Final Fantasy 7 Rebirth ist ein großer Anwärter auf das Spiel des Jahres - Test

Test Matthias Dammes Vivien Ziermann
Final Fantasy 7 Rebirth ist ein großer Anwärter auf das Spiel des Jahres - Test
Quelle: Square Enix

Wir sind bereits mit Final Fantasy 7 Rebirth durch. Das Spiel hat uns zum Lachen, Staunen und Weinen gebracht - ein tolles Erlebnis. Alles dazu im Test.

Final Fantasy 7 Rebirth Test-Update: Macht auch die PC-Version eine gute Figur?

Nach nicht mal einem Jahr schafft es der zweite Teil der grandiosen Final-Fantasy-7-Remake-Trilogie auch auf den PC. Ab sofort kommen auch PC-Spieler in den Genuss der hochemotionalen, fesselnden und gut inszenierten Geschichte, die Rebirth zu bieten hat. Dabei unterscheidet sich die PC-Version inhaltlich natürlich nicht vom Original. Was bedeutet, dass auch hier spielerische Abwechslung, actionreiche Kämpfe und ein legendärer Soundtrack an den Tag treten, die ihresgleichen suchen. Doch wie gut spielt sich der zweite Teil des Remakes auf dem PC?

Noch vor Spielstart erhalten Steam-Nutzer den Hinweis, Rebirth vorzugsweise mit dem Controller zu spielen, und schnell merken wir auch, warum. Schon im Start-Menü fällt das Fehlen eines Mauszeigers auf, was sich während des Spielens auch im Ausrüstungs- und Charaktermenü durchzieht. Das macht die Navigation durch die umfangreichen Skilltrees, Ausrüstungsgegenstände, Materia-Konfigurationen, Verbesserungen und Effekte komplizierter, als es ohnehin schon ist. Bei der Erkundung der Welt geht die Steuerung mit Maus und Tastatur gut von der Hand. Wer mit der Standard-Tastenbelegung nicht zufrieden ist, kann diese im Menü nach Belieben ändern.

Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (88) Quelle: Square Enix Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (88) Probleme hatten wir allerdings während der Kämpfe. Besonders im aktiven Kampfmodus bräuchten wir eine dritte Hand, um alle Tasten gleichzeitig bedienen zu können. Denn neben der Bewegung mit der einen und Angriffen mit der anderen Hand muss außerdem zwischen den Charakteren und anvisierten Gegnern oder Gliedmaßen gewechselt werden. Besonders das Wechseln zwischen anvisierten Gegnern hätte man deutlich einfacher gestalten können, beispielsweise über das Mausrad. Spätestens nach dem ersten größeren Gegner mussten wir uns geschlagen geben und auf die empfohlene Controller-Steuerung zurückgreifen. Der Zugänglichkeit der Steuerung wurde an dieser Stelle leider wenig Beachtung geschenkt. Schade.

Technisch und grafisch setzt die PC-Version im Vergleich zum Original sogar noch mal eine Schippe drauf. Neue Features wie die Unterstützung von bis zu 120 FPS, angepasste Beleuchtung und verbessertes Licht-Rendering lassen Rebirth noch schöner erstrahlen als zuvor. Vorausgesetzt, ihr habt einen leistungsstarken PC mit einer noch stärkeren Grafikkarte, die den Anforderungen standhalten. Bei unserem Test mit einem AMD Ryzen 9 Prozessor mit 32 GB RAM und einer GeForce RTX 3090 hatten wir bei der Grafikvoreinstellung "Mittel" mit einer Auflösung von 1080p einige kleine Ruckler, besonders in den Videosequenzen, obwohl sowohl CPU als auch GPU über den von Square Enix empfohlenen Daten lagen.

Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (89) Quelle: Square Enix Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (89) Wer also mit den höchsten Grafikeinstellungen spielen will, sollte am besten über die leistungsstärkste Hardware verfügen, die derzeit zu haben ist. Abgesehen von den kleinen Grafik-Rucklern hin und wieder lief Rebirth aber flüssig mit durchschnittlich 60 FPS. Und auch auf mittlerer Grafikfeinstellung sieht das Spiel noch immer traumhaft schön aus, sodass wir trotz der komplizierten Steuerung während der Kämpfe auf jeden Fall von einer gelungenen PC-Version sprechen können. Allerdings empfehlen wir auch als PC-Spieler zum Controller zu greifen, um unnötigen Frust während der Kämpfe zu vermeiden.

