Gehäuse für Gaming-PCs: Viele Tipps zum Kauf und 80 Modelle in der Marktübersicht
Special
In unserem Special geht es um PC-Gehäuse, und zwar vor allem um für Gaming-Hardware geeignete Gehäuse. Wir geben Tipps und klären auf zu Themen wie Bauformate, Belüftung und mehr. Dazu gehören auch wichtige Dinge, die man bei der Auswahl beachten sollte. Außerdem haben wir eine Marktübersicht mit 60 ATX- und 20 Mini-Gehäusen.
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Gehäuse für PC-Hardware gibt es wie Sand am Meer, und zwar schon ab etwa 20 Euro aufwärts. Man kann aber auch problemlos etliche Modelle finden, die im dreistelligen Euro-Bereich liegen. Doch was sollte man für den Kauf eines Gehäuses beachten, vor allem für Gaming-Hardware? Wie sinnvoll sind teure Gehäuse? Wir klären diese Fragen, kümmern uns auch die Themen Gehäusegröße und -format, die Wichtigkeit der inneren Maße, dem Platz für Radiatoren und mehr. Zudem haben wir am Ende auch noch 80 Gehäuse in einer Marktübersicht zusammengefasst, davon 60 im beliebten ATX-Format sowie 20 Mini-Gehäuse für µATX- oder Mini-ITX-Mainboards. Wir starten aber mit den Bauformaten von Gehäusen.
Eine Frage des Formats
Damit man weiß, welche Mainboards in welches Gehäuse passen, gibt es genormte Größen und Bohrloch-Platzierungen sowie maximale Maße. Unter den sogenannten Formfaktoren für Mainboards gibt es vier derzeit relevante Arten (von klein nach groß): Mini-ITX, µATX, ATX und E-ATX. Auch Gehäuse werden einem solchen Format zugewiesen, damit man weiß, welche Mainboards maximal hineinpassen. Wohlgemerkt: maximal.
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Denn es passen stets auch kleinere Mainboards hinein. In ein ATX-Gehäuse könnt ihr also beispielsweise neben ATX-Mainboards auch Mini-ITX- und µATX-Mainboards einbauen - ein E-ATX-Mainboard wäre aber zu groß. Bei Netzteilen gibt es zwei wichtige Bauformate: SFX und ATX.
Die weitaus meisten Gehäuse, egal welches Format sie selbst haben, bieten einen Einbauplatz für ein ATX-Netzteil. SFX ist nur bei Mini-ITX-Gehäuses relativ weit verbreitet, zum Teil auch bei einigen wenigen µATX-Gehäusen. Zudem gibt es noch, wenn auch sehr selten, die Netzteilformate TFX, Flex-ATX und SFX-L.
Aber Vorsicht: Manche Gehäuse mit Kompatibilität zu ATX-Netzteilen bieten vor dem Netzteil nicht viel Platz, so dass der Hersteller dazu rät, eine bestimmte Netzteil-Länge nicht zu überschreiten. Vor allem bei modularen Netzteilen, also Modellen mit abnehmbaren Kabeln, kann die Grenze nochmal um 1-2 Zentimeter kleiner sein. Informiert euch darüber also vor dem Kauf.
Grafikkarten und Kühler brauchen Platz
Wenn es im Gehäuse zu eng ist, kann es passieren, dass die Grafikkarte mit einer Strebe oder zum Beispiel dem Festplatten-Käfig in Konflikt gerät, so dass ein Einbau unmöglich ist. Wenn ihr sicher seid, dass ihr auf längere Sicht eher kürzere Grafikkarten nutzen wollt und gleichzeitig auch ein eher kompaktes Gehäuse wollt, könnt ihr natürlich auch bewusst ein entsprechendes Gehäuse nehmen.
Quelle: InWin
Die klappbare Rahmenkonstruktion des ungewöhnlich designten InWin D Frame soll an den Motorbereich eines Motorradchassis erinnern.
Als Anhaltspunkt: Etwa ein Drittel der Nvidia GeForce RTX 3070-Modelle sind maximal 27 Zentimeter lang, der Rest ist länger. 26 bis 28 Zentimeter Platz sind also zumindest bis hin zur (oberen) Mittelklasse noch okay. Nur im absoluten Highend-Bereich kann es bei Grafikkarten vorkommen, dass 32 Zentimeter als Länge auch mal überschritten werden - viele Gehäuse bieten aber ohnehin 36 oder mehr Zentimeter Platz für Grafikkarten.
Bei manchen Gehäusen lässt sich ein Teil des Festplattenkäfigs abnehmen, um mehr Platz zu schaffen. Es bleiben dann in aller Regel weiterhin mindestens zwei Einbauplätze für Festplatten übrig, was den meisten Nutzern völlig ausreichen dürfte.
Bemesst die Sache aber nicht zu knapp: Wenn die zulässige Länge laut Gehäusehersteller nur 0,5 Zentimeter mehr als die Grafikkartenlänge beträgt, kann es Probleme beim Einbau geben, da ihr die Grafikkarte eventuell ein wenig schräg halten müsst und sie dadurch ja etwas mehr Platz braucht.
Für CPU-Kühler muss man ebenfalls auf den Platz achten. Die Gehäusehersteller geben eine maximale Höhe für CPU-Kühler an, die CPU-Kühler-Produzenten wiederum geben die Maße ihrer Kühler an. 16 Zentimeter Platz reichen für ordentliche Kühler aus: es gibt gut 300 Modelle auf dem Markt, die zwischen 13 und 16 Zentimeter hoch sind. Weitere etwa 80 sind zwischen 16 und 16,5 Zentimeter hoch. Aber nur gut 30 Exemplare überschreiten 16,5 Zentimeter. In diesem Zusammenhang wollen wir auch auf Radiatoren eingehen - dies tun wir auf den folgenden Seiten.
