Ghost of Yōtei im Test: Camp-Feature und Spielwelt

Test Michael Grünwald
Ghost of Yōtei im Test: Camp-Feature und Spielwelt
Quelle: PC Games

Coole Features und eine atemberaubende Spielwelt - Ghost of Yotei überzeugt uns mit ganz viel Lebendigkeit.

Red Dead Redemption 2 lässt grüßen

Neben der Wölfin gibt es auch noch einige Menschen, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das sind Story-relevante Charaktere, aber auch Händler. In allen Gebieten können wir Gasthäuser besuchen, in denen unter anderem ein Rüstungsschmied oder eine Bognerin auf uns warten.

Für einen bestimmten Betrag und Ressourcen stärken die unsere Ausrüstung. Sind wir einmal in der hintersten Pampa unterwegs, können wir zu abgeschlossenen Orten schnellreisen oder ein Lager aufschlagen. Dort füllt sich unser Geist auf, wir spielen ein wenig auf unserer Shamisen, kochen, schlafen oder bekommen hin und wieder auch Besuch von zufälligen Questgebern und den Händlern.

Das heißt, wir müssen nicht extra den weiten Weg zum nächsten Gasthaus aufsuchen, sondern kaufen direkt vor Ort ein - das ist ziemlich praktisch. Manchmal entdecken wir auch andere kleine Camps, wo wir uns dazugesellen und ein wenig plaudern können. Hin und wieder verraten uns die Leute dabei sogar Plätze, an denen Geheimnisse auf uns warten.

Kojiro, der Kopfgeldvermittler, taucht in jedem Gebiet in der Nähe von Gasthäusern auf und hat ein paar Jobs für uns parat. Quelle: PC Games Kojiro, der Kopfgeldvermittler, taucht in jedem Gebiet in der Nähe von Gasthäusern auf und hat ein paar Jobs für uns parat. Das Camp-Feature in Ghost of Yotei kommt nicht ganz an die Lebendigkeit eines Red Dead Redemption 2 heran, erinnert uns aber schon häufig an das Western-Meisterwerk von Rockstar. Die Messlatte liegt dabei allerdings sehr hoch, wie wir alle wissen. Dennoch sorgt das Ganze für Atmosphäre und solche Kleinigkeiten machen am Ende ein gutes Spiel aus.

Ein natürliches Kunstwerk

Dazu braucht es aber auch eine passende Spielwelt und Ghost of Yotei macht in diesem Punkt beinahe alles richtig. Ezo ist keine komplett offene Welt, sondern in verschiedene, große Abschnitte eingeteilt. Jedes Gebiet unterscheidet sich dabei ordentlich von den anderen.

Da hätten wir unter anderem das Yotei-Grasland, in dem sich Atsus Zuhause befindet. Dort streifen wir durch grüne Wiesen, wo man nur hinsieht. Wir entdecken überall Rehe, Bären und gewaltige Vogelschwärme. Die Vielfalt an Tieren ist absolut überwältigend. Sind wir mit dem Pferd unterwegs, bekommen wir zudem einen Geschwindigkeits-Boost, sobald wir durch die großflächigen weißen Blumenfelder reiten.

Spuren im Schnee: Die winterlichen Landschaften machen große Lust auf die kalte Jahreszeit - zumindest für Fans von Schnee und Eis. Quelle: PC Games Spuren im Schnee: Die winterlichen Landschaften machen große Lust auf die kalte Jahreszeit - zumindest für Fans von Schnee und Eis. Komplett anders sieht die Welt dagegen im Norden Ezos aus. Am Teshio-Kamm stapelt sich der Schnee teilweise auf Hüfthöhe. Das Gelände ist außerdem karg und bergig. Zieht ein Schneesturm auf, müssen wir uns zusätzlich zu anderen Gefahren noch vor der Kälte in Acht nehmen. Nach und nach leert sich unser Gesundheitsbalken und auch mit eingeschränkter Sicht haben wir zu kämpfen.

Die Landschaften in den unterschiedlichen Biomen sind ein absolutes Kunstwerk. Mit dem Areal im Norden zaubert Sucker Punch sogar eines der beeindruckendsten Schneegebiete überhaupt auf die Bildschirme.

Nicht nur die Umgebungen an sich glänzen mit Vielfalt, sondern die komplette Spielwelt hat überall etwas zu bieten. Sobald wir auf die Open World losgelassen werden, können wir uns von ihr leiten lassen. Wie schon im Vorgänger Tsushima gibt es keine Questmarker, sondern den Wind als Indikator für den richtigen Weg.

Ja, wir können uns von Isaburo, dem Kartographen, Standorte von Schreinen, heißen Quellen und Fuchsbauten zeigen lassen. Es funktioniert jedoch genauso gut, auf eigene Faust loszuziehen und die Spielwelt zu erkunden. Die Aktivitäten sind deutlich natürlicher und abwechslungsreicher eingebunden als im Vorgänger. Keine Wolfshöhle gleicht der anderen, es passieren jedes Mal andere Dinge während unserer Ausflüge.

Die weißen Blumen sehen nicht nur schick aus, sie sorgen auch für einen Geschwindigkeits-Boost beim Durchreiten. Quelle: PC Games Die weißen Blumen sehen nicht nur schick aus, sie sorgen auch für einen Geschwindigkeits-Boost beim Durchreiten. Einziges Manko sind die vielen Seen und Flüsse, die Atsu lediglich bis zum Knöchel gehen. Unsere Hauptfigur kann zwar schwimmen und auch unter die Wasseroberfläche tauchen, um heimlich an Feinde heranzukommen, für richtiges Unterwasser-Gameplay reicht es allerdings nicht. Reiten wir durch ein tieferes Gewässer, möchte unser Pferd zudem nicht weiter. Da hat sich Sucker Punch wohl ein paar Animationen gespart. Auf Seite 4 unseres Tests erfahrt ihr mehr über Stil und Grafik!

  1. Seite 1 Einstieg, Story und Hauptfigur
  2. Seite 2 Gameplay, Kampfsystem und Begleiter
  3. Seite 3 Camp-Feature und Spielwelt
  4. Seite 4 Stil und Technik
  5. Seite 5 Probleme, Soundtrack, Fazit und Wertung
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk