Ein Battle-Royale auf der Überholspur - F-Zero 99 im Test
Test
Im Test von F-Zero 99 für die Nintendo Switch erklären wir das Spielprinzip, die Neuerungen und beantworten die Frage, ob ein Rennspiel wie F-Zero nach Battle-Royale-Retros wie Tetris 99 mithalten und überhaupt in diesem Format funktionieren kann.
Diese Strecke ist nur groß genug für einen von uns...
In F-Zero 99 ist das nun anders: Hier fahren alle 99 Fahrzeuge gleichzeitig auf einer Rennstrecke. Was zuerst chaotisch klingt, wurde überraschend clever gelöst. So starten alle Fahrzeuge nebeneinander auf einem riesigen Rollfeld, auf dem zum Startsignal angefahren wird. Mithilfe einer Rampe werden wir dann auf die Strecke katapultiert und starten das eigentliche Rennen gegen nahezu 100 Kontrahenten
Vor dem Gameplay fällt allerdings das Design des Spiels auf: Für die Menü-Buttons wurden nicht nur Auszüge a.us dem F-Zero-Comic verwendet, sondern auch die Musik ist fast komplett aus dem SNES-Klassiker übernommen. Die nostalgischen Tracks, die teilweise auch aus Smash Bros bekannt sind, erhöhen den Spielspaß sogar außerhalb der Rennen.
Obwohl wir im Test noch nicht alle Strecken gesehen haben, ist der grafische Fortschritt zum Original von 1990 deutlich spürbar - immerhin kommt die Pixeloptik jetzt mit deutlich höherer Auflösung daher. Auch das modernisierte UI inklusive Minimap sieht hübscher aus als zu SNES-Zeiten. Die Ladebildschirme mit Tipps und jedes Mal verschiedenen Fahrzeugen in der Ecke versüßen die Wartezeit zwischen den Matches.
The Falcon and the Furious
Quelle: PC Games
Bevor uns F-Zero 99 in ein richtiges Battle-Royale-Race düsen lässt, müssen wir aber erst das Tutorial absolvieren. Nachdem wir uns hier mit der angenehm simplen Steuerung und ein paar Strecken vertraut gemacht haben, müssen wir zuerst erfolgreiche Runden mit 25, danach 50 und erst dann 99 Spielern bewältigen. Ein solches Tutorial gab es in den vergangenen Battle-Royale-Retros nicht. Eine feine Neuerung!
Es ist vor allem für Neulinge hilfreich, nicht nur die Herausforderung des Rennens, sondern auch die Strecken an sich üben zu können. Wer noch mehr trainieren möchte, kann auch im Übungsmodus mit sich selbst um die Wette fahren. Schließlich kann nicht jeder über Nacht Profi in einem über 30 Jahre alten Spiel werden.
Nach Abschluss des Tutorials haben wir gelernt, dass unsere Boost-Energie und unsere Lebensenergie auf der gleichen Leiste zu finden sind. Wer also unüberlegt zur Kolonnenspitze rasen will, läuftGefahr, am Rand der Strecke oder durch das Rammen von Kontrahenten zu explodieren. Auch das Platzieren auf den untersten Rängen kann einem teuer zu stehen kommen. Wer nämlich nach ein paar Runden auf der Strecke zu weit hinten liegt, scheidet wie im originalen F-Zero automatisch aus.
Goldiger Boost
Um ein Defizit im Rennen aufzuholen, lässt sich allerdings für kurze Zeit der sogenannte Skyway einsetzen, der uns erlaubt, über der Strecke mit hoher Geschwindigkeit an gegnerischen Fahrzeugen vorbeizuziehen. Den dürfen wir allerdings nur befahren, sobald wir genug Super Sparks gesammelt haben. Diese werden nach Rammen von zwei Fahrzeugen freigesetzt und liegen dann auf der Strecke, um von uns eingesammelt zu werden. Sollten wir auf der Strecke einen goldenen NPC-Racer entdecken, setzt dieser nach dem Rammen ebenfalls Super Sparks frei, die umgehend auf unserem Konto landen.
Um uns vor den Rempelattacken eines gegnerischen Schiffs zu schützen, steht uns ein Cooldown-basierter Spin-Move zur Verfügung. Dieser lässt sich auch offensiv benutzen, allerdings ist der Boost selbst dafür besser geeignet. Sollten wir einen Gegner mit niedriger Energie so kräftig rammen, dass sein Schiff explodiert, wird unsere Boost-Leiste nicht nur aufgefüllt, sondern auch erweitert. Dadurch ist die Belohnung für den K.O. eines Gegners mehr wert als seine bloße Eliminierung von der Strecke. Ein solches Feature fehlt in anderen Retro-Battle-Royales und ist eine gern gesehene Neuerung.
