PC-Gehäuse: Wasserkühlungen, Checkliste

Special Antonio Funes
PC-Gehäuse: Wasserkühlungen, Checkliste
Quelle: Antec

In unserer Kaufberatung zu PC-Gehäusen erläutern wir, was es mit den verschiedenen Gehäuseformaten wie ATX und Mini-ITX auf sich hat, wie teuer ein Gehäuse sein sollte, was es bei der Kühlung zu beachten gibt und mehr. Wir bieten auch eine Checkliste für den und haben 80 Gaming-Gehäuse von 45 bis 100 Euro in einer Marktübersicht.

Wasserkühlung: Mehr Planung nötig

Wer eine Wasserkühlung einbauen will, kann auch ein Gehäuse nehmen, bei dem die maximale CPU-Kühler-Höhe unter 16 Zentimeter liegt. Denn der eigentliche Kühler für CPUs ist bei Wasserkühlungen eher flach. Unbedingt beachten sollte man aber passende Einbauplätze. Dabei gibt es viele Fallstricke, denn wenn ein Hersteller angibt, dass etwa ein 280er-Radiator passt (also ein Radiator, der zwei 140mm-Lüfter beheimatet und entsprechend etwa 280 Millimeter lang ist), muss das nicht bedeuten, dass man ihn auch in jedem Falle einbauen kann. Es kann passieren, dass sich der Radiator beim Einbauversuch so verkantet, dass man ihn gar nicht an seine Position bringen kann.

Vor allem dann, wenn auch eine Grafikkarte eingebaut ist, die die maximal mögliche Länge (fast) ausreizt, kann es passieren, dass vorne im Gehäuse der Radiator nicht mehr hinpasst. Dies ist der Fall bei Gehäusen, die den Festplattenkäfig so platziert haben, dass er nicht in Höhe der Grafikkarte ist, so dass die Grafikkarte fast bis zur Gehäusefront reichen darf. Ebenso kann es passieren, dass der Radiator zwar passt, aber dann den Schlauchanschlüssen irgendein Bauteil des Gehäuses im Weg ist. Und ein drittes Problem kann die Dicke des Radiators inklusive Lüftern sein.

Denn hier kann es vorkommen, dass Teile des Mainboards im Weg sind oder der Radiator gerade so passt, man aber zumindest einen der Lüfter nicht mehr aufsetzen kann, da ein Gehäuseteil im Weg ist. Wenn es nicht nur um eine All-in-One-CPU-Wasserkühlung geht, sondern um eine ausgewachsene Custom-Wasserkühlung, muss man sich freilich noch genauer informieren. Denn man braucht auch noch Platz für die Pumpe, einen Ausgleichsbehälter, möglicherweise auch mehr als nur einen Radiator und die dazu gehörenden Schläuche.

USB-Anschlüsse

Die Anzahl der hinteren USB-Ports wird vom Mainboard bestimmt, das ihr einbaut. Allerdings haben PC-Gehäuse auch vorne USB-Anschlüsse. Hier gibt es inzwischen viele Möglichkeiten - meistens gibt es mindestens zwei USB-A-Anschlüsse, wobei ihr darauf achten müsste, welchen Standard sie genau bieten, also zum Beispiel 2.0 oder 3.0.

Zalman Z3 NEO Quelle: Zalman Zalman Z3 NEO Auf dem Mainboard muss wiederum ein dazu passender Onboard-Anschluss vorhanden sein. Alte Gehäuse-Modelle haben möglicherweise nur 2.0-Ports, ein nagelneues Mainboard wiederum vielleicht nur den 3.0-Standard. Ohne eine Adaptereinheit geht hier nichts - in dem Fall wäre es klüger, ein anderes Gehäuse zu wählen, anstatt sich extra einen Adapter zu kaufen, zumal es so oder so bei USB 2.0 als Geschwindigkeit bleibt.

Checkliste vor dem Kauf

Bevor wir zu einer Marktübersicht kommen, haben wir noch eine Checkliste vorbereitet, die ihr vor dem Kauf durchgehen könnt. Dies sind die aus unserer Sicht wichtigen Punkte:

  • Gehäusegröße - wenn ihr unsicher seid, ist ein kompaktes ATX-Modell die beste Wahl
  • Grafikkartenlänge - 30 Zentimeter sollten es mindestens sein, eventuell auch weniger, wenn man wiederum durch Entfernen eines Teils des Festplattenkäfigs für mehr Platz sorgen kann und sowieso nur ein oder zwei Festplatten einbauen will.
  • CPU-Kühler: Bei einer klassischen Kühlung sollte es 16 Zentimeter oder mehr Platz geben. Für Radiatoren-basierte Kühlungen muss man auf passende Einbauplätze und Raumangebot achten.
  • USB-Ports: Achtet darauf, dass ihr zumindest für zwei der USB-Ports auch einen passenden Anschluss auf dem Mainboard habt.
  • Seitenfenster: Wer die Hardware im Blick haben will, nimmt ein Gehäuse mit Seitenfenster. Dabei ist "Tempered Glas" derzeit die beste Wahl - viele Gehäuse haben dann ein TG als Namenszusatz, vor allem wenn es sie auch als Version mit lediglich Plexiglas als Fenstermaterial gibt.
  • Lüfter: Viele Gehäuse haben mindestens einen Lüfter dabei, manche aber auch gar keinen, wieder andere haben vielleicht sogar zu viele Lüfter inklusive. Denn wer drei sehr laute Lüfter ab Werk im Gehäuse hat, wird diese vielleicht ohnehin direkt entsorgen.
  • RGB: Vor allem hochpreisige Gehäuse haben oftmals eine RGB-Steuerung - allerdings sind nicht immer alle RGB-Lüfter oder RGB-Leisten kompatibel. Hier sollte man sich vorher informieren, wenn man etwas anderes beziehungsweise mehr als die eingebauten RGB-Lüfter nutzen will.
  • DVD-Laufwerk: Viele Gehäuse haben gar keinen Einbauschacht für ein CD/DVD-Laufwerk. Wer ein solches Laufwerk braucht, sollte dies also genau beachten.

Auf der nächsten Seite findet ihr 80 Gehäuse für Gaming-Hardware, 60 im ATX-Format und 20 mit dem µATX- und Mini-ITX-Formfaktor.

  1. Seite 1 PC-Gehäuse: Gehäuseformate
  2. Seite 2 PC-Gehäuse: Kühlung, Preis-Leistung, Grafikkartenlänge
  3. Seite 3 PC-Gehäuse: Wasserkühlungen, Checkliste
  4. Seite 4 PC-Gehäuse: Marktübersicht mit 80 Gehäuse-Modellen
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