PC-Gehäuse: Kühlung, Preis-Leistung, Grafikkartenlänge
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In unserer Kaufberatung zu PC-Gehäusen erläutern wir, was es mit den verschiedenen Gehäuseformaten wie ATX und Mini-ITX auf sich hat, wie teuer ein Gehäuse sein sollte, was es bei der Kühlung zu beachten gibt und mehr. Wir bieten auch eine Checkliste für den und haben 80 Gaming-Gehäuse von 45 bis 100 Euro in einer Marktübersicht.
Kühlung und Preis-Leistung
Schon seit einigen Jahren sind selbst ATX-Gehäuse, die nur 30 bis 40 Euro kosten, auch für starke Gaming-Hardware gut geeignet, was die Kühlung angeht. Man benötigt also kein 100-Euro-Gehäuse, um sorgenfrei und halbwegs leise seine Gaming-Komponenten zu beheimaten. Gehäuse, die teuer als 40 Euro sind, haben dafür bei anderen Dingen einige Vorteile. Zum Beispiel sind die Materialien hochwertiger und besser verbaut, sodass auch zufällige Resonanzen, die das Betriebsgeräusch unschön verstärken können, seltener sind.
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Ebenso ist der Einbau von Hardware bei hochwertigeren Gehäusen oft einfacher: Es gibt durchdachtere Wege für die Kabelführung, Schutz aus Gummi, um Schäden an Kabeln zu vermeiden, Einbauschienen für Laufwerke und mehr. Ein weiterer Faktor, der einen höheren Preis rechtfertigen kann, sind die Lüfter. Zwei im Grunde genommen identische Gehäuse können schnell einen Preisunterschied von 20 Euro aufweisen, der sogar in Ordnung ist, weil das teurere Gehäuse zwei gute Lüfter mehr ab Werk installiert hat.
Quelle: MSI
MSI MAG Forge 100R
Auch RGB-Steuerungen oder RGB-Lüfter können einen Aufpreis rechtfertigen. Aber wie schon zu Anfang gesagt: Wenn das Gehäuse lediglich eine gute Kühlung und einen leisen Betrieb ermöglichen soll, und sei es, indem man selbst noch ein bis zwei leise Lüfter dazukauft, muss man nicht mehr als 40 bis 50 Euro ausgeben.
Was die Lüfter angeht, gilt übrigens: Vorne im Gehäuse reicht ein Lüfter aus, der eher unten sitzt - idealerweise nimmt man einen 140mm-Lüfter, da dieser im Vergleich zu einem 120mm-Modell langsamer und somit leiser drehen kann und trotzdem viel Luft bewegt. Hinten, eher oben im Gehäuse sorgt ein 120mm-Lüfter wiederum dafür, dass die warme Luft aus dem Gehäuse herauskommt. Weitere Lüfter sind nur in sehr seltenen Fällen sinnvoll. Wer Radiatoren nutzt, lässt deren Lüfter am besten die Luft aus dem Gehäuse herausblasen, wenn der Radiator oben oder hinten sitzt. Montiert man einen Radiator vorne oder unten, kann ein Hereinsaugen der Luft sinnvoller sein. Allerdings gelangt dann logischerweise warme Luft ins Innere des Gehäuses - daher muss es dann am besten eher mindestens zwei Lüfter geben, die die warme Luft an einer anderen Stelle herausblasen.
Grafikkartenlänge und Kühler-Höhe
Das schönste Gehäuse nutzt nichts, wenn eure Grafikkarte nicht eingebaut werden kann, weil im vorderen Bereich eine Strebe oder Ähnliches im Weg ist. Achtet daher bei der Auswahl darauf, wie lang eine Grafikkarte maximal sein darf. Unsere Empfehlung: 30 Zentimeter sollten es mindestens sein. Für besonders starke Grafikkarten oder Modelle mit einer großen Kühlung sind sogar 32 Zentimeter oder mehr zu empfehlen. Zwar sind die meisten guten Gamer-Grafikkarten eher unter 30 Zentimeter lang - aber wenn man die Wahl hat, sollten 2-3 Zentimeter mehr nicht schaden. Ähnliches gilt für CPU-Kühler. Denn gute Kühler sind relativ hoch, da der Kühlkörper ein großes Volumen hat, das natürlich nicht ausschließlich in die Länge und Breite verteilt werden kann. Ein guter Richtwert sind 16 Zentimeter Platz für CPU-Kühler. Wer einen sehr starken Kühler verwenden will, vielleicht auch da er vorhat, zu übertakten, nimmt eher 17 bis 20 Zentimeter Raumangebot. Die Info zur maximalen Grafikkartenlänge und Kühlerhöhe findet ihr beim Hersteller des Gehäuses oder oftmals auch bei den Produktinfos auf Preisvergleich-Websites.
