt sich dabei dem an, was die jeweilige Anwendung gerade verlangt. Das Fernsteuern des Shadow-PCs erfolgt über euren PC oder Laptop mit Windows oder Mac-OS oder auch über zur Android-App kompatible Smart-TVs, Tablets und Smartphones. Shadow unterstützt auch 4K bei 60FPS, wobei nicht jedes Game bei vollen Details diese Werte erreichen kann. Shadow kostet 29,99 Euro pro Monat.
Sony Playstation Plus, ehemals Playstation Now
Sony hat inzwischen den Cloudgaming-Dienst Playstation Now und die für Onlinegaming nötige Mitgliedschaft Playstation Plus zusammengeführt. Bei Playstation Plus gibt es nun die Varianten Essential, Extra und Premium. Extra und Premium bieten, wie beim Xbox Games Pass, viele Titel im PlayStation Plus-Katalog an, die ihr herunterladen und installieren könnt. Aber nur mit der Premium-Variante sind diese Games alternativ via Cloudgaming spielbar.
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Die Premium-Variante kostet pro Monat 16,99 Euro oder für 3 Monate 49,99 Euro (etwa 16,66 Euro monatlich) oder als Jahresabo 119,99 Euro (entspricht monatlich 9,99 Euro). Die Cloudgaming-Funktion ist dabei übrigens auch auf dem PC verfügbar, sodass auch PC-Besitzer bestimmte normalerweise Playstation-exklusive Games spielen können.
Weitere Cloudgaming-Services
An sich wollten wir Vortex einen eigenen Abschnitt widmen, denn der kleine Anbieter bietet einen Katalog an Games zu einem fairen Preis an, wobei die Zielgruppe keine Power-Gamer sind. Es geht vor allem um Free-to-Play-Games oder auch nicht mehr ganz taufrische AAA-Games. The Witcher 3, Skyrim, Shadow of the Tomb Raider oder Civilization 6 oder auch Mid-Budget- und Indie-Spiele wie Hades, und die Gesamtspielzeit ist auf 50 Stunden pro Monat begrenzt. Allerdings nimmt Vortex keine neuen Abonnenten mehr an, sodass wir nicht ins Detail gehen müssen.
Quelle: Amazon
Bisher nur in den USA verfügbar ist Luna von Amazon.
Ebenfalls nur der Vollständigkeit halber erwähnen wir Luna - dies ist das Cloudgaming-Angebot von Amazon, das allerdings bislang nur in den USA zur Verfügung steht. Dabei bietet Amazon ein Abo mit über 100 Games an, ermöglicht aber Publishern auch, einzelne Games abseits des Abos anzubieten. Dies könnte man mit YouTube vergleichen: Ein Spiel hat eine Art Kanal, den man abonnieren kann, und der Nutzer bezahlt dafür. Amazon sorgt dafür, dass das Cloudgaming dann einwandfrei läuft. Dabei kann es sich um ein einzelnes Game, aber auch um ein Portfolio des Publishers handeln. Zu guter Letzt wäre da noch EA Atlas, ein Cloudgaming-Projekt von Electronic Arts. Dies befindet sich seit einer Weile in einer geschlossenen Testphase. Angesichts der bereit erfolgreichen Konkurrenz und der Tatsache, dass EA selbst zugelassen hat, dass das eigene Abomodell "EA Play" Bestandteil des Game Pass wurde, sind wir nicht sicher, ob EA noch ernsthaft an einem eigenständigen Cloudservice interessiert ist.
Fazit: Mit passendem Internetzugang interessante Option
Cloudgaming kann durchaus für manch einen eine gute Alternative oder auch eine Ergänzung zum normalen Gaming über einen lokalen PC oder eine Spielekonsole sein, sofern der heimische Internetanschluss geeignet ist. Unser Autor nutzt beispielsweise vor allem für weniger actionreiche Games die Cloudgaming-Funktion des Xbox Game Pass Ultimate. Dabei ist es durchaus hilfreich, dass man manche Games nicht extra auf dem ohnehin schmalen Speicherplatz einer Konsole installieren muss, sondern sie einfach per Cloud spielt. Es ist sogar denkbar, dass es in ferner Zukunft ohnehin keine stationären Geräte mehr gibt, sondern zumindest neue Games wie selbstverständlich nur via Cloud spielbar sind und gar nicht mehr zur Installation auf einem eigenen PC auf den Markt kommen. Hierfür müsste dann aber mehr oder weniger weltweit Internet mit einem guten Ping verfügbar sein.
