Final Fantasy 7 Rebirth ist ein großer Anwärter auf das Spiel des Jahres - Test
Test
Wir sind bereits mit Final Fantasy 7 Rebirth durch. Das Spiel hat uns zum Lachen, Staunen und Weinen gebracht - ein tolles Erlebnis. Alles dazu im Test.
Actionreiche Taktik
Das Kampfsystem hat also trotz seiner direkten Action auch wieder eine gewisse taktische Tiefe. Es ist immer von Vorteil, die Schwächen der Gegner zu analysieren und entsprechend mit dem Einsatz der passenden Fähigkeiten darauf zu reagieren. Beim Aufruf des Kommando-Menüs wird dazu wieder die Zeit stark verlangsamt, um in Ruhe die richtige Attacke auszuwählen.
Wer es lieber etwas schneller haben will, kann sich jetzt aber auch einige seiner Fähigkeiten auf Shortcuts legen, die sich dann im Kampf ohne Unterbrechung auslösen lassen. Besonders gegen einfache Gegner und nachdem wir schon gut mit den Skills der Charaktere vertraut waren, war das eine willkommene Beschleunigung des Kampfgeschehens.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (48)
Die Schwierigkeit lässt sich wieder in den Stufen Einfach und Normal einstellen, mit einem zusätzlichen Hardmode, der nach dem erstmaligen Durchspielen freigeschaltet wird. Wer es schon von Anfang an etwas knackiger haben möchte, kann nun auch den dynamischen Schwierigkeitsgrad wählen. Dabei werden alle Gegner immer an das Niveau der Party angepasst.
Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad kann dieses Mal zwischen dem klassischen und dem aktiven Kampfmodus umgeschaltet werden. Beim klassischen Modus führen die Charaktere ihre Standardangriffe, Verteidigungshaltungen und Ausweichbewegungen selbstständig aus. Der Spieler kann sich dabei auf die Ausführung von Kommandos konzentrieren. Da die KI in diesem Modus aber sehr passiv agiert, ziehen sich Kämpfe manchmal in die Länge. Wir dürfen aber auch jederzeit aktiv eingreifen und selbst Angriffe ausführen.
Hübsch und Top inszeniert
Technisch spielt Final Fantasy 7 Rebirth in der obersten Liga mit. Besonders Charaktermodelle und Objekte sehen fantastisch aus, was auch bei der erstklassigen Inszenierung sehr zum Tragen kommt. Die Spielwelt begeistert mit wunderschönen Landschaften, die eine breite Palette an Umgebungen zu bieten haben. Von verträumten Graslanden über karge Wüsten bis zu dichten Dschungeln ist alles dabei.
Quelle: Square Enix
Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Meisterwerk - Auf Switch 2 mit optischen Kompromissen (7)
Allerdings fallen besonders in der Nahansicht in den Umgebungen auch immer wieder einige eher matschige Texturen auf. Die trüben das hübsche Gesamtbild aber nur minimal. Auch die gelegentlich beobachteten Popups sind nicht so präsent, dass sie wirklich stören würden. Denn überwiegend haben wir uns an der großartigen Weltgestaltung erfreut. In den verschiedenen Ortschaften brummt das Leben. Die meisten NPCs sind zwar statisch, aber trotzdem wirkt die Welt überall belebt. Dazu tragen auch die vielen Hintergrundgespräche bei.
In den Grafikoptionen stehen uns zwei Modi zur Auswahl. Beim Grafikmodus wird eine Auflösung von 4K ausgegeben, was aber Einschnitte bei der Bildwiederholrate mit sich bringt. Im Performance-Modus werden stattdessen konstante 60 Frames pro Sekunde ausgegeben. Wir hatten allerdings das Gefühl, dass die optische Qualität im Performance-Modus spürbar leidet. Die Darstellung wirkt deutlich weniger knackig, wodurch wir den Grafikmodus bevorzugten.
Ein großartiges Erlebnis
Aber egal, ob mit 4K-Grafik oder 60 FPS, Final Fantasy 7 Rebirth ist ein Brett von einem Spiel und schafft es, auf den großartigen Vorgänger noch eine Schippe draufzulegen. Durch den gewaltigen Umfang von Rebirth wirkt der erste Teil eher wie ein kleiner Prolog und jetzt hat das Spiel erst so richtig begonnen.
Wir haben am Ende für unseren Testdurchgang 85 Stunden gebraucht. Es waren noch wenige Nebenaufgaben nicht abgeschlossen und bei den meisten Minispielen hatten wir längst nicht die höchsten Ränge erreicht. Wer also wirklich alles erleben möchte, was dieses Spiel zu bieten hat, kann da locker noch mehrere Dutzend Stunden draufschlagen.
Trotz seines Umfangs wurde es uns aber zu keiner Sekunde langweilig. Das Spiel ist so vielseitig und abwechslungsreich, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt haben. Es hat uns förmlich begeistert, wie wir immer wieder mit neuen Gameplay-Elementen vor neue Herausforderungen gestellt wurden. Dazu kommen dann noch die tollen Charaktere und die packende Story, die uns immer wieder mit emotionalen Momenten berührt hat.
Da verzeihen wir es auch, dass das Spiel als Mittelteil einer Trilogie dem großen Ziel, Sephiroths Pläne zu durchkreuzen, nur in Ansätzen näher gekommen ist. Im Gegenteil freuen wir uns umso mehr auf den dritten Teil, der uns hoffentlich auch wieder spielerisch und erzählerisch so viel Freude bereiten wird.
