Das ungekürzte Interview zur großen Titelstory in PC PowerPlay 12/2006.
Frage: Es gibt auch Belohnungen für Spieler, die Aufträge abschließen...
Antwort: Ja. Soweit es den Kampf zu Fuß anbelangt, ist Enemy Territory: Quake Wars ein traditioneller Ego-Shooter. Es gibt eine Menge Sturmgewehre, Raketenwerfer, Granatwerfer auf Seiten der GDF. Auf Seiten der Strogg gibt es Hyper-Blaster, Railguns und so weiter. Es gibt auch Fahrzeuge im Spiel, die für beide Seiten einzigartig sind.
Außerdem haben wir noch Elemente aus zwei anderen Genres eingebaut, die das Spielprinzip wirklich erweitern. Zunächst mal wären da Elemente aus der Echtzeit-Strategie. Bestimmte Charakterklassen können Unterstützung anfordern. Als Spion beispielsweise, der als Aufklärer und Scharfschütze dient, kann man Radaranlagen aufstellen, die Feindpositionen um Umkreis aufdecken und diese Information an die Teamkameraden in der Nähe weiterleiten. Als Pionier kann man Verteidigungstürme gegen Infanterie oder Fahrzeuge einrichten oder für Feuerunterstützung aus der Umlaufbahn. Als Field-Ops stellt man Artilleriegechütze und Raketenbasen auf.
Dann gibt es da noch Rollenspiel-Elemente. Man erhält Erfahrungspunkte, wenn man sein Team unterstützt, sagen wir als Pionier. Für diese Erfahrungspunkte gibt es dann weitere Fähigkeiten, mit denen man den Pionier noch weiter spezialisieren, also seinen Job noch effektiver erledigen kann.
Frage: Kannst du unseren Lesern einen kurzen Überblick geben, wie so eine Runde bei Quake-Wars abläuft? So eine Art Schlacht-Bericht?
Antwort: Nehmen wir zum Beispiel »Valley«, das ist die Karte, die auf der E3, der QuakeCon und kürzlich in Leipzig gespielt wurde. Bei Valley ... der richtige Name der Karte lautet übrigens Operation Beowulf ... der Story-Hintergrund ist, dass die Strogg eine Art Giftmaschine installiert haben, die ein Wasser-Reservoir verseucht und damit die Bevölkerung verwundbar für die Übernahme, die Stroggifizierung, macht. Im Prinzip versuchen die Strogg, alle in hirnlose Zombies zu verwandeln, um sie ihrem Willen zu unterwerfen.
Die Global Defense Force greift nun diese Giftmaschine an, um sie zu zerstören. Bevor sie an die Maschine herankommen, müssen sie eine Reihe von Einsatzzielen bewältigen. Erstens müssen sie einen Kommandoposten erobern, um Raketenangriffe starten zu können. Um da hinzukommen, müssen sie erst eine Notbrücke über ein Tal errichten. Die Pioniere bauen also diesen Übergang auf. Dann versucht das ganze Team das Mobile Command Post-Fahrzeug über diese Brücke in den gegnerischen Außenposten zu eskortieren. Sobald der erobert ist, müssen sie die Strogg-Basis infiltrieren, in ihren Schild-Generator hacken, um ihn abzuschalten, dann die Rakete abfeuern, die ein Loch in den Verteidigungswall schlägt und schließlich in das Hauptgebäude eindringen, um den Giftgenerator hochzujagen.
Wenn man das jetzt alles so in ein paar Sekunden erklärt, klingt das vielleicht etwas kompliziert. Aber wenn man das Eigenes-Gelände-Gegnerisches-Gelände-Prinzip im Hinterkopf behält, dass sie der Kampf also immer um ein bestimmte Ziel dreht, weiß man immer genau was zu tun ist.
