Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel 1700 und vier weitere Gaming-PCs
Special
Spiele wie das neue Battlefield 2042 verlangen für höhere Detailstufen und Auflösungen viel Rechenpower - manch einem reichen auch geringere Detailstufen und Full-HD aus, wenn der PC dadurch nicht so teuer wird, was ja gerade wegen der Grafikkarten-Krise ein Problem ist. Wir haben daher sechs Gaming-PCs von 720 bis gut 2700 Euro aus drei Leistungsklassen zusammengestellt.
Hinweise zum neuen Intel Sockel 1700
Bei den nächsten zwei PC-Vorschlägen kommt zum ersten Mal der neue Sockel 1700 von Intel zum Einsatz. Die entsprechenden Alder Lake-CPUs (siehe unser Special vom 6. November) haben eine Besonderheit: Neben den Hauptkernen, die jeweils zwei Threads bearbeiten können, gibt es unterstützende Kerne, die aus Effizienzgründen weniger stark sind und nur einen Thread bearbeiten können. Bei unseren PC-Vorschlägen beziehen sich die Angaben in Klammern aus Platzgründen nur auf die Hauptkerne, auch Performance-Cores genannt.
In diesem Artikel
- Seite 1 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Einleitung, Grafikkarten-Krise
- Seite 2 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel-Wahl und SSDs
- Seite 3 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
- Seite 4 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel 1700 und vier weitere Gaming-PCs
- Seite 5 Bildergalerie
Auch bei den CPU-Kühlern gibt es einen wichtigen Hinweis.
Quelle: Gigabyte
Derzeit mit 190 Euro noch eines des günstigsten Sockel 1700-Mainboards: Gigabyte Z690 UD DDR4.
Denn bei den derzeit erhältlichen CPUs liegt kein CPU-Kühler bei, und man benötigt für den Sockel 1700 andere Kühler-Halterungen als bei den bisher verbreiteten Sockeln. Man muss also einen passenden Kühler dazukaufen. Viele Hersteller kennzeichnen einige ihrer Kühler als kompatibel zum Sockel 1700, aber die Halterungen sind nur bei relativ neu produzierten Exemplaren schon mit dabei. Daher muss man einplanen, den PC nicht sofort nach Erhalt der Komponenten komplett zusammenbauen zu können, da man eventuell noch auf die Halterung warten muss, die Hersteller wie be quiet! kostenfrei zusenden.
Mittelklasse-PCs für 1500 Euro und 1715 Euro
Für den günstigeren Mittelklasse-PC nehmen wir den Ryzen 5 5600X, für den teureren den schnelleren, aber zusammen mit dem Mainboard-Aufpreis auch teureren Intel Core i5-12600K oder 12600KF. Der Unterschied der KF-Version ist lediglich die fehlende CPU-Grafikeinheit, die man beim Benutzen einer richtigen Grafikkarte ja nicht benötigt. Bei den Grafikkarten haben wir die AMD Radeon RX 6600 XT und Nvidia GeForce RTX 3060 Ti ausgewählt - letztere ist über alle Preisklassen gesehen rein rechnerisch aktuell die beste Grafikkarte, was die Leistung pro Euro angeht. Hier unsere zwei PC-Vorschläge:
| Komponente | Auswahl 1500 Euro-PC | Preis ab | Auswahl 1715 Euro-PC | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) | 295 Euro | Intel Core i5-12600K (6x 3,7-4,9 GHz) | 310 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 2x8GB Patriot Viper Steel DDR4-3600 | 60 Euro | 2x8GB G.Skill RipJaws V DDR4-3600 | 65 Euro | |
| Mainboard | MSI X570-A Pro | 145 Euro | Gigabyte Z690 UD DDR4 | 200 Euro | |
| Grafikkarte | AMD Radeon RX 6600 XT | 690 Euro | Nvidia GeForce RTX 3060 Ti (8GB) | 810 Euro | |
| SSD | WD Black SN750 M.2 1000GB | 100 Euro | Samsung SSD 970 EVO Plus 1000GB M.2 | 110 Euro | |
| Festplatte | Toshiba P300 Desktop 2000GB | 45 Euro | Seagate BarraCuda 2000GB | 45 Euro | |
| Gehäuse | Corsair Carbide Series 270R | 70 Euro | be quiet! Pure Base 500 (mit Fenster) | 70 Euro | |
| Netzteil | FSP Hydro M Pro 600 Watt | 60 Euro | LC-Power LC6560 GP4 Series 560 Watt | 70 Euro | |
| CPU-Kühler | Scythe Kotetsu Mark II | 35 Euro | Arctic Freezer 34 eSports DUO | 35 Euro | |
| Preis mit Grafikkarte | 1500 Euro | Preis mit Grafikkarte | 1715 Euro | ||
| Preis ohne Grafikkarte | 690 Euro | Preis ohne Grafikkarte | 905 Euro |
Sparen lässt sich bei der Grafikkarte im günstigeren der beiden PC mit dem Griff zu der AMD Radeon RX 6600 Non-XT, wobei es hier schon bei Full-HD eng werden kann.
