Toller Stil und hübsche Optik - größtenteils schneidet Ghost of Yotei auch technisch gut ab!
Stilvoll bis zum kleinsten Detail
Dafür kommen aber noch die grandios inszenierten Duelle dazu. Wir können zufällig in der Spielwelt auf Krawall gebürstete Kämpfer treffen oder Nebenaufträge zum Beseitigen bestimmter Leute erhalten. Die Duelle finden wie in Tsushima in einer Art Ring oder Arena statt, machen viel Laune und sind atmosphärisch erstklassig.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die meisten Quests durch den Aufbau der Spielwelt kaum als simple Nebentätigkeiten auffallen. Auch die Belohnungen, die wir immer wieder nach Abschluss solcher Missionen erhalten, können sich häufig sehen lassen.
Der fantastische Stil, den Ghost of Yotei von vorn bis hinten an den Tag legt, zeigt sich sogar beim Pausieren des Spiels. Die Map erscheint in einem schicken, gezeichneten Look und in den anderen Menüpunkten regnet es Blätter um unseren Charakter herum. Das sind erneut nur Kleinigkeiten, die beweisen aber, wie viel Herzblut in die Entwicklung geflossen ist.
Quelle: PC Games
Selbst das Menü inklusive Karte und Inventar ist absolut stimmig integriert. Im Hinblick auf Stil punktet Ghost of Yotei von vorn bis hinten.
Wenn wir uns im Yotei-Grasland auf unser Pferd schwingen, fahren direkt schwarze Balken ins Bild, um der Schönheit der Natur noch mehr Ausdruck zu verleihen. Warum das nur in diesem Gebiet und nicht in den anderen passiert, wissen wir allerdings nicht. Eventuell da im Startareal weniger Gefahren auf uns lauern, aber vielleicht gibt's dafür auch andere Gründe.
Da wir euch bereits ein paar Details zum Aufschlagen des Camps verraten haben, müssen wir auch noch ein paar Sätze über die stimmigen Minispiele verlieren. Streichen wir am Lagerfeuer über das Touchpad des DualSense-Gamepads, erzeugen wir durch Reibung Funken. Durch Drücken der R2-Taste bringen wir die Flammen im Anschluss durch Pusten zum Brennen.
Gefundene Pilze und gefangener Fisch lassen sich dort danach grillen. Dazu bewegen wir den PS5-Controller gleichmäßig über dem Feuer und wenden unser Essen hin und wieder. Wer das nicht möchte, kann solche kleinen Spielereien auch überspringen oder im Menü ausstellen. Für die volle Immersion gehören für uns solche Interaktionen aber dazu.
Quelle: PC Games
Am Lagerfeuer bereiten wir Pilze und Fische zu. Das Essen sorgt für einen vorübergehenden Fähigkeiten-Boost.
Ein Glücksspiel namens Zeni-Hajiki hat ebenfalls den Weg in Ghost of Yotei gefunden. Als schnelle Nebenbeschäftigung kann das Spiel, bei dem wir Münzen über einen Tisch schnippen müssen, für Abwechslung sorgen. An das legendäre Gwent aus The Witcher 3 kommt es aber nicht heran.
Neben Geld setzen manche Konkurrenten sogar Talismane ein, die wir beim Gewinn einer Runde einsacken können. Es gibt in der Spielwelt extrem viel anzustellen, wodurch ihr für einen kompletten Durchlauf mit allen Geheimnissen, Sammelgegenständen und Nebenaufträgen locker über 60 Stunden planen könnt.
Hohes Niveau mit kleineren Schwächen
Aus technischer Sicht gibt's viel Positives zu sagen, aber ein paar Schwachpunkte stechen uns auch ins Auge. Der DualSense-Controller der PS5 ist nicht nur beim Kochen gut eingebunden, er bietet ebenfalls ein starkes Feedback beim Aufspüren von Dingen, beim Spannen unseres Bogens und Abfeuern unserer Schusswaffe. Dabei helfen die Vibrationsfunktion und die Trigger-Tasten.
Was außerdem auffällt, sind die kurzen Ladezeiten. Das Geschehen geht beim Wechsel von Regionen und nach Zwischensequenzen nahtlos ins Gameplay über. Der Spielstart dauert ebenfalls nur wenige Augenblicke. Innerhalb von Sekundenbruchteilen befinden wir uns vom Hauptmenü unserer Konsole direkt im Spiel. Sowohl auf der normalen PS5 als auch auf der Pro-Variante überspringt Ghost of Yotei den Titelbildschirm und gibt uns sofort die Kontrolle über Atsu. Das ist großartig!
Quelle: PC Games
Der namensgebende Berg Yotei thront beinahe überall in Ezo im Hintergrund. Wir können sogar den Gipfel besteigen.
Dass das Action-Adventure mit einer faszinierenden Kulisse glänzt, dürfte nach unseren verteilten Lorbeeren rund um die Spielwelt niemanden mehr überraschen. Wettereffekte, Lichtstimmung und ein grandioser Abwechslungsreichtum in den Umgebungen setzen dem noch die Krone auf.
Auf der PS5 Pro läuft das Geschehen komplett ohne Ruckler mit Raytracing und 60 Bildern pro Sekunde. Auf der normalen Playstation können wir uns für einen Qualitätsmodus oder Raytracing-Modus mit 30 FPS entscheiden, oder einen Leistungsmodus mit ebenfalls 60 Bildern pro Sekunde auswählen. Wir empfehlen den Leistungsmodus, da wir in Sachen Auflösung kaum Abstriche machen müssen. Auf Seite 5 unseres Tests verraten wir euch, wo es noch ein paar Probleme gibt, warum uns der Soundtrack umhaut und unser abschließendes Fazit.