Test-Update: Auf Switch 2 mit ein paar Kompromissen

Square Enix war es bereits gelungen, Final Fantasy 7 Remake sehr vernünftig auf die Switch 2 zu portieren. Doch vor dem Release von Rebirth auf die Nintendo-Konsole konnte man durchaus skeptisch sein. Immerhin ist der zweite Teil der Remake-Trilogie deutlich anspruchsvoller. Er wurde von Anfang an für die PS5 entwickelt und stellt mit seiner offenen Spielwelt weitaus höhere Anforderungen an die Hardware. Trotzdem ist es den Entwicklern gelungen. Um das zu erreichen, mussten aber einige Kompromisse eingegangen werden. Das gleiche visuell bombastische Erlebnis wie auf einer PS5 im Grafikmodus oder gar einer PS5 Pro sollte hier niemand erwarten.

Die Qualität des Wassers lässt in der Switch-2-Version deutlich zu wünschen übrig. Quelle: PC Games Die Qualität des Wassers lässt in der Switch-2-Version deutlich zu wünschen übrig. Stattdessen bewegt sich der Port maximal auf dem Niveau des Performance-Modus auf einer normalen PS5, wobei die Switch-Version dann immer noch an einigen Stellen zurückstecken muss. Das beginnt schon bei der Auflösung. Im gedockten Betrieb wird das Spiel dynamisch zwischen 960 × 540 Pixeln und 1920 × 1080 Pixeln ausgegeben. DLSS Upscaling sorgt für die entsprechende Anpassung an das Ausgabegerät. Das gilt auch für den Handheld-Modus, wo das Spiel Auflösungen von 672 × 380 bis 1344 × 756 Pixeln erreicht. Auf dem vergleichsweise kleinen Monitor des Handhelds wirkt das aber teilweise sogar besser als auf einem großen Monitor.

Darüber hinaus erkaufen sich die Entwickler zusätzliche Leistung durch die Reduzierung diverser Details. Texturen und Schatten sind niedriger aufgelöst, in der Umgebung gibt es weniger Objekte, auch die Dichte von Vegetation ist reduziert. Auf größeren Entfernungen ist auch ein starker Rückgang des sogenannten Level of Detail zu beobachten. Zudem werden Animationen von NPCs auf bestimmte Entfernung eingefroren.

In der Stadt Kalm fallen weniger schöne Texturen, reduzierte Details und die nicht vorhandenen Animationen von entfernten NPCs besonders auf. Quelle: PC Games In der Stadt Kalm fallen weniger schöne Texturen, reduzierte Details und die nicht vorhandenen Animationen von entfernten NPCs besonders auf. Pflanzen und Bäume sind allgemein nicht animiert. Wir haben auch einige Objekte mit sichtbar reduzierter Polygonzahl beobachtet, sodass aus einer eigentlich runden Tomate ein komisches Etwas wird. Die durch all diese Maßnahmen erreichte Performance liegt trotzdem nur bei 30 FPS, die zudem nicht gänzlich stabil bleiben. Wer sich mit der Anschaffung der Switch-2-Version von Final Fantasy 7 Rebirth liebäugelt, muss sich also bewusst sein, nicht das gleiche optische Erlebnis zu bekommen wie PS5- und PC-Spieler. Wem das nicht stört, bekommt aber auch hier ein fantastisches Rollenspiel.


Meinung

Wertung zu Final Fantasy 7 Rebirth (Remake - Teil 2) (PS5)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Final Fantasy 7 Rebirth (Remake - Teil 2) (PC)

Wertung:

10 /10

Wertung zu Final Fantasy 7 Rebirth (Remake - Teil 2) (NSW2)

Wertung:

9.5 /10
Fazit

Final Fantasy 7 Rebirth setzt auf den fantastischen Vorgänger noch einen drauf und begeistert mit einer emotionalen Geschichte, unfassbarer Abwechslung trotz deutlich gestiegenem Umfang und einer tollen Spielwelt.


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Final Fantasy 7 Rebirth wird von Square Enix entwickelt und vertrieben. Das Spiel erscheint am 29. Februar 2024 exklusiv für die Playstation 5 zum Preis von 80 Euro. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieser Review wurde eine Version des Spiels von Publisher Square Enix zur Verfügung gestellt.

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