Gehäuse: Tipps zur Kühlung und zum Kauf sowie 60 Gehäuse in der Marktübersicht

Special Antonio Funes
Gehäuse: Tipps zur Kühlung und zum Kauf sowie 60 Gehäuse in der Marktübersicht
Quelle: Abkoncore

In unserem Special nehmen wir uns das oft vernachlässigte Thema PC-Gehäuse vor. Wir schauen uns Themen wie Gehäuselüfter, Silent-PC und Aio-Wasserkühlungen an, um euch schließlich eine detaillierte Kaufberatung und Tipps rund um Gehäuse zu bieten. Zudem gibt es eine Marktübersicht mit 60 aktuellen Midi-Towern im ATX-Format für eure Gaminghardware.

PC-Gehäuse

Für einen neuen PC braucht man ein passendes Gehäuse. Auch eine Aufrüstung des PCs, und sei es nur eine neue Grafikkarte oder CPU-Kühlung, ist für viele ein Anlass, sich ein neues Gehäuse zu suchen. Gerade Letzteres kommt immer häufiger vor, da sich so genannte Aio-Wasserkühlungen einer großen Beliebtheit erfreuen.

Aio steht für "All in one", denn es handelt sich um eine komplette, aber fast immer in sich geschlossene und nicht erweiterbare Wasserkühlung für die CPU. Mehr zu diesem Therma erfahrt ihr später, denn bevor wir Tipps rund um den Gehäusekauf geben und eine Marktübersicht mit 60 aktuellen Gaming-Gehäusen bieten, gehen wir darauf ein, was man bei den Themen Kühlung und Lüfter beachten muss, wenn man ein Gehäuse für einen Gaming-PC sucht.

Gehäuselüfter

Dank moderner Kühllösungen für CPU und Grafikkarte reicht es völlig aus, wenn man ein Standardgehäuse verwendet, bei dem vorne (meist eher unten) ein Lüfter frische Luft einsaugt und hinten (meist eher oben) ein zweiter Lüfter die warme Luft hinausbläst. Es ensteht dabei in Luftstrom von vorne nach hinten, der frische Luft zur Grafikkarte und CPU bringt. Selbst wenn vorne kein Lüfter vorhanden ist, ist dies in den meisten Fällen kein Nachteil, da allein durch den Druckunterschied genügend Luft durch die vorderen Öffnungen des Gehäuses eingesaugt wird. Durch einen unterstützenden Lüfter vorne ist es allerdings meist so, dass die Kühlung von Grafikkarte und CPU weniger zu tun haben und daher deren Lüfter langsamer drehen können - der PC arbeitet also leiser. Wichtig dabei ist, dass der vordere Lüfter nicht zu laut ist. Daher empfehlen wir für vorne einen Lüfter, der mit unter 1000 Umdrehungen pro Minute auskommt. Wenn ein 140mm-Lüfter Platz hat, ist dies meist die bessere Wahl als die Standardgröße 120mm, da ein 140mm-Lüfter in aller Regel mit weniger Drehzahl die gleiche Menge an Luft befördern kann, für die ein 120mm-Lüfter deutlich schneller drehen muss.

Scythe GlideStream, 140mm, 500 bis 1300 U/Min, ab etwa 10 Euro im Handel Quelle: Scythe Scythe GlideStream, 140mm, 500 bis 1300 U/Min, ab etwa 10 Euro im Handel Natürlich gibt es Ausnahmen: Ein günstiger 140mm-Lüfter ist am Ende nicht leiser als ein Silent-Modell in 120mm. Aber schon ab etwa 7 bis 8 Euro findet ihr passende 140mm-Modelle. Falls ihr die Lüfter am Mainboard anschließt, könnt ihr die Lüfter zudem auch in Abhängigkeit von der CPU-Temperatur langsamer oder schneller drehen lassen. Hierbei solltet ihr zu Lüftern mit 4-Pin-PWM-Anschluss greifen. Ebenfalls möglich: Per Adapter oder Umstecken der Stromkabel des Lüftersteckers (Anleitungen dazu gibt es im Internet) könnt ihr einen Lüfter auch mit dauerhaft 5 oder 7 Volt ansteuern, so dass er langsamer dreht als mit dem eigentlich vorgesehen Standardwert von 12 Volt. Der hintere Lüfter darf übrigens ein wenig schneller drehen, da er weiter von euch weg ist und seine Geräusche leiser wahrgenommen werden. Mehr als zwei Lüfter für ein Gehäuse sind nur in wenigen Szenarien sinnvoll. Eines dieser Szenarien ist, dass ihr viele Lüfter nutzen wollt, die aber jeweils sehr langsam drehen, so dass der PC beinahe lautlos ist. Allerdings kann dies nach hinten losgehen, denn wenn sich die Lüfterströme sich kreuzen, kann dies negative Auswirkungen haben. Sich gegenseitig störende Luftströme können nämlich dafür sorgen, dass die Hardware wärmer wird als wenn man auf einen einzigen, simplen Luftstrom mit nur zwei Lüftern setzt. Die Folge: Die CPU- und Grafikkarten-Lüfter drehen auf. Unsere Empfehlung ist: Hinten und vorne je ein Lüfter oder auch vorne zwei sehr langsam drehende Lüfter plus einer hinten reichen definitiv aus - mehr Lüfter sollten sich nur die Nutzer anschaffen, die wirklich gute Gründe haben, zum Beispiel eine ausgewachsene Wasserkühlung mit zwei oder drei Radiatoren, für die mehrere Lüfter nötig sind.

  1. Seite 1 PC-Gehäuse: Einleitung, Gehäuselüfter
  2. Seite 2 PC-Gehäuse: Silent-Gehäuse; Aio-Wasserkühlungen
  3. Seite 3 PC-Gehäuse: Bauformate; Checkliste für den Kauf
  4. Seite 4 PC-Gehäuse: Marktübersicht mit 60 Gehäusen
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