Eine Alternative zur Nvidia GeForce RTX 3060 Ti ist die etwas schnellere, aber auch teurere AMD Radeon RX 6700 XT. Die Prozessoren wiederum sind in dem Preisbereich bis 400 Euro beide eine Top-Wahl - teurere CPUs bringen keine oder kaum Vorteile - nur wer viele Kerne benötigt, kann den Ryzen 7 5800X für 370 Euro als Alternative nehmen. Wer beim AMD-System nicht übertakten will, kann auch ein Mainboard für nur 70 bis 100 Euro nehmen.
High-End-PCs für 2435 Euro und 2735 Euro
Nun zu unseren letzten beiden PCs, die streng genommen nicht ganz High-End sind - die wahren High-End-CPUs oder -Grafikkarten bieten aber für ihren Aufpreis zu wenig Mehrleistung, weswegen deren Kauf sehr unvernünftig wäre. Wobei bei den aktuellen Grafikpreisen selbst unsere Auswahl an Grafikkarten, die Nvidia GeForce RTX 3070 Ti und AMD Radeon RX 6800 XT, nicht gerade vor Vernunft strotzt. Sie haben aber, so seltsam es sich anhört, trotz Preisen von weit über 1000 Euro oberhalb GeForce RTX 3060 Ti und AMD Radeon RX 6700 XT das derzeit beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei der CPU ist der Ryzen 9 nur ein Vorschlag für diejenigen, die viele Kerne benötigen - rein von der Spieleleistung her ist ein Ryzen 7 5800X kaum schwächer, aber deutlich günstiger. Auch kann man den in Games sogar ein wenig schnelleren Core i7-12700KF aus unserem zweiten PC als Alternative für den ersten High-End-PC nehmen (und dabei natürlich dann auch ein Sockel 1700-Mainboard verwenden). Dies sind unsere zwei High-End-PCs:
| Komponente | Auswahl 2435 Euro-PC | Preis ab | Auswahl 2735 Euro-PC | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozessor | Ryzen 9 5900X (12x 3,7-4,8 GHz) | 535 Euro | Intel Core i7-12700KF (8x 3,6-5,0 GHz) | 435 Euro | |
| Arbeitsspeicher | 2x16GB ADATA XPG Gammix D20 DDR4-3600 | 130 Euro | 2x16GB Corsair Vengeance LPX DDR4-3600 | 135 Euro | |
| Mainboard | MSI MAG X570 Tomahawk WIFI | 180 Euro | Asus Prime Z690-P WIFI D4 | 245 Euro | |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce RTX 3070 Ti | 1190 Euro | AMD Radeon RX 6800 XT | 1410 Euro | |
| SSD | SanDisk Extreme Pro M.2 1000GB | 120 Euro | WD Green SN350 M.2 2000GB | 185 Euro | |
| Festplatte | Toshiba DT01ACA 3000GB | 65 Euro | Western Digital WD Blue 3000GB | 70 Euro | |
| Gehäuse | Fractal Design Meshify C Dark | 85 Euro | MSI MPG Gungnir 110R | 100 Euro | |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 11 CM 600 Watt | 80 Euro | Corsair TX-M Series Modular 650 Watt | 90 Euro | |
| CPU-Kühler | Noctua NH-U12S redux | 50 Euro | Enermax Liqmax III RGB 240 | 65 Euro | |
| Preis mit Grafikkarte | 2435 Euro | Preis mit Grafikkarte | 2735 Euro | ||
| Preis ohne Grafikkarte | 1025 Euro | Preis ohne Grafikkarte | 1325 Euro |
Sparen kann man hier im Grunde genommen bei den wichtigen Bauteilen nicht, ohne bei der Leistung wieder bei unseren Mittelklasse-PCs zu landen. Es ist aber, wenn einem bestimmte Ausstattungsmerkmale nicht wichtig sind, beim Gehäuse, Netzteil und der Festplatte sowie beim AMD-PC als Nicht-Übertakter auch beim Mainboard und Kühler durchaus Potenzial für eine Ersparnis drin. Bei der SSD reicht euch für den Intel-PC vielleicht auch eine 1000GB-Variante aus, umgekehrt kann man mit einem Aufpreis auch für den AMD-PC eine 2TB-M.2-SSD nehmen. Aktuell rund um die Black-Week-Angebote vieler Shops gibt es M.2-SSDs mit 2TB und PCIe-Anbindung, was für mehr als 2000 MB/s sorgt, zum Teil schon für 150 Euro, was nicht teurer als eine SATA-SSD ist.
