Quake Wars - Entwickler im Exklusiv-Interview

Special Rüdiger Steidle

Das ungekürzte Interview zur großen Titelstory in PC PowerPlay 12/2006.

Frage: Wie, denkst du, werden die Spieler Quake Wars aufnehmen? Die Quake-Gemeinde auf der einen Seite und die Wolfenstein-Community auf der anderen?

Antwort: Ich denke, dass Enemy Territory: Quake Wars mehr mit den Solo-Spielen der Quake-Serie gemein hat als mit den Multiplayer-Spielen wie Quake 1 und Quake 3, die mehr Arena-Spiele waren. Dieser Arena-Stil, diese sportlichen Deathmatches hatten ihre beste Zeit bevor sich die eher realistischen Shooter in den letzten Jahren durchgesetzt haben. Wir haben definitiv Elemente aus diesen Spielen drin. Die Railgun, den Hyper-Blaster, die Nailgun und so weiter. Aber die Gefechte spielen sich eher wie Enemy Territory: Wolfenstein als wie bei Quake 3. Die Laufgeschwindigkeit ist eher realistisch und genauso die Waffen. Wenn du zwei, drei Kopftreffer mit einem Sturmgewehr landest, dann beißt dein Ziel wahrscheinlich ins Gras.

Was mich ursprünglich an Quake 1 und Quake 2 so begeistert hat, als ich einen Clan hatte und an Turnieren Teil genommen habe, war die Intensität der Kämpfe, die unterschiedlichen Taktiken der Spieler und die Strategien, die ich mit meinem Clan ausgearbeitet habe. Und das ist genauso bei Enemy Territory: Quake Wars. Das Spielprinzip hat sich nur einfach weiterentwickelt.

Frage: Also... spielt es sich nun eher wie Quake oder wie Wolfenstein?

Antwort: Auf jeden Fall mehr wie Enemy Territory: Wolfenstein. Man verfolgt bestimmte Ziele, schlüpft in eine spezifische Rolle und spielst im Team. Es kommt nicht darauf an, ob du eher Alien-Technologie oder konventionelle Waffen magst. Es kommt nicht darauf an, ob du dich lieber mitten ins Getümmel stürzt und alles mit Raketenwerfer und Maschinengewehr umpustest, oder ob du lieber von einem Hügel aus Feuerunterstützung lieferst oder in Büschen als Scharfschütze liegst. Es gibt eine Charakterklasse, die du gerne spielst, eine Rolle, die du magst, und ein Team, das deinen Spielstil unterstützt.

Frage: Gibt es Chancen für einen echten Nachfolger zu Enemy Territory: Wolfenstein?

Antwort: Das ist eine Frage, die id Software klären muss. Momentan konzentrieren wir uns bei Splash Damage auf das PC-Spiel Enemy Territory: Quake Wars. Id Software arbeitet mit vielen Entwicklern an vielen ihrer Serien zusammen. Sie haben die drei größten Ego-Shooter überhaupt erfunden: Wolfenstein, Quake und Doom. Und wir hatten das Glück an Wolfenstein: Enemy Territory mitzuarbeiten und ein bisschen beim Multiplayer-Part bei den Maps von Doom 3 auszuhelfen.

Also wäre es eigentlich nur logisch, dass wir uns jetzt auf Commander Keen stürzen. Aber ich bin mir nicht so sicher, ob Commander Keen: Enemy Territory so eine gute Idee wäre.

Frage: Gibt es noch etwas, was zu hinzufügen möchtest?

Antwort: Naja ... erst mal vielen Dank fürs den Besuch bei Splash Damage. Ich hoffe, die Leute da draußen spielen unser Spiel genauso gerne, wie wir es momentan im Büro tun. Das wär’s eigentlich.

Frage: Vielen Dank fürs Interview.

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