PC-Gehäuse kaufen: Tipps zu Auswahlkriterien und Marktübersicht mit 60 Gaming-Gehäusen
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Gute Gaming-Hardware benötigt genügend Raum in einem Gehäuse. Auch für sehr starke Hardware benötigt man aber schon längst keine riesigen Tower mehr, da moderne Gehäuse immer besser durchdacht sind. Wir geben euch Tipps zu den Kriterien, anhand derer ihr ein Gehäuse aussuchen solltet, und bieten eine Marktübersicht mit 60 PC-Gehäusen für Gaming-Hardware.
Bei PC-Gehäusen gibt es eine extrem große Auswahl mit unterschiedlichen Größen, Designs, Ausstattungen und Features. Wir versuchen, ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen, und erklären euch, was ihr bei der Auswahl eines für Gaming-Hardware geeigneten Gehäuses beachten solltet. Dabei geht es neben der Frage, wie viel ein ordentliches Gehäuse kosten sollte, um die Größe, das Platzangebot, die Anschlüsse, Lüfter und auch Montagemöglichkeiten für Radiatoren. Außerdem haben wir 50 ATX-Gehäuse zwischen 45 und 120 Euro für euch herausgesucht, die in jedem Falle gut für den Einsatz von starker Hardware geeignet sind. Auch 10 besonders kleine Gehäuse haben wir separat für euch herausgepickt.
Formfaktoren als Größenangabe
Damit man nicht in die Verlegenheit kommt, dass das Mainboard gar nicht in das PC-Gehäuse hereinpasst, gibt es die sogenannten Formfaktoren. Die gängigen und bei Mainboards meist vertretenen Formfaktoren sind von groß nach klein aufgezählt ATX, µATX (auch mATX oder Micro-ATX) und Mini-ITX. Bei Mainboards für Server-PCs und einigen wenigen Modellen aus dem Mainstream-Bereich gibt es auch noch E-ATX, was größer als ATX ist.
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Auch bei Gehäusen findet ihr die entsprechenden Angaben, wobei gilt: Ein Mainboard mit einem kleineren Formfaktor als dem, den das Gehäuse bietet, passt ebenfalls hinein. Die passenden Gewinde für die Halterungsschrauben des Mainboards sind beim Gehäuse stets vorhanden. Außerdem ist der Bereich, der nach dem Einbau die externen Anschlüsse des Mainboards wie LAN, USB oder Audio bietet, bei allen Mainboards gleich groß. Das diesen Bereich abdeckende Slotblech hat also bei Mini-IXT dieselben Maße wie bei E-ATX. Was natürlich nicht funktioniert: Mainboards, die einen größeren Formfaktor als das Gehäuse haben, könnt ihr nicht einbauen, außer vielleicht mit Hilfe einer Flex und einem damit verbundenen "Modding".
Welche Gehäusegröße soll man nehmen?
Unser klarer Tipp bei der Gehäusewahl ist der ATX-Formfaktor, mit zwei Ausnahmen: Die erste Ausnahme ist, wenn ihr einen winzigen PC bauen wollt. Hier wäre dann Mini-ITX das Mittel der Wahl, eventuell auch ein besonders kleines µATX-Gehäuse. Einige Mini-ITX-Gehäuse werden wir später in einer Marktübersicht separat aufführen. Mit einem "normalen" µATX-Gehäuse spart ihr hingegen kaum Volumen ein im Vergleich zu sehr kompakten ATX-Gehäusen. E-ATX, die zweite Ausnahme, ist wiederum in aller Regel definitiv zu groß und nicht nötig, außer ihr wollt eine selbst für Gaming-Verhältnisse sehr große Menge an Festplatten, Lüftern oder eine sehr ausladende Wasserkühlung einbauen. Ansonsten sind aber ATX-Gehäuse bestens geeignet für starke Gaming-Hardware, und es gibt eine große Auswahl an Gehäusen, die zum Teil sogar kleiner als manch ein µATX-Gehäuse sind sowie an Modellen, die am Ende dann doch schon eher im E-ATX-Bereich landen.
Da heutzutage nur noch wenige Nutzer ein CD/DVD-Laufwerk benötigen, haben die meisten Gehäuse gar keine Einbaumöglichkeit mehr für ein solches optisches Laufwerk. Dies ermöglicht es den Herstellern, bei der Höhe abermals etwas kompaktere ATX-Gehäuse anzubieten. Bei Modellen mit Schacht für ein optisches Laufwerk ist der obere Bereich nämlich weitreichender blockiert als bei Plätzen für die deutlich kleineren 3,5-Zoll-Festplatten. Die genauen Maße, die das Gehäuse haben sollte, können wir euch nicht nennen - aber typisch für ein kompaktes, nicht zu kleines ATX-Gehäuse sind etwa 45 bis 55 Zentimeter bei der Höhe, 40 bis 50 Zentimeter bei der Tiefe und 20 bis 25 Zentimeter, was die Breite angeht. Die genauen Maße, die ein für euch passendes Gehäuse am Ende hat, hängen aber nicht nur davon ab, wie viel Platz ihr habt, sondern auch davon, wie viel Platz ihr für die Grafikkarte und den CPU-Kühler benötigt respektive freihalten wollt. Dazu kommen wir auf der nächsten Seite, wo wir auch kurz auf das Thema USB-Anschlüsse und Festplatten-Einbauplätze eingehen.
