Ein Battle-Royale auf der Überholspur - F-Zero 99 im Test

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Ein Battle-Royale auf der Überholspur - F-Zero 99 im Test
Quelle: PC Games

Im Test von F-Zero 99 für die Nintendo Switch erklären wir das Spielprinzip, die Neuerungen und beantworten die Frage, ob ein Rennspiel wie F-Zero nach Battle-Royale-Retros wie Tetris 99 mithalten und überhaupt in diesem Format funktionieren kann.

Player Unkown's Racing Ground

Der Wartebildschirm zeigt alle teilnehmenden Fahrzeuge. Quelle: PC Games

Kommen wir nach all den Erklärungen also zum Hauptmodus und dessen Gameplay. Sobald alle 99 Fahrzeuge im schön dargestellten Wartebildschirm eingetroffen sind., können wir das Fahrzeug unserer Wahl anhand der Kriterien Geschwindigkeit, Haftung, Handling und Haltbarkeit auswählen. Nachdem wir schließlich über die Strecke abgestimmt haben, kann es endlich losgehen. Es folgt das Anfahren auf dem bereits erwähnten Rollfeld und das Rennen beginnt.

Wer dachte das Teilen der Rennstrecke mit 98 weiteren Spielern könnte chaotisch werden, behält teilweise Recht: Bei der überraschend flüssigen Verbindung fährt es sich zwar sehr gut, doch vor allem bei großen Haufen von Hochgeschwindigkeitsmaschinen wird es recht schnell unübersichtlich. Hier sind wir besonders auf unseren Spin-Move angewiesen, um nicht nach dem Rammen von zehn Gegnern in zwei Sekunden weniger Energie als vorher zu haben.

Falls wir dennoch verfrüht rausfliegen sollten, ist auch das Zuschauen sehr nutzerfreundlich gestaltet, wodurch sich F-Zero 99 von Tetris 99 abhebt. Dort waren im normalen Modus nämlich nach einer Niederlage die Kacheln der Kontrahenten nur in klein zu sehen, lediglich im Team Modus ließen sich einzelne Spieler auf Vollbild stellen. Hier überholt F-Zero 99 also seinen Battle-Royale-Vorgänger.

Zusätzlich gibt uns das Spiel hin und wieder nach besonders frühem Ausscheiden die Möglichkeit auf einen Lucky Bumper, also ein unbemanntes Fahrzeug mit dem Ziel, durch das Rammen möglichst vieler Gegner mehr Punkte auf unser Konto zu spülen. Diese Punkte verschaffen uns nicht nur Level-ups und Achievements, um unser Profil zu personalisieren, sondern schalten auch Tickets für tageszeitbasierte Grand Prixs und Mini Prixs frei. Besonders talentierte Rennfahrer schaffen es dadurch vielleicht sogar auf die wöchentliche Weltrangliste.

Äußerst lobenswert ist jedoch das Rangsystem von F-Zero 99. Vor jedem Rennen werden uns vier Rivalen auf einem ähnlichen Skilllevel zugeteilt, die es in der endgültigen Platzierung zu überholen gilt. Gelingt uns das bei mindestens einem Rivalen, steigt unsere Rangleiste ein wenig, bis wir die nächste Stufe erreichen. Platzieren wir uns unter unseren Rivalen, leert sich unsere Leiste ein wenig. Eine Abstufung des Rangs ist allerdings nicht möglich.

Top Speed oder übers Ziel hinausgeschossen?

Im Teamkampf kann mit Kameraden gemeinsam ein Sieg nach Hause geholt werden. Quelle: PC Games Neben dem Hauptmodus bietet F-Zero 99 zusätzlich einen tageszeitbasierten Team-Kampf-Modus. Dieser funktioniert mit seinem Punktesystem ähnlich wie der Ballon-Modus in Mario Kart. Er bietet eine schöne Abwechslung und gibt untalentierteren Fahrern die Chance auf einen Sieg in der Gruppe.

Im Modus auf den Pro Tracks werden wir zudem mehr gefordert als im Hauptmodus, da die hier befahrenen Strecken anspruchsvoller sind als die im Hauptmodus. Leider wirkt die Levelauswahl hier künstlich eingeschränkt. Wer will schon zehnmal zwischen Port Town und White Land wechseln, aber dafür keine andere Map zu Gesicht bekommen? Möglicherweise stehen erst mit höherem Rang auch mehr Maps zur Auswahl, doch das können wir noch nicht mit Sicherheit sagen.

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