Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel-Wahl und SSDs

Special Antonio Funes
Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel-Wahl und SSDs
Quelle: Lian Li (Pressemitteilung)

Spiele wie das neue Battlefield 2042 verlangen für höhere Detailstufen und Auflösungen viel Rechenpower - manch einem reichen auch geringere Detailstufen und Full-HD aus, wenn der PC dadurch nicht so teuer wird, was ja gerade wegen der Grafikkarten-Krise ein Problem ist. Wir haben daher sechs Gaming-PCs von 720 bis gut 2700 Euro aus drei Leistungsklassen zusammengestellt.

Mainboard: Sockel 1200, 1700 oder AM4?

Aktuell gibt es gleich drei empfehlenswerte Sockel für Gaming-PCs, die zum Mainstreamsektor und nicht zu den für Normalanwender überteuerten Enthusiasten-Sockeln gehören. Kurz zur Erklärung des Wortes "Sockel" für Hardware-Laien: Der Sockel ist die Vorrichtung auf einem Mainboard, in die der Prozessor eingelegt und dann arretiert wird. Da dieser Sockel eine ganz bestimmte Bauweise und Anzahl an Kontaktstellen zur CPU hat, passen dort nur Prozessoren hinein, die rein mechanisch gesehen kompatibel sind. Man sagt daher auch, dass die CPU einen Sockel "hat".

Zusätzlich kann es bei manchen Sockeln passieren, dass nicht nur der Sockel, sondern auch der so genannte Chipsatz des Mainboards kompatibel sein muss. So sind beispielsweise die älteren A320-Chipsätze beim Sockel AMD AM4 - bis auf gut supportete Ausnahmen wie von Gigabyte - nicht für die allerneuesten Ryzen 5000er-CPUs zu gebrauchen, obwohl diese CPUs ebenfalls den Sockel AM4 haben. Bei AMD empfehlen wir daher moderne Chipsätze mit einer 500er-Modellnummer - dies sind die Chipsätze A520, B550 und X570. Für Intels Sockel 1200 und dessen Core i-CPUs der 10000er und 11000er-Familien befinden sich die empfehlenswerten Mainboard-Chipsatznummern ebenfalls im 500er-Bereich, und zwar unter anderem in Form der Chipsätze B560, H510, und Z590. Beim noch sehr neuen Sockel 1700 gibt es aktuell nur den Chipsatz Z690.

Doch welchen Sockel sollte man aktuell nehmen? Hierzu empfehlen wir euch unser Special zum Release der neuen Alder Lake-CPUs für den Sockel 1700, in dem wir auch eine allgemeine CPU-Kaufberatung bieten. Zusammengefasst gesagt: Wer nicht viel ausgeben will, fährt mit dem Sockel 1200 am besten und bekommt für unter 250 Euro gute Prozessoren, die er mit einem Mainboard zwischen 60 und 100 Euro paaren kann. Über 250 Euro ist AMD mit der Ryzen 5000-Familie sehr gut dabei, so dass der Sockel AM4 je nach Budget ebenfalls ein Top-Sockel ist - auch Übertakter können schon bei Mainboard-Preisen ab etwa 100 bis 120 Euro loslegen. Der Sockel 1700 bietet derzeit im Grunde genommen nur drei verschiedene CPUs der K-Serie. Da es diese auch als KF-Version ohne Grafikeinheit gibt, sind es formal gesehen sechs Modelle. Die beiden günstigeren dieser CPUs sind in Sachen Preis-Leistung sehr empfehlenswert und ab 310 Euro zu haben.

Eine SSD für Windows ist heutzutage ein Muss - hier eine 2,5-Zoll-SSD. Die kleineren M.2-SSDs sind inzwischen nicht mehr viel teurer. Quelle: Samsung Eine SSD für Windows ist heutzutage ein Muss - hier eine 2,5-Zoll-SSD. Die kleineren M.2-SSDs sind inzwischen nicht mehr viel teurer. Da die derzeit verfügbaren Sockel 1700-Hauptplatinen aber den Übertakter-Chipsatz Z690 haben und mindestens 190 Euro kosten, fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser CPUs ab, sofern man bei den Alternativen (Sockel AM4 und 1200) nicht vorhatte, ein teures Mainboard zu kaufen.

Festplatten und SSDs

Für die Hauptpartition mit Windows empfehlen wir stets eine SSD. Hierbei sind auch SSDs im platzsparenden M.2-Format in Kapazitäten bis 1TB oftmals kaum teurer als die mit SATA-Kabeln anzuschließenden 2,5-Zoll-SSDs. Für Spiele lohnt sich eine SSD ebenfalls, denn Spiele laden dann deutlich schneller als per Festplatte. Allerdings bringt es kaum einen Unterschied bei den Ladezeiten, ob man nun eine vergleichsweise langsame SATA-SSD, eine mehrfach schnellere M.2-SSD mit PCIe 3.0 oder die abermals schnellere M.2-SDD mit PCIe 4.0 nimmt. Der größte Vorteil bei den Ladezeiten im Vergleich zu Festplatten sind die nicht Megabyte pro Sekunde, die eine SSD schaffen kann, sondern die nicht vorhandene Zugriffszeit auf die Daten. Bei einer Festplatte muss, vereinfacht gesagt, das Datenpaket erst gesucht und der Lesearm dazu an die passenden Stellen gefahren werden - bei einer SSD wird einfach nur das Datenpaket aus dem Speicher gelesen, es gibt keine mechanischen Einflüsse, die bremsen könnten. Wem um die 3TB insgesamt ausreichen, verteilt sie am besten auf eine gute M.2-SSD mit 1TB und eine SATA-SSD mit 2TB (oder auch eine zweite M.2-SSD, falls das Mainboard zwei solcher Slots hat), falls das Budget ausreicht. Wer mehr Platz braucht oder nicht 150 Euro für eine 2TB-SSD ausgeben will, nimmt klassische Festplatten anstelle der SATA-SSD. Bei Festplatten sind 2TB für unter 50 Euro zu haben. Der SSDs und Festplatten-Mix in unseren ab der kommenden Seite folgenden PCs sind natürlich nur Vorschläge.

  1. Seite 1 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Einleitung, Grafikkarten-Krise
  2. Seite 2 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel-Wahl und SSDs
  3. Seite 3 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Hinweise und zwei Einsteiger-PCs
  4. Seite 4 Gaming-PCs für Battlefield 2042: Sockel 1700 und vier weitere Gaming-PCs
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