Gaming-Gehäuse: Features und Platz für Grafikkarten und Kühler
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Gute Gaming-Hardware benötigt genügend Raum in einem Gehäuse. Auch für sehr starke Hardware benötigt man aber schon längst keine riesigen Tower mehr, da moderne Gehäuse immer besser durchdacht sind. Wir geben euch Tipps zu den Kriterien, anhand derer ihr ein Gehäuse aussuchen solltet, und bieten eine Marktübersicht mit 60 PC-Gehäusen für Gaming-Hardware.
USB-Anschlüsse und Festplatten-Montageplätze
Moderne Mainboards bieten in der Regel je mindestens einen Header für USB 2.0 und 3.0 - pro Header lassen sich zwei entsprechende Ports eines Gehäuses versorgen, die ihr meistens an der Front des Gehäuses findet. Das heißt: Am besten ihr sucht euch ein Gehäuse, das vorne jeweils zwei USB 2.0- und 3.0-Anschlüsse bietet. Was Festplatten und SSDs angeht: Normalerweise sind nicht mehr als drei bis vier Montageplätze nötig - erst recht dann, falls ihr bei der SSD sowieso auf ein M.2-Modell setzt, das ja direkt auf dem Mainboard eingesteckt wird. Vor allem Festplatten sind recht günstig geworden - wer noch immer fünf bis sechs Festplatten zu je 500GB hat, um auf mehr als 2TB Speicherplatz zu kommen, sollte sich lieber neue Festplatten kaufen, anstatt sich extra ein Gehäuse mit ungewöhnlich vielen Einbauplätzen zu suchen. Eine Festplatte mit 2TB kostet unter 50 Euro, 4TB sind ab etwa 70 Euro zu haben.
Grafikkartenlänge und Kühlerhöhe
Neben dem Mainboard-Formfaktor sind zwei Maße besonders wichtig: Die Länge der Grafikkarte und die Höhe des CPU-Kühlers, die ihr verwendet. Denkt dabei auch daran, dass ihr vielleicht in absehbarer Zeit eine längere Grafikkarte oder einen höheren Kühler neu dazukaufen könntet.
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Bei den aktuell erhältlichen gut 120 Grafikkarten der AMD Radeon 6000-Familie haben knapp 40 eine Länge von 32 Zentimetern oder länger, wobei alle betreffenden Modelle aus den Serien RX 6800, 6800 XT oder 6900 XT stammen. Die meisten davon sind 32 Zentimeter lang, manche sogar 34 Zentimeter. Bei den Nvidia GeForce RTX 3000er-Grafikkarten sind es ähnlich viele Modelle, die mindestens 32 Zentimeter lang sind, wobei sogar eine RTX 3060 mit unter diesen Modellen dabei ist. Allerdings gibt es insgesamt mehr als 300 Modelle der RTX 3000er-Reihe, sodass die etwa 40 besonders langen Modelle einen kleineren Anteil als bei AMD bedeuten.
Bei beiden Herstellern gibt es aber auch für die stärksten Grafikartenmodelle Varianten, die weniger als 32 Zentimeter lang sind. Das bedeutet: Bei den Angaben zu eurem Wunschgehäuse reichen 32 Zentimeter für die Grafikkartenlänge meistens aus - aber wer auf Nummer Sicher gehen will, wählt ein Gehäuse mit etwas mehr Raum für die Grafikkarte. Viele ATX-Gehäuse bieten übrigens dann, wenn man nicht alle Festplattenplätze benötigt, die Möglichkeit, einen Teil der Festplattenbefestigung zu entfernen. Somit gibt es dann mehr Raum für eine längere Grafikkarte. Statt zum Beispiel nur 28 bis 30 Zentimetern sind dann schnell 40 Zentimeter und mehr bei der Grafikkartenlänge möglich.
Quelle: PC Games Hardware
Bei vielen Gehäusen, hier ein Corsair Carbide Series 275R, gibt auch abnehmbare Staubschutzteile.
Kommen wir zu CPU-Kühlern: Je breiter ein Gehäuse ist, desto eher passt ein vergleichsweise hoher CPU-Kühler in den PC. Und je höher ein Kühler ist, desto eher hat er ein großes Volumen, kann daher effizient und leise arbeiten. Somit ergibt es Sinn, ein Gehäuse zu wählen, in das man auch einen relativ großen Kühler gut einbauen kann. 16,0 Zentimeter sind eine Art magische Marke - sofern man nicht vorhat, sehr stark zu übertakten, kommt man damit gut aus, da es viele leise Kühler mit Höhen von 14 bis 16 Zentimetern gibt. Viel mehr als 18 Zentimeter braucht man aber wiederum auch als Übertakter nicht, da so gut wie kein Kühler höher als 17,5 Zentimeter ist. Wichtig ist aber, dass die Breite des Gehäuses nicht automatisch die mögliche Kühlerhöhe bestimmt. Denn manche Gehäuse bieten zwischen dem Mainboard und dem (von vorne gesehen) rechten Seitenteil besonders viel Platz, um dort Kabel zu verstauen. Logischerweise passen in so ein Gehäuse dann aber nur weniger hohe CPU-Kühler als bei einem anderen Gehäuse mit identischer Breite, das aber zwischen Mainboard und Seitenteil eher eng bemessen ist. Daher ist ein Blick auf die Herstellerangabe für die Kühlerhöhe ein Muss. Sofern man auf eine All-In-One-Wasserkühlung für die CPU setzt, benötigt man übrigens wenig Höhen-Platz für den Kühler, da der eigentliche Kühlkörper bei einer solchen Kühlung eher flach ist. Der Radiator einer solchen AiO-Wasserkühlung ist aber ein ganz anderes Thema, das wir uns als Nächstes vornehmen.